D

D-Glukose: Traubenzucker, der üblicherweise Glukose genannt wird. Er kommt als D- und L-Glukose vor, wobei aber nur die D-Glukose biologisch von Bedeutung ist.

Dawn (Dämmerungs)-Phänomen: Anstieg des Blutzuckerspiegels zwischen 4.00 und 8.00 Uhr morgens; wird ausgelöst u.a. durch eine verminderte Empfindlichkeit für Insulin und schlafbedingt erhöhte Ausschüttung von Wachstumshormonen.

DDB: Deutscher Diabetiker Bund

DDG: Deutsche Diabetes Gesellschaft

DDS: Deutsche Diabetiker Stiftung

DDU: Deutsche Diabetiker Union

Delta-Zellen: Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Somatostatin (wachstumshemmendes Hormon) produzieren.

Diabetes Control and Complications Trial (DCCT): Die bislang größte Langzeitstudie (über 10 Jahre) zum Typ 1-Diabetes. Gesponsert und 1993 veröffentlicht vom National Institut of Health (USA). Wichtigstes Ergebnis: Ein normnaher Blutzuckerspiegel reduziert nachweislich das Risiko für die diabetische Retinopathie, Polyneuropathie und Nephropathie.

Diabetes insipidus: eine seltene Erkrankung, die nicht mit Diabetes mellitus verwandt ist. Wird üblicherweise ausgelöst durch den Mangel eines Hormons, das von der Hypophyse produziert wird und führt zu massiver Wasserausscheidung von 30 l und mehr am Tag.

Diabetes mellitus: Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper seinen Energiebedarf aus Glukose nicht auf natürliche Weise decken kann, da er selbst Insulin nicht in ausreichender Menge produzieren kann oder das vorhandene Insulin nicht verwerten kann. Bei unbehandeltem Diabetes werden hohe Glukose-(Zucker-)Spiegel im Blut aufgebaut und große Mengen Zucker im Urin ausgeschieden. Aus dem Griechischen. Wörtliche Bedeutung: Honigsüßer Durchfluss. Im deutschen Sprachraum auch allgemein Zuckerkrankheit genannt. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch erhöhte Blutzuckerwerte mit möglichen Spätfolgen für Augen, Nieren, Herz und Kreislauf sowie andere Organe. Siehe auch Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes, Gestationsdiabetes.

diabetische Ketoazidose: Durch Insulinmangel wird vermehrt Fett abgebaut. Dadurch erhöhte Werte von Ketonkörpern, die das Blut übersäuern (gehören zum Fettstoffwechsel des Körpers). Dieser Zustand gilt als Vorstufe zum diabetischen ketoazidotischen Koma, kann lebensgefährlich werden und bedarf sofortiger Behandlung.

diabetische Nephropathie: Störungen der Nierenfunktion durch jahrelang schlecht eingestellten Diabetes mellitus.

diabetische Polyneuropathie: Nervenschäden durch jahrelang schlecht eingestellten Diabetes mellitus. Sie kann unter anderem zum diabetischen Fuß führen. Es werden drei Arten unterschieden: Bei der peripheren Neuropathie sind die motorischen Nerven betroffen (regeln die Muskelfunktion). Die sensorischen Nerven steuern das Gefühl für Schmerz und die Kontrolle im Raum. Das autonome Nervensystem kontrolliert unwillkürliche Funktionen wie die Verdauung. Alle drei Arten: motorische, sensorische und autonome Nerven können von einer diabetischen Neuropathie betroffen sein.

diabetische Retinopathie: Zerstörung kleinster Blutgefäße im Auge durch jahrelang schlecht geführten Diabetes mellitus. Die Folge sind Sehprobleme bis hin zur Erblindung.

diabetischer Fuß: Der diabetische Fuß ist eine häufige Nervenschädigung bei Diabetikern in den Füßen und Unterschenkeln, die meist mit Geschwüren und / oder abgestorbenem Gewebe einhergeht.

diabetisches Koma: Auch "hyperglykämisches Koma". 1. nicht ketoazidotisch 2. ketoazidotisch Lebensbedrohliche, unkontrollierte Situation vorwiegend bei Typ 1-Diabetes, die aus einem Mangel an Insulin resultiert. Muss sofort mit Insulin und Elektrolytlösungen behandelt werden. Lebensgefahr!

distale symmetrische Polyneuropathie: Die distale symmetrische Polyneuropathie ist mit über 90 Prozent die häufigste Form der diabetischen Nervenerkrankungen. Die Beschwerden treten typischerweise symmetrisch, also beidseitig auf und betreffen bevorzugt mehrere Nerven bzw. die Nervenabschnitte, die vom Körperstamm am weitesten entfernt sind: das heißt Zehen, Füße oder Finger.

 

E

Einfachzucker: = Monosaccharide. Diese sind ohne Umwandlung sofort verwertbar: Traubenzucker und Fruchtzucker gelangen nach dem Verzehr ohne Umweg über den Verdauungstrakt direkt ins Blut.

EKG: Elektrokardiogramm: Messung der bioelektrischen Potentiale bzw. Potentialdifferenzen, die bei der Erregungsausbreitung und -rückbildung im Herz entstehen, mithilfe eines Elektrokardiographen. Die Ableitung erfolgt mit Hilfe von Elektroden von der Körperoberfläche oder direkt vom Herzen (beispielsweise bei einer Operation). Die Darstellung erfolgt anhand einer Herzstromkurve.

Eklampsie: Zustand von Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen. Tritt auf im Zeitraum von der Mitte einer Schwangerschaft und dem Ende der ersten Woche nach der Geburt.

Embolus (Pl.: Emboli): Gerinnsel (oder auch ein anderer Fremdkörper, wie ein Stück Gewebe oder eine Luftblase) das sich frei im Blutstrom fortbewegt.

Endogenes Insulin: Die Insulinproduktion erfolgt in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes ist die Insulinproduktion praktisch unmöglich durch den Untergang der Betazellen. Bei den meisten Typ-2-Diabetikern kann initial noch Insulin produziert werden, die Körperzellen reagieren jedoch nicht mehr so sensibel darauf. Die Betazellen reagieren mit erhöhter Insulinproduktion, was langfristig zur Ermüdung der Betazellen führt.

Epinephrin: Adrenalin

Erektile Impotenz: ausbleibende Erektion des Penis bei sexueller Erregung des Mannes.

Essen: Bei der Insulinpumpentherapie genießen Sie die größtmögliche Freiheit beim Essen.
Der Verzehr fettreicher Speisen ist unproblematisch regelbar, da bei der Nutzung einer Insulinpumpe ein verzögerter Bolus möglich ist oder bei einem abendlichen Menü ein extra Bolus genutzt werden kann.
Im Zweifelsfall kontrollieren Sie hinterher, ob Sie richtig gelegen haben oder noch einmal korrigieren müssen. Ohne Spritzen, einfach auf Knopfdruck.

Estrioltest: Test zur Messung des Blut- oder Urinspiegels von Estriol (E3, weibliches Hormon). Normale Spiegel bedeuten, dass das Baby wahrscheinlich gesund ist.

Exogenes Insulin: Durch Infusion oder Injektion zugeführtes Insulin.

Exokrine Drüsen: (Echte) Drüsen, die ihre Absonderungen (Sekret) meist durch einen Ausführungsgang an eine freie Oberfläche (Haut, Verdauungstrakt) abgeben. Sie werden unterschieden von endokrinen (unechten) Drüsen, also Blut- oder Hormondrüsen, die keinen Ausführungsgang haben und ihre Absonderungen (»Inkret«; Hormon ) direkt in die Blut- bzw. Lymphgefäße oder ins Gewebe abgeben.

 

F

Fruktose: = Fruchtzucker, gehört zu den Einfachzuckern. Als Zuckeraustauschstoff in zahlreichen Diabetiker-Lebensmitteln enthalten. Ein Gramm Fruktose enthält vier Kilokalorien, 17 Kilojoule und entspricht damit exakt einem Gramm Haushaltszucker. Für den Abbau der gleichen Menge an Fruktose benötigt der Körper weniger Insulin als bei Haushaltszucker.