J

Jet-Injector: Nadelloses Gerät, mit dem man Insulin durch Hochdruck unter die Haut "schießen" kann.

Jojo-Effekt: Wird die Energiezufuhr reduziert, passt sich der Stoffwechsel des Körpers an. Die Nahrung verweilt länger im Verdauungstrakt, um ihre Nährstoffe besser auszunutzen. Während des Gewichtsverlustes schrumpfen die Fettzellen. Ihre Anzahl bleibt jedoch gleich. Im Anschluss an die Diät wird verstärkt Fett eingelagert, um auf "neue Notzeiten" vorbereitet zu sein. Das Körpergewicht ist nun oft höher als zu Beginn der Diät.

 

K

Kalorien: Energieeinheiten, die dem Körper durch Nahrung zugeführt werden. Kohlenhydrate, Proteine und Fett sind die primären Kalorienlieferanten aus der Nahrung, aber auch Alkohol enthält Kalorien. Alle zugeführten Kalorien, die nicht in Energie umgewandelt werden, können als Fett gespeichert werden.

Katheder: Der Katheter ist ein dünner Schlauch mit einer feinen Nadel am Ende, der die Verbindung zwischen Insulinpumpe und Körper herstellt. Durch ihn fließt ständig Insulin. Er wird meistens in der Bauchregion platziert.
Katheter werden nur einmal benutzt und sollten täglich oder jeden zweiten Tag gewechselt werden, um Katheter-Verstopfungen und Verhärtungen der Haut oder gar Entzündungen zu vermeiden.

Kapillarblut: Blut aus den kleinsten Haargefäßen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen: Koronare Herzkrankheit, Atherosklerose, Herzinsuffizienz, Akutes Koronarsyndrom

Katarakt: Eintrübung der Augenlinse (Grauer Star).

Ketoazidose: Gefährlicher Zustand, bei dem der Ketonspiegel im Blut steigt und zu einer Übersäuerung des Körpers führt. Ketone sind giftige Substanzen. Bei Insulinmangel auftretende Stoffwechselentgleisung. Diabetiker mit einer solchen diabetischen Ketoazidose haben einen sehr hohen Blutzuckerwert und das Blut ist übersäuert. Als Folge kann ein Koma auftreten. Sofortiger Handlungsbedarf!

Ketone: (Ketonkörper): Abfallprodukte, die entstehen, wenn Fettsäuren zur Energiegewinnung gespalten werden.

Ketonurie: Vorhandensein von Ketonen im Urin

Ketoplastische Aminosäuren: Bei Abbau dieser Aminosäure entstehen Ketonkörper.

Klinische Proteinurie: Eiweißausscheidung im Urin von > 0.5 g/24 hr. Kann durch einen einfachen Stäbchentest ermittelt werden. Entspricht einer Albuminausscheidung von >300mg/24hr (auf dieser Stufe werden außer Albumin auch andere Proteine ausgeschieden).

Kohlenhydrate: Einer der drei wichtigsten Kalorienlieferanten aus der Nahrung. Kohlenhydrate sind verkettete Zuckermoleküle. Kleinere Ketten werden als einfache Kohlenhydrate bezeichnet, während längere Ketten als komplexe Kohlenhydrate bezeichnet werden. Einfache Kohlenhydrate kommen auf natürliche Weise in Obst, Gemüse und Milchprodukten vor, sowie auch in industriellem Zucker wie Karamell, Honig, Haushaltszucker und Sirup. Komplexe Kohlenhydrate kommen in Form von Stärke in Brot, Cerealien, Gemüse, Reis und Teigwaren vor. Kohlenhydrate werden bei der Verdauung in Glukose gespalten und sind somit der Hauptverursacher von erhöhten Blutzuckerspiegeln.

Kohlenhydrateinheiten: Abkürzungen: KE, KHE. Schätzwert der Kohlenhydratportionen. Eine KE/KHE entspricht ca. zehn bis zwölf Gramm Kohlenhydraten ohne Ballaststoffanteil. Spezielle Tabellen geben Auskunft über die jeweilige Kohlenhydratportion.

Kongenitale Anomalie: strukturelle Abnormität, die schon vor der Geburt entsteht. Auch Geburtsfehler genannt.

Konjugieren: Vorgang, bei dem ein Antikörpermolekül an sein spezifisches Antigen ankoppelt.

Konventionelle Insulintherapie (CT): Starres Insulin-Programm. Ein- bis zweimal täglich wird Mischinsulin gespritzt, und die Aufnahme von Kohlenhydraten (Menge und Zeit) wird festgelegt.

Koronare Herzerkrankung (KHK): Einengung der Herzkranzgefäße durch Ablagerung von Stoffwechselabfallprodukten. Eine dadurch verminderte Durchblutung des Herzmuskels führt zu Angina pectoris-Anfällen oder schlimmstenfalls zum Herzinfarkt.

Kostenübernahme: Die Kosten für die Insulinpumpe und das Zubehör wie Katheter, Batterien, Tragetaschen usw. sowie für Blutzucker-Teststreifen werden von den Kassen in der Regel übernommen.
Zu Beginn der Therapie erstellt Ihr Arzt ein Gutachten über die Notwendigkeit der Insulinpumpentherapie, und die Krankenkasse stellt eine einmalige Kostenübernahme-Erklärung aus.
Sie ist die Basis für weitere Verordnungen durch Ihren Arzt.

Kreatinin: Abbauprodukt von Muskelgewebe. Bei fortgeschrittener Nierenfunktionseinschränkung kommt es zu einer Konzentrationserhöhung im Blut.

Kreatinin-Clearance: Ein Laborwert zur Beurteilung der Nierenfunktion. Kreatinin ist ein Abbauprodukt von Kreatin und wird sowohl im Blut als auch im Urin nachgewiesen. Der gesunde Blutwert liegt zwischen 0,5 und 1,2 mg/dl.

KV: Die KV sind die Kassenärztliche Vereinigungen, die es gewährleisten sollen, dass jeder Versicherungsnehmer effizient von Vertragsärzten versorgt wird.

 

L

Label: Substanz, die durch Anhängen an oder Einschluss in ein anderes Molekül dessen Markierung ermöglicht. Üblicherweise werden radioaktive oder enzymatische Labels verwendet.

Labiler Diabetes: Zustand, der durch extreme Blutzuckerschwankungen in kurzen Zeitabständen gekennzeichnet ist. Kommt bei einem kleinen Prozentsatz bei Typ-1 Patienten vor, vor allem nach dem ersten Jahr. Wird auch als instabiler Diabetes bezeichnet.

LADA-Diabetes: Durch eine Verbesserung der Diagnose-Methoden mit Hilfe immunologischer Verfahren können heute immer häufiger auch im fortgeschrittenen Alter Fälle von Diabetes gefunden werden, die auf eine Autoimmunstörung zurückzuführen sind. Diese Form des Typ 1-Diabetes wird latent autoimmune diabetes in adults (LADA) bezeichnet.

Laktat: Laktat, das Salz der Milchsäure, entsteht bei einer Hypoxie im Gewebe, wenn die dem Körper verfügbare Sauerstoffmenge zu gering, die Laktatbildung erhöht oder der Abbau von Laktat gestört ist. Besondere Bedeutung hat das Laktat daher bei der Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung im Freizeit- oder Leistungssport. Mit der Bestimmung des Laktatspiegels kann der Sportler die optimale Trainingsintensität auswählen und kontrollieren.

Laktatazidose: Übersäuerung (Azidose) des Blutes durch Anhäufung von Milchsäure (Laktat). In ausgeprägten Fällen kann die Laktatazidose zu Schock und Versagen der Nierenfunktion führen. Die Ursachen der Laktatazidose sind vielfältig. Manche Medikamente, z.B. die in der Diabetologie verwendeten Biguanide, können unter bestimmten Umständen zu Laktatazidose führen.

Laktose: = Milchzucker. Ein Doppelzucker (Disaccharid) aus Traubenzucker und Galaktose. In Milch und Milchprodukten. Muss daher als Kohlenhydratportion mitgerechnet werden. Wirkt in größeren Mengen abführend.

Langerhans-Inseln: Zellgruppen innerhalb der Bauchspeicheldrüse. Enthalten Beta-Zellen, Alpha-Zellen und Delta-Zellen oder setzen diese frei.

Lanzette: kleines, scharfes Gerät, mit dem man kleine Einschnitte in der Haut machen kann.

LDL: = Low density lipoprotein. Das "schlechte Cholesterin". Eine Erhöhung der LDL-Werte bedingt ein steigendes Risiko für Herzerkrankungen. Als behandlungsbedürftig gilt allgemein ein Blutspiegel über 130 mg/dl.

Lipoproteine: Ein Molekül, das zu einem Teil aus Lipid (Fett) und zu einem Teil aus Protein (Eiweiß) besteht (z.B. HDL- und LDL-Cholesterin). Die übliche Verteilung der Blut-Lipide kann beim Diabetiker verändert sein. Lipoproteine werden in verschiedene Kategorien eingeteilt: very-low-density (VLDL), low-density (LDL) und high-density (HDL)-Lipoproteine. Letztere haben eine schützende Wirkung vor Arteriosklerose.

Libido: Sexualtrieb