M

Makroangiopathie: Krankhafte Verhärtung der großen und größeren Blutgefäße.

Makula-Ödem: Anschwellen der Retina infolge von Flüssigkeitsüberschuss.

Maltose: = Malzzucker. Ein Doppelzucker (Disaccharid) aus zwei Teilen Traubenzucker. In Bier und Malzbier enthalten. Hat keine direkte Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Kann gastrointestinale Nebenwirkungen (= Magen-Darm-Beschwerden) hervorrufen.

Metabolisches Syndrom: Eine Stoffwechselerkrankung, die mehrere Bereiche einschließt: Adipositas (Fettleibigkeit), erhöhte Blutfette, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes.

Metformin: Ein orales Antidiabetikum. Gehört zur Klasse der Biguanide.

mg/dl: Milligramm pro Deziliter = ein Tausendstel Gramm auf einen Zehntel Liter. Standard der Maßeinheit u.a. für den Blutzuckerwert. Normalwert nüchtern: 60 - 100 mg/dl.

Mikroalbuminurie: sehr geringer Proteingehalt im Urin. Sehr früher Hinweis auf Nierenschädigung. Ferner ein Hinweis auf erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen. Kann bei rechtzeitigem Erkennen und Behandlung den Verlauf von Diabetes deutlich bessern.

Mikroangiopathie: Typische Spätfolge des Diabetes mellitus, die auf Störungen der Durchblutung in den kleinen und kleinsten arteriellen Gefäßen zurückzuführen ist.

mmol/l: Millimol pro Liter = ein Tausendstel Mol auf einen Liter, ebenfalls eine gängige Maßeinheit für Blutzuckermessung, wird in vielen europäischen Ländern genutzt. Normalwert nüchtern: 3,3 - 5,5 mmol/l.

Myokardinfarkt (M.I.): Schädigung des Herzmuskels, die durch Verstopfung einer oder mehrerer Koronararterien verursacht wird. Herzinfarkt.

 

N

Nährstoffe: Energieliefernde N.: Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate liefern Energie (Kilokalorien/Kilojoule) Energiefreie N.: Wasser, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Farb-, Duft- und Geschmacksstoffe. Alle Nährstoffe sind lebensnotwendig und werden über die Nahrung aufgenommen. Tabellen geben Auskunft über den jeweiligen Gehalt an Kohlenhydraten pro Portion.

Nephron: strukturelle und funktionelle Niereneinheit

Nephropathie: jede Funktionsbeeinträchtigung oder Schädigung der Niere. Siehe: Diabetische Nephropathie

Neuropathie: Schädigung mehrerer Nerven, in der Regel durch Stoffwechselstörungen. Siehe: Diabetische Polyneuropathie

Nicht-proliferative Retinopathie: ein Typ der diabetischen Retinopathie. Kennzeichnend sind das Auftreten von Blutungen, Flüssigkeitsansammlung, sowie abnorme Erweiterung der Blutgefässe. Wird auch als einfache Retinopathie bezeichnet.

Nierenschwelle: Wenn die Blutzuckerwerte bei einem Menschen mit Diabetes ansteigen und dabei eine Konzentration von 150 bis 200 mg/dl übersteigen, dann wird Glukose auch im Urin ausgeschieden. Die Blutzuckerkonzentration, bei der die Harnzuckerausscheidung beginnt, wird als Nierenschwelle bezeichnet.

Noninvasive Blutzuckermessung: Bestimmung des Blutzuckers durch die Haut.

Normalinsulin: Gelegentlich verwendeter Begriff für Altinsulin (also kurzwirkendes Insulin).

Nüchternblutzucker: Den Nüchternblutzuckerwert misst man vor der ersten Tagesmahlzeit. Werte aus dem venösen Blut über 126 mg/dl und Werte aus der Fingerbeere von über 110 mgl/dl geben Hinweis auf einen Diabetes mellitus.

Nüchterntest auf Plasmaglukose: diagnostischer Test auf Diabetes, bei dem der Patient vom Vorabend an nichts mehr essen und trinken darf.

 

O

Orale Antidiabetika: Blutzuckersenkende Medikamente in Tablettenform. Kommen nur für Typ-2-Diabetes in Frage.

Oraler Glukose-Toleranz-Test: Dieser Test prüft die Fähigkeit des Organismus, eine Standard-Menge an Glukose abzubauen. Die Glukose wird als Zuckerlösung getrunken. Der Blutzuckerwert nach zwei Stunden kann zur Beurteilung verwertet werden.

Oraler Glukoseverträglichkeitstest (OGTT): diagnostischer Test auf Zuckerstoffwechselbeeinträchtigung. Der Patient muss über Nacht fasten, am nächsten Morgen werden einige Blutproben entnommen (im Laufe von zwei Stunden), vor und nachdem der Patient ein standardisiertes zuckerhaltiges Getränk zu sich genommen hat.

Orale blutzuckersenkende Arzneimittel: einige Typ-2-Patienten nehmen die Medikamente über den Mund ein, um die Senkung des Blutzuckerspiegels zu unterstützen. Diese Medikamente enthalten kein Insulin, regen aber die körpereigene Insulinproduktion zur Blutzuckersenkung an.

Oxidation: Prozess, bei dem sich ein Stoff mit Sauerstoff verbindet.