P

Pankreas: große Drüse im hinteren Teil des Bauchraums. Enthält Zellgruppen, wie auch Beta-Zellen, die Insulin ausschütten. Sondert außerdem einen Verdauungssaft in den Dünndarm ab. Siehe Bauchspeicheldrüse.

Pankreata: Mehrzahl von Pankreas.

Pankreatektomie: Chirurgische Entfernung des Pankreas

Parameter: Ausdruck in der Biowissenschaft für eine Variable, die gemessen wird, z.B. bei Glukose.

Parästhesie: Gefühl von Taubheit, Stechen oder Kribbeln, manchmal auch Schmerz.

Pedographie: Die Pedographie erfaßt die Verteilung des Druckes, den das Körpergewicht auf den Fuß ausübt. Drucksensoren in einer Matte oder einer in den Schuh eingelegten Folie ermitteln die Kräfte, die während des Gehens auf den Fuß einwirken. Mit orthopädischen Schuhen ist eine Umverteilung des Druckes möglich, und so können Geschwüre oftmals verhindert werden.

Photokoagulation: Prozess, bei dem Licht- oder Laserstrahlen eingesetzt werden, um lokale Blutgerinnung zu erzielen. Dient zum Verschluss von blutenden Blutgefäßen sowie zur Behandlung anderer Augenerkrankungen.

PKC-Inhibitoren: Ein denkbarer Therapieansatz zur Vermeidung oder Behandlung von Diabetes-Folgeschäden ist der Einsatz sogenannter Protein-Kinase-C-Inhibitoren (PKC-Inhibitoren). Die PKC stellt eine Enzymfamilie dar (also chemisch verwandte Proteine, die im Körper bestimmte biochemische Reaktionen ermöglichen), deren Bedeutung bei der Entstehung von Folgeschäden in den letzten Jahren mehr Beachtung gefunden hat. Es ist bekannt, daß eine Hyperglykämie die Bildung einer Substanz verstärkt, die die PKC stimuliert. Die PKC-Aktivierung führt zu einer gestörten Gefäßsituation. Abnormale Gefäßsituationen werden als wesentllicher Mechanismus für die Entstehung von diabetischen Folgeschäden angenommen. Die klinischen Auswirkungen der PKC-Aktivierung mündet über veschiedene Mechanismen in Gefäß- und Nervenveränderungen mit Krankheitsbildern wie Retinopathie, kardiovaskuläre Erkrankungen und eben auch erektile Dysfunktion. Bei den PKC-Inhibitoren besteht die Hoffnung, in den Krankheitsprozess der Gefäß- und Nervenveränderungen ursächlich einzugreifen und somit deren Entwicklung zu verlangsamen oder verhindern zu können. Gelinge dies, hätte es für die Verhinderung der erektilen Dysfunktion, aber auch nicht nur für diesen Folgeschaden, eine immense Bedeutung.

Plasma: ca. 55 % des Gesamtblutes, enthält überwiegend Eiweiße.

Polydipsie: übermäßiger Durst.

Polyneuropathie: Siehe: Diabetische Polyneuropathie

Polyphagie: übermäßiger Appetit und Überessen.

Polysaccharide: = Vielfachzucker. Zusammen gesetzt aus langen Einfachzuckerketten. Erst durch den Abbau in die einzelnen Zuckerbestandteile gelangen sie z. B. als Glukose ins Blut und wirken sich auf den Blutzuckerspiegel aus. Beispiel: Stärke (enthalten in Kartoffeln, Mehl, Reis usw.)

Polyurie: häufiges Wasserlassen.

Proliferative Retinopathie: ein Typ der diabetischen Retinopathie, der gekennzeichnet ist durch das Wachstum neuer Blutgefäße im Auge, in Verbindung mit Blutungen. Frühe Behandlung mit Hilfe von Photocoagulation ist notwendig, um einer Erblindung vorzubeugen. Fortgeschrittene Form einer Augenerkrankung bei Diabetes.

Prostaglandin E1: Prostaglandin E1 gehört zu einer Familie von hormonähnlichen Substanzen, die vielfältige Wirkungen im Körper haben.

Protein: = Eiweiß. Aus Aminosäuren zusammengesetzte Naturstoffe des Körpers, erfüllen vielfältige Funktionen im Körper (z. B. Baustoff von Membranen und Zellen, Transport für Stoffe in Körperflüssigkeiten), Insulin.

Proteinurie: Nachweis von Protein (Eiweiß) im Urin als ein Hinweis auf mögliche Nierenschäden.

präprandial: Vor der Mahlzeit

Pumpenzentrum: In der Bundesrepublik gibt es eine Reihe von Krankenhäusern und Diabetes-Schwerpunktpraxen, die Diabetiker über die Insulinpumpentherapie informieren, auf Insulinpumpen einstellen, sie schulen und auch später weiter betreuen.
Eines dieser sogenannten Pumpenzentren sollte auch im Umkreis von ca. 50 km von Ihrem Wohnort erreichbar sein.

 

Q

Quellstoffe: = Dickungs- oder Geliermittel, Polysaccharide außer Gelatine und Milcheiweiß. In Fertiggerichten und zur Stabilisierung von Cremes, Eis, Desserts.

 

R

Retinopathie: Erkrankung der Retina, dem lichterkennenden Gewebe im Auge.

Rezeptoren: Bindungsstellen an einer Zelle, die mit bestimmten Stoffen nach dem "Schlüssel-Schloss-Prinzip" reagieren.

Rohrzucker: = Zucker aus Zuckerrohr, Saccharose. Enthält wie Haushaltszucker keine Vitamine oder Mineralstoffe und wirkt sich direkt auf den Blutzuckerspiegel aus.