S

Saccharose: = Rohr-, Rüben- oder Haushaltszucker ist ein Zweifachzucker (Disaccharid) aus je einem Teil Trauben- und Fruchtzucker. Nach Spaltung im Blut in Glukose und Fruktose wirkt sich die Glukose auf den Blutzuckerspiegel aus.

Schlafen: Durch die konstante Versorgung mit dem Insulin-Grundbedarf ist Ausschlafen kein Problem.
Die meisten Diabetiker lassen ihre Insulinpumpe beim Schlafen locker neben sich liegen oder befestigen sie mit einem passenden Gürtel locker am Körper.
Noch ein Wort zum Thema Sex: Ob mit oder ohne Insulinpumpe ist eine Frage der persönlichen Erfahrung.
Sie sind nicht abhängig von der Pumpe, können sie bei Bedarf also schnell ablegen und eine längere Unterbrechung über einen kleinen Bolus ausgleichen.

Schlaganfall: Wird durch eine Blutung im Gehirn oder durch einen Embolus oder Thrombus ausgelöst, der eine Arterie blockiert. Wird auch zerebrovaskulärer Insult (Hirnschlag) genannt. Er kann mit vorübergehenden oder bleibenden Schäden wie einer Halbseitslähmung einhergehen.

Schwangerschaftsdiabetes: Zustand, bei dem Frauen, die vorher keinen Diabetes hatten, während der Schwangerschaft erhöhte Blutzuckerspiegel entwickeln. Diagnose in der 24.-28. Woche. Meistens normalisieren sich die Werte nach der Geburt wieder, aber etwa 50% aller Mütter mit einem Schwangerschaftsdiabetes entwickeln später einen Typ-2 Diabetes.

Schulung: Wenn Sie sich für eine Insulinpumpe entscheiden, steht am Anfang eine intensive Schulung von ein bis zwei Wochen - ambulant oder stationär, in einem Pumpenzentrum.
Während dieser Zeit lernen Sie Ihre Insulinpumpe kennen und erfahren, wie Sie auf verschiedene mögliche Situationen richtig reagieren.
Anhand von Blutzucker-Kontrollen überprüfen Sie Ihre Stoffwechseleinstellung.
Diese Schulung ist sehr intensiv und bereitet Sie umfassend auf den Alltag mit Ihrer Pumpe vor.
Sollten später trotzdem noch Fragen auftauchen, können Sie sich jederzeit an Ihr Pumpenzentrum bzw. Ihren Arzt wenden.

Sekundärer Diabetes: Zustand, bei dem die Bauchspeicheldrüse oder ein anderes Organ durch Krankheit, Chemikalien oder Medikamente geschädigt wird und somit die Insulinproduktion beeinträchtigt wird.

Serum: Blutwasser; der von Fibrin und Blutkörperchen befreite wässrige Bestandteil des Blutes.

Serum Fructosamin-Test: Test, bei dem der Spiegel von zuckerhaltigen Serumproteinen gemessen wird, was bis zu einem gewissen Grad die Blutzuckerspiegel der vergangenen 2-3 Wochen widerspiegelt. Der Test ist nur begrenzt nützlich, da sich die Testergebnisse überschneiden. Korreliert nicht gut mit dem HbA1c-Test.

SMBG: Self-monitoring of blood glucose, d.h. Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels. Betrifft Diabetes-Patienten, die eigenständig ihren Blutzuckerspiegel ermitteln, um ihre Krankheit in den Griff zu bekommen.

Somatostatin: Hormon, das von den Delta-Zellen der Langerhans-Inseln produziert wird. Unterstützt die Regulierung des Blutzuckerspiegels durch kontrollierte Insulin- und Glukagonausschüttung zwischen den Mahlzeiten.

Somatotropin (Wachstumshormon): Hormon, das von der Hypophyse produziert wird. Erhöht den Blutzuckerspiegel.

Somogyi-Effekt: Schwankung zwischen sehr hohem und sehr niedrigem Blutzuckerspiegel, welche infolge einer Insulinreaktion während der Nacht entsteht.

Sport: Die Insulinpumpentherapie bietet Ihnen größtmögliche Freiheiten, wenn Sie gerne Sport treiben.
Auch wenn Sie auf andere Weise körperlich aktiv sind, z.B. lange Spaziergänge machen, im Garten arbeiten oder anstrengende Hausarbeiten verrichten, ist die Insulinpumpe ideal, um flexibel auf den veränderten Insulinbedarf zu reagieren.
Nur bei den Insulinpumpen von Disetronic können Sie die Basalrate auf Knopfdruck prozentual senken und erhöhen, ohne die Programmierung zu verändern.

St. Vincent-Deklaration: Nach einer europäischen Konferenz in St. Vicente/Italien forderte die WHO und die IDF, dass innerhalb von fünf Jahren die Erblindungen, Amputationen und Nierenversagen, die durch Diabetes hervorgerufen worden sind zu senken.

Sulfonylharnstoffe: Diese Medikamentengruppe werden als Tabletten bei Typ-2-Diabetes am häufigsten verwendet. Sie regen die Ausschüttung von Insulin aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse an.

 

T

Testosteron: männliches Sexualhormon

Thrombolytisches Mittel: gerinnselauflösendes Mittel.

Thrombus (Pl.: Thromben): Blutgerinnsel, das sich z.B. auf den Innenwänden von Blutgefäßen bildet.

Trabekelmuskulatur: Muskulatur mit bälkchenförmiger Struktur, die unter anderem im Penis und im Herzen vorkommt.

Tragen: Die Insulinpumpe können Sie in einer passenden Tragetasche am Gürtel, in der Hosen- oder in der Hemdentasche tragen.

Triglyceride: Fettstoffe des Körpers, die zusammengesetzt sind aus drei Fettsäuren (Tri-) und Glycerol (-glyzerid). Die im Blut gemessenen Triglyzeride sind oft bei schlecht geführtem Diabetes oder bei Übergewicht erhöht.

Typ-1-Diabetes: der Typ von Diabetes, bei dem die Bauchspeicheldrüse kein oder nur sehr geringe Mengen von Insulin produziert. Für Typ-1-Patienten ist die Insulin-Injektion lebenswichtig.

Typ-2-Diabetes: der Typ von Diabetes, bei dem der Körper das körpereigene Insulin nicht effektiv verwerten kann oder nicht ausreichend Insulin produziert.

 

U

UKPDS: United Kingdom Prospective Diabetes Study. Die größte Langzeitstudie (über 10 Jahre) zum Typ-2-Diabetes: Die ersten Ergebnisse wurden 1998 veröffentlicht. Wichtigstes Ergebnis: "Das Auftreten von Folgeerkrankungen hängt von der Höhe der Hyperglykämie ab."

Ultraschall: Nicht-invasive Methode zur Betrachtung verschiedener Gewebe und Organe. Wird z.B. häufig zwischen der 18. und 28. Woche angewendet, um den Schwangerschaftsverlauf zu kontrollieren und körperliche Missbildungen beim Baby festzustellen.

Unterzuckerung: Siehe: Hypoglykämie.