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Wie vermeidet man Luftblasen in der Insulinampulle?
Wird Insulin selbst in leere Ampullen umgefüllt oder direkt aus dem Kühlschrank in die Insulinpumpe eingesetzt, können sich Luftblasen in der Ampulle bilden - auch, wenn vorher bei den Fertigampullen keine vorhanden waren. Der Grund: Das Insulin hat aus dem Kühlschrank kommend, eine zu geringe Temperatur - es "gast" aus und es bilden sich Luftblasen. Das Phänomen ist bekannt: Das Gleiche tritt bei der Erwärmung von kaltem Wasser auf.
Luftblasen stören die Insulinzufuhr
Gelangt diese Luftblase aus der Ampulle in das Infusionsset, wird sie in Richtung Kanüle vorgeschoben. Während dieser Zeit, in der die Luftblase abgegeben wird, gelangt kein Insulin unter die Haut - der Blutzucker steigt an. Hat die Ampulle dagegen bereits vor dem Einsetzen in die Insulinpumpe die richtige "Betriebstemperatur" von über 30 Grad Celsius, sind die Luftblasen schon vorhanden und können beim Füllen des Infusionssets gleich entfernt werden.
Für die Praxis:
- Insulin rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen (ca. 1 Tag vor der Verwendung).
- Spätestens 1-2 Stunden vor dem Einsetzen in die Pumpe das Insulin auf Körpertemperatur (in der Brust- oder Hosentasche) bringen oder ca. 15 Minuten vor dem Einsatz die Ampulle/die Flasche fest mit einer Hand umschließen.
- Insulin langsam aufziehen. Integrierte Umfüllhilfen erleichtern heutzutage das Aufziehen.
- Luftblasen beim Wechseln des Infusionssets vermeiden:
- Insulinpumpe senkrecht hinstellen,
- Katheter-Füllprogramm starten,
- mit dem Finger dabei an den Adapter klopfen.
- Insulinpumpe mit dem Adapter nach unten tragen.







