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08. Dezember 2009
Übergewicht und Diabetes: Fettzellen fördern Insulinresistenz

In einer Studie der australischen Monash University wurde ein entscheidender Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und der Entstehung von Typ-2-Diabetes nachgewiesen: Das Team um Associate Prof. Matthew Watt fand heraus, dass Fettzellen ein neu entdecktes Protein mit der Bezeichnung PEDF (pigment epithelium-derived factor) ausschütten. Dieses Protein löst eine Kettenreaktion aus, die zur Entstehung von Typ-2-Diabetes führt. Nach Ausschüttung von PEDF in den Blutstrom werden Muskeln und die Leber unempfindlich gegen Insulin. Die Bauchspeicheldrüse produziert mehr Insulin - mit der Folge, dass diese überlastet wird. Letztendlich wird dadurch die Produktion von Insulin in der Bauspeicheldrüse verlangsamt oder gestoppt, was zur Entstehung von Typ-2- Diabetes führt.

In der nun vorliegenden Studie konnte das Team um Prof. Watt nachweisen, dass PEDF nicht nur für mit Typ-2-Diabetes verbundene Komplikationen verantwortlich ist, sondern dass die Blockierung von PEDF diesen Prozess umkehren kann. Die Insulin-Sensitivität des Körpers kehrte zurück, wodurch kein zusätzliches Insulin zur Regulierung des Blutzuckerspiegels benötigt wurde. Wissenschaftler können nun die Erkenntnisse zum bestehenden Zusammenhang nutzen, um neue Medikamente zur besseren Behandlung von Typ-2-Diabetes zu entwickeln.

Quelle: IRH Institut Ranke-Heinemann, Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund, PM 22.7.2009, www.idw-online.de/pages/de/news326922

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