Einen Augenblick, bitte

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Der Anblick von etwas Schönem macht Lust aufs Leben - deshalb sollten Menschen mit Diabetes gut auf ihre Augen achten. Das gilt besonders für Betroffene mit Typ-1-Diabetes, denn rund 90 Prozent von ihnen haben 20 Jahre nach Beginn der Stoffwechselstörung Schäden an der Netzhaut.

Um gesund zu bleiben, sollten sich Menschen mit Diabetes einmal im Jahr vom Augenarzt untersuchen lassen. Frühzeitig behandelt müssen Veränderungen an der Netzhaut die Sehkraft nicht zwangsläufig einschränken. Das Wichtigste ist jedoch, auf eine gute Einstellung des Blutzuckers zu achten. Gemeinsam mit der Vermeidung von zu hohem Blutdruck ist das immer noch der beste Schutz vor einer diabetischen Retinopathie.

Regelmäßige Augenübungen helfen

Unsere Augen müssen jeden Tag viel leisten. Beim Lesen, Autofahren oder bei der Arbeit am Bildschirm kommt es auf gutes Sehen an. Doch vor allem das stundenlange Starren in eine Richtung ermüdet die Augen. Es widerspricht nämlich unserem natürlichen Sehen, bei dem die Augen umherschweifen. Brennen, Trockenheit, verschwommene Sicht, Verspannungen und Kopfschmerzen sind mögliche Folgen. Unser Tipp: Machen Sie alle zwei Stunden eine mindestens zehnminütige Pause, denn so bewahren Sie sich die Leistungsfähigkeit Ihrer Augen. Augenübungen helfen, bewusst zu entspannen. Zwinkern und Blinzeln regen den Tränenfluss an und verhindern, dass die Augen austrocknen und brennen. Herzhaftes Gähnen hat den gleichen Effekt. Und wer sich eine Fliege vorstellt und deren schnelle Bewegungen verfolgt, trainiert das Umstellen von Nah- auf Fernblick. Sie können auch die Finger zur Hilfe nehmen: Halten Sie einen Zeigefinger etwa 15 Zentimeter vor die Nase, den anderen 15 Zentimeter dahinter. Wählen Sie zusätzlich noch einen dritten, weiter entfernt liegenden Punkt im Zimmer. Wechseln Sie nun einige Minuten im gleichmäßigen Rhythmus von einem Fixpunkt zum anderen.

Palmieren erfrischt müde Augen und hilft gegen Rötungen: Reiben Sie die Handflächen aneinander. Legen Sie diese gewölbt über die geschlossenen Augen, sodass die Finger auf der Stirn ruhen. Senken Sie den Kopf und stützen Sie ihn auf die Ellbogen. Denken Sie an etwas Schönes und konzentrieren Sie sich auf diese Bilder. Nehmen Sie die Hände langsam von den Augen. Wiederholen Sie die Übung regelmäßig, um Ihre Augen so zu erfrischen.

Diabetische Retinopathie
Zu hohe Blutzuckerwerte schädigen die Gefäße in der Netzhaut. Die Gefäßwände werden durchlässig. Blut tritt in das umliegende Gewebe aus. Das beeinflusst das Sehen nicht oder kaum. Schreitet die Krankheit fort, bilden sich neue, teilweise fehlerhaft Blutgefäße. Es kann zu Blutungen und Ablagerungen in der Netzhaut und im Glaskörper des Auges sowie zur Ablösung der Netzhaut kommen. Das Sehvermögen nimmt stark ab. Schwere Schäden an der Netzhaut lassen sich nicht rückgängig machen, doch eine Behandlung hält das Fortschreiten der Krankheit auf. Unbehandelt kann eine diabetische Retinopathie zum Erblinden führen.
Vorbeugemaßnahmen
  1. Gehen Sie einmal im Jahr zum Augenarzt. Frühzeitig erkannt kann eine Lasertherapie das Fortschreiten der Retinopathie verhindern.
  2. Neben Diabetes ist zu hoher Blutdruck die häufigste Ursache für Netzhautschädigungen. Dagegen helfen Bewegung, gesunde Ernährung und nicht zu rauchen.
  3. Achten Sie auf den Blutzuckerwert. Eine gute Einstellung ist die wirksamste Vorbeugung einer diabetischen Retinopathie. Also messen Sie regelmäßig, dokumentieren Sie die Werte und besprechen Sie sie mit Ihrem Arzt.

Die Tipps zur Prävention wurden von Augenärztin Dr. Franziska Bicheler zusammengestellt.

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