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Moderne Diabetestechnologie – wie sie den Alltag mit Diabetes beeinflusst

Moderne Diabetestechnologie – wie sie den Alltag mit Diabetes beeinflusstModerne Diabetestechnologie er-
leichtert den Alltag – die vielen verfüg-
baren Daten bringen für Menschen
mit Diabetes jedoch auch
Herausforderungen.

Gut 8.700 Stunden hat ein Jahr – viele davon verbringen Menschen mit Diabetes damit, ihren Blutzucker zu kontrollieren, an ihre Diabetesmedikamente zu denken, CGM-Verläufe zu studieren oder Insulin zu spritzen, weiß die Psychologin Prof. Karin Lange (Hannover), die bei der DDG-Jahrestagung am 11. Mai 2018 in Berlin über die Auswirkungen von Diabetestechnik auf die Psyche sprach. Technische Helfer können den Alltag immens erleichtern. Doch sie bringen auch Herausforderungen mit sich, mit denen man zunächst einmal lernen muss umzugehen: Viele Daten, Alarme und nicht zuletzt lückenlose Glukosekurven, die jeden Ausreißer zeigen.


Technik schenkt bessere Lebensqualität und mehr Übersicht über den Diabetes

Der Einsatz moderner Diabetestechnologie kann Anwenderinnen und Anwender im Alltag immens entlasten. Zu diesen hilfreichen technischen Begleitern gehören z. B. Smart Insulin-Pens mit Memory-Funktion wie Pendiq 2.0 oder auch rtCGM-Systeme wie das Eversense XL CGM-System, bei dem ein kleiner Sensor unter die Haut eingebracht wird und dort neuerdings bis zu 6 Monate lang kontinuierlich die Glukosewerte misst und über einen Smart Transmitter an die dazugehörige Smartphone-App überträgt. Studien [2, 3] zeigen, dass mit technischen Hilfsmitteln wie diesen die Angst vor Unterzuckerungen und auch allgemeine Belastungen im Alltag weniger werden. Gleichzeitig verbessert sich die Lebensqualität – und das Gefühl, mehr Übersicht über den Diabetes zu haben.

Umfassendes Diabeteswissen notwendig – wie Sie es am besten einsetzen

Doch auch wenn innovative Technik beim Diabetesmanagement hilft, kommen Menschen mit Diabetes nicht umhin, sich viel Wissen rund um ihre Stoffwechselerkrankung anzueignen: Wie wirkt Insulin? Welchen Effekt hat der Verzehr von Kohlenhydraten, Fett und Proteinen? Wie wirkt sich körperliche Aktivität aus? Warum wirkt Insulin nicht sofort nach der Injektion? Wieso ist der Gewebeglukosewert gegenüber der Blutglukose verzögert?

Nach diesem Wissen müssen Menschen mit Diabetes dann auch konsequent handeln – und das ist manchmal gar nicht so einfach: Da schlägt der CGM-Empfänger Alarm, weil der Glukosewert stark ansteigt und die lückenlose Glukoseprofile zeigen jeden Ausreißer und jede Nachlässigkeit. "Hier brauchen Menschen mit Diabetes eine große Frustrationstoleranz und auch ein hohes Maß an Impulskontrolle", erklärte Prof. Lange. Ihre Tipps:

  • Akzeptieren Sie, dass auch die fortschrittlichste Technik nicht immer verhindern kann, dass die Glukosewerte gelegentlich aus dem Ruder laufen.
  • Versuchen Sie zu vermeiden, einen hohen Glukosewert allzu schnell zu korrigieren und damit eine Hypoglykämie zu riskieren.
  • Keine Panik, auch wenn die Glukosekurve einmal ausreißt! Bleiben Sie zunächst gelassen und analysieren Sie die Situation in Ruhe.
  • Machen Sie selbst keine unnötigen Vorwürfe, sondern sagen Sie sich: "Ich habe versucht, es gut zu machen. Leider hat es dieses Mal nicht geklappt – doch dafür wird es beim nächsten Mal klappen!"
Weitere Unterstützungsangebote: Online-Foren und persönliche Beratung in der Diabetespraxis

E-Health-Angebote wie Online-Schulungen oder der Austausch in Internet-Communities können nach Einschätzung von Prof. Lange helfen, im Umgang mit der Diabetestechnik mehr Sicherheit zu gewinnen. "Doch die Technologie kann die persönliche Beratung und Schulung nicht ersetzen." Deshalb ist es ihr wichtig, dass man sich auch in den Diabetespraxen darauf einstellt, dass vermehrt Patientinnen und Patienten dort ein- und ausgehen, die jede Menge Technik und Diabetesdaten mit sich herumtragen. Denn immerhin bringt es die digitale Technik mit sich, dass Menschen mit Diabetes ihren Behandlungsteams lückenlos sämtliche Daten offenlegen. Da bleibt nichts verborgen: weder der vergessene Bolus für den Snack am Nachmittag, noch die Glukoseschwankungen nach der Party mit ein paar Gläsern zu viel Alkohol. "Ärztinnen und Ärzte brauchen neue Gesprächstechniken, um mit Menschen mit Diabetes über all diese Daten zu sprechen", forderte Prof. Lange, "und dazu gehört auch, dass sie die Kunst beherrschen, manche Ausreißer einfach geflissentlich zu übersehen."

Quellen:
  1. Human factors: Bedeutsamkeit bei der Diabetestechnologie. Vortrag von Prof. Karin Lange im Rahmen der DDG-Jahrestagung am 11. 5. 2018
  2. S. R. Patton und M. A. Clements: Psychological Reactions Associated with Continuous Glucose Monitoring in Youth. In: Journal of Diabetes Science and Technology 2016 http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1932296816638109
  3. V. Franklin: Influences on Technology Use and Efficiacy in Type 1 Diabetes. In: Journal of Diabetes Science and Technology 2016 http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1932296816639315
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