Die Lizenz zum Fahren

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Wer als Autofahrer mit Diabetes in einen Unfall verwickelt wird, muss im Zweifelsfall seine Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs nachweisen. Ein verkehrsmedizinisches Gutachten kann jedoch nicht jeder Arzt ausstellen. Eine neue Datenbank hilft dabei, verkehrsmedizinische Gutachter zu finden, die zugleich Diabetologen sind.

Wer am Steuer sitzt, trägt eine besondere Verantwortung - für sich, für die Mitfahrenden und für alle, die ebenfalls zur gleichen Zeit am fast gleichen Ort unterwegs sind. Wer zudem einen Diabetes mellitus hat, dessen Behandlung eine Unterzuckerung zur Folge haben könnte, muss noch mehr Verantwortung übernehmen: beispielsweise mit einer Blutzuckermessung vor Fahrtbeginn, schnell verfügbaren Kohlenhydraten in Reichweite und einer besonderen Achtsamkeit für Unterzuckerungsanzeichen.

Menschen mit Diabetes verursachen am Steuer nicht mehr oder weniger Unfälle als alle anderen auch. Dennoch können sie von amtlicher Seite in die Pflicht genommen werden. Wenn es zu einem Unfall gekommen ist und die Behörde Bedenken an der Fahreignung hegt, wird sie ein Gutachten einfordern, das von einem Arzt mit verkehrsmedizinischer Zusatzqualifikation ausgestellt worden sein muss. Nicht immer ist ein vorangegangener Unfall der Anlass, manchmal genügt es bereits, dass die Behörde Hinweise darauf erhalten hat, dass ein Diabetes vorliegen könnte. Verweigern Betroffene es, das Gutachten vorzulegen, kann die Behörde davon ausgehen, dass keine Fahreignung besteht. Die Folge: Der Führerschein könnte sofort entzogen werden.

Für Menschen mit Diabetes war es bislang nicht einfach, einen für verkehrsmedizinische Gutachten zugelassenen Arzt zu finden, der sich gleichzeitig gut mit Diabetes auskennt. Eine neue Datenbank erleichtert nun die Suche nach verkehrsmedizinisch versierten Diabetologen, darüber berichtet Rechtsanwalt Oliver Ebert in der Maiausgabe der Zeitschrift Diabetes-Journal. Auf der Webseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft gibt es eine bundesweite Arztsuche für Diabetologen, die zugleich verkehrsmedizinische Gutachten erstellen dürfen. Bei der Arztsuche kann unter "Weitere Suchkriterien" der Begriff "verkehrsmedizinischer Gutachter" ausgewählt werden.

Die Kosten für solch ein Gutachten sind von den Betroffenen selbst zu tragen und können zwischen 200 und 600 Euro liegen. Allerdings gibt es hierfür keine verbindlichen oder allgemeingültigen Vergütungssätze. Deshalb sollte die Kostenfrage mit dem jeweiligen Arzt im Vorfeld geklärt werden.

Wer umsichtig und verantwortungsvoll fährt, profitiert also nicht nur in punkto Fahrsicherheit, sondern erspart sich möglicherweise auch Ärger und Kosten an anderer Stelle.

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