Studie zu Langzeitfolgen von Schwangerschaftsdiabetes

Accu-Chek Services - Studie zu Langzeitfolgen

Was bestimmt, ob Frauen nach der Schwangerschaft einen Diabetes entwickeln? Am Universitätsklinikum Tübingen werden die Langzeitfolgen von Schwangerschaftsdiabetes für Mutter und Kind erforscht.

Seit März 2012 wird allen Frauen in der Schwangerschaft ein Zuckerbelastungstest zur Früherkennung eines Schwangerschaftsdiabetes als Kassenleistung angeboten. Der routinemäßige Test wird bei allen Schwangeren in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Ein beginnender Schwangerschaftsdiabetes kann so rechtzeitig erkannt werden bevor Komplikationen auftreten.

Wenn ein Schwangerschaftsdiabetes gut behandelt wird, verläuft die Schwangerschaft normal ohne Komplikationen und die Frauen bringen ein gesundes Kind zur Welt. Die Therapie ist bei rechtzeitiger Diagnose vergleichsweise einfach: "Wir wissen, dass schon durch einfache Blutzuckermessungen und eine Umstellung der Ernährung das Risiko für Mutter und Kind erheblich gesenkt werden kann. Medikamente sind nur in Einzelfällen notwendig", weiß Frau Priv. Doz. Dr. Anita Hennige, Oberärztin an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen.

Nicht vermeiden lässt sich durch die heutige Therapie, dass Frauen nach einem Schwangerschaftsdiabetes ein vielfach höheres Risiko haben, später an einem dauerhaften Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, obwohl die Blutzuckerwerte nach der Geburt erstmal völlig normal waren.

Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2 in der Verwandtschaft und bestimmte genetische Veränderungen sind bereits bekannte Risikofaktoren. Aber es gibt auch unbekannte Faktoren. Es ist immer noch unklar, welche Frau tatsächlich ein erhöhtes Risiko hat und was sie tun kann, um das Risiko zu senken.

Ein neues Forschungsprojekt am Universitätsklinikum Tübingen soll nun herausfinden: Was bestimmt, ob Frauen nach der Schwangerschaft einen Diabetes entwickeln? Welche Risikofaktoren sind dafür bekannt? Ist es die verschlechterte Insulinwirkung oder doch eher ein Mangel an Insulin?

Die neue Studie wird von der Medizinischen Klinik in Zusammenarbeit mit der Universitäts-Frauenklinik Tübingen durchgeführt und findet in enger Kooperation mit den weiteren Standorten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) in München, Düsseldorf und Dresden statt.

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