Auf Segelabenteuer mit den Diabetes-Kids

Auf Segelabenteuer mit den Diabetes-Kids

Pfingsten 2014 im Hafen von Harlingen (Niederlande): der prächtige Dreimaster „Nooderlicht“ sticht in See – an Bord 17 Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes, die Initiatoren das Online-Forums „Diabetes-Kids“ sowie Reporterin Lena Schmidt. Unterstützt wurde die Segeltour von Roche Diabetes Care.

Freitagabend, herrliches Wetter, super Stimmung: Eintreffen an Bord der Nooderlicht. Mit auf Segeltour gingen 17 Kids (10 bis 16 Jahre alt) mit jeweils einem Elternteil, Betreuungspersonal für Diabetes-Fragen und Bastian Hauck, selbst Typ-1-Diabetiker und Weltumsegler. Vorstellungsrunde, Abendessen...dann hieß es schon Kajüte beziehen: Denn Samstag 7 Uhr sollte es losgehen auf große Fahrt nach Terschelling, einer 88,10 km² großen Westfriesischen Insel an der Nordseeküste.

Segel hissen, Blutzucker messen

Segel hissen, Kompass lesen, Fahrt aufnehmen – die meisten waren vorher noch nie Segeln... ja noch nicht mal auf Diabetesfreizeit! Und das alles zwischen Erfahrungsberichten, Blutzucker messen und Katheter wechseln; ein großes Abenteuer für alle! Es gab einen Grundkurs im Segeln an Bord sowie Diskussionsrunden rund um den Diabetes für Eltern und Kids – mit dabei Semik Khodaverdi, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin (Kinderklinik Hanau), Dipl.-Psych. Isabel Lass und Diabetesberaterin Christina Breitenbach (beide Bürgerhospital Frankfurt).

Auf Terschelling angekommen folgte eine Erkundungstour der Insel mit Fahrrad. Ein „Triathlon“ am weitläufigen Strand suchte den besten Sportler unter den Kindern und Jugendlichen: Ballhüpfen, Zwillings-Wettrennen (mit einem Partner am Bein verbunden) und Blinde-Kuh-Lauf waren die Disziplinen. Am Abend gab Bastian Hauck einen atemberaubenden Einblick in sein Leben auf See: Weltumseglung mit seiner eigenen "Nussschale" und verschiedene Touren ums Kap Hoorn mit Sportboot und einem großen Segelschiff mit 32 Segeln – dies alles trotz Diabetes. Denn der ist für ihn kein Hindernis – und so sollen es auch die Kids sehen, verstehen und umsetzten.

Kanülen, Einstiche und Wasserbomben

Am nächsten Tag Wasserbomben im Ijsselmeer: Auf dem Weg nach Makkum ging die Segelbesatzung baden! In Badehosen und Bikinis wurden Kanülen und Einstichstellen sichtbar; es folgten Gespräche über Tragekomfort, Positionierung und Handling der Pumpen, Kanülen und Insulinpens. Offene Worte über Vor- und Nachteile – so konnte manches Problem gelöst werden. Die Eltern waren begeistert, wie forsch die Kids miteinander über den Diabetes plauderten. Vorteil einer solchen Bootstour: Gemeinsames Arbeiten an Deck stärkt das Teamgefühl ... Es wird leichter, Erlebnisse und Tricks mit anderen zu teilen.

Am nächsten Tag segelte die Noorderlicht zurück nach Harlingen. Schön, lehrreich und ermutigend war die Segeltour. Eltern und Kids haben gesehen, dass sie nicht alleine sind mit ihren Problemen, und dass sie ihre Träume und Wünsche trotz Diabetes verwirklichen können. Ein normales Leben leben? Mit der Reise kamen Eltern und Kids diesem Ziel näher. Unterstützt wurde das Abenteuer von Roche Diabetes Care.

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