Sommerzeit - Reisezeit: An alles gedacht?

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Obwohl man es in diesem Jahr dem Wetter nach gar nicht vermuten mag: Die Sommerferien in den ersten Bundesländern haben bereits begonnen. Ob nach Sylt, Italien oder Südafrika - mit Zug, Auto oder Flugzeug - halb Deutschland wird sich in den nächsten Wochen in Bewegung setzen, um an entfernten Orten die Seele baumeln zu lassen. Haben Sie auch eine Reise geplant? Als gut eingestellter Diabetiker gibt es keinen Grund auf Urlaubsreisen - auch in ferne Länder - zu verzichten. Dennoch gibt es einige Dinge, die Sie bei der Planung berücksichtigen sollten, damit es am Urlaubsort keine bösen Überraschungen gibt und Sie den Urlaub ab der ersten Minute genießen können.

Stadt, Land, Busch

Ob Paris, Bayerischer Wald oder Australisches Buschland - bei der Wahl des Urlaubsortes gibt es für Diabetiker im Allgemeinen keine Einschränkungen. Dennoch sollten Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels Ihre aktuelle Stoffwechsellage berücksichtigen. Wenn Sie sehr instabile Diabeteswerte haben, ist eine Rucksacktour in ein Land in dem keine flächendeckende medizinische Versorgung gewährleistet ist, natürlich eher nicht empfehlenswert. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über seine Einschätzung der Situation und informieren Sie sich im Vorfeld gründlich über die medizinische Infrastruktur.

Nicht in jedem Land gibt es, so wie hier, Apotheken an jeder Straßenecke. Deutsche Rezepte werden darüber hinaus in ausländischen Apotheken auch nicht akzeptiert, da die Apotheken diese nicht mit den Krankenkassen abrechnen können. Somit gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie nehmen das für den Zeitraum benötigte Diabetes Equipment in den Urlaub mit, oder Sie bitten Ihren Arzt darum, eine Bescheinigung auszustellen, mit der Sie die benötigten Medikamente privat kaufen können. Lassen Sie sich diesbezüglich am besten von Ihrem Arzt oder Diabetes-Team beraten.

Doppelt hält besser

"Der Teufel ist ein Eichhörnchen" heißt es so schön, wenn man ausdrücken will, dass gerade immer dann etwas Unvorhergesehenes passiert, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann. Will heißen: Wenn einem zuhause die Teststreifen ausgehen, ist es zwar ärgerlich, doch im Urlaub kann einen das richtig in die Bredouille bringen.

Denken Sie also daran, einen ausreichenden Vorrat an Teststreifen (Blutzucker, Azeton, Harnzucker), Ketontests, Lanzetten usw. mitzunehmen. Als Faustregel können Sie sich merken: Nehmen Sie von allem die doppelte Menge mit. Und ganz wichtig: Betreiben Sie Risikostreuung! Wenn Sie beispielsweise Teile Ihres Diabetes-Equipments auch im Gepäck Ihres Mitreisenden verstauen, ist der Diebstahl oder Verlust des Gepäckstücks nur halb so schlimm - zumindest was Ihre Diabetesversorgung angeht. Ganz wichtig ist auch die Frage: Was gehört ins Handgepäck und was kann in den Koffer? Das können Sie in unserem "Kofferspiel" in der Erlebniswelt "Reisen" herausfinden. Und als Belohnung für's Mitmachen gibt es eine Checkliste mit allen wichtigen Informationen.

Andere Länder, andere Speisen

Auch wenn Sie nicht vorhaben, intensiv in die kulinarischen Gepflogenheiten Ihres Urlaubslandes einzusteigen - die fremdartigen Speisen können häufig Schwierigkeiten bei der Berechnung der Broteinheiten mit sich bringen. Es gibt beispielsweise weltweit mehr als 120.000 Reissorten, die sich unter anderem auch im Stärkegehalt unterscheiden. Und je nach Art und Intensität der Verarbeitung variiert der glykämische Index zusätzlich. So hat Reis, der noch bissfest ist, einen geringeren Stärkegehalt als weich gekochter. Noch schwieriger wird es selbstverständlich bei gemischten Speisen, wie Eintöpfen, Nudelgerichten usw.. Hier bleibt oft nur die Möglichkeit einer groben Schätzung der enthaltenen Broteinheiten - und zur Sicherheit der häufigere Griff zum Blutzuckermessgerät. Testen Sie lieber einmal mehr Ihren Blutzucker um sicher zu gehen, dass Sie die Broteinheiten und daraufhin eben auch Ihr Bolusinsulin korrekt berechnet haben. Über- und Unterzuckerungen machen im Urlaub noch weniger "Spaß" als zuhause...

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