Bewegung: Ein Schlüssel zur Gesundheit

Bewegung: Ein Schlüssel zur GesundheitEin kleiner Spaziergang kann
ausreichen, um positive Blutzucker-
effekte zu erzielen.

Gründe, sich nicht zu bewegen, finden sich leicht: keine Zeit, keine Lust oder schlechtes Wetter. In früheren Zeiten garantierten die Lebensbedingungen für Menschen die Bewegung, während auf die Versorgung mit Essbarem phasenweise weniger Verlass war. Heute ist es eher andersherum: Essen ist in unseren Breiten garantiert, Bewegung jedoch keineswegs. Unsere modernen Lebensumstände sind meist darauf ausgerichtet, uns Bewegung zu ersparen. Das führt zu einem verbreiteten Bewegungsmangel, der zu gesundheitlichen Einbußen führt. Bewegungsmangel kann unter anderem auch die Entstehung eines Typ-2-Diabetes begünstigen. Problematisch dabei sei vor allem das viele Sitzen, bei dem sich der Stoffwechsel in seiner Funktion intensiv reduziert, erläutert Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln1. Für ihn liegt in der Bewegung der Schlüssel zur Gesundheit. Denn: Durch körperliche Fitness kann sehr vieles kompensiert werden.

Doch welches Maß an Bewegung ein Mensch letztlich braucht, um gesundheitliche Einbußen zu vermeiden, sei bislang kaum erforscht, räumt der Experte ein. Oft werde über Sport geredet, der aber für viele Menschen aus den verschiedensten Gründen nicht in Frage kommt. Demgegenüber unterschätzten viele den Wert von Alltagsbewegung. So können Untrainierte die positiven Effekte von körperlicher Aktivität schon spüren, wenn sie sich relativ leichte Bewegungsreize setzen. Bereits ein Spaziergang kann die Gehirndurchblutung um 20 Prozent verbessern, betont Froböse. Folglich fühlt man sich frischer, ist aufmerksamer und konzentrierter.

Mit Bewegung gehen auch die Blutzuckerwerte in den Sinkflug. Sollten die Werte nach weihnachtlichen Genüssen etwas höher liegen als sonst, kann womöglich schon ein kurzer Spaziergang dabei helfen, Blutzuckerspitzen zu kappen. Sehen kann man das, wenn man vor einem winterlichen Spaziergang den Blutzucker misst und dann nach einer halben Stunde, wieder zu Hause, die Messung wiederholt. Wer untrainiert ist, wird vermutlich schon nach einem kurzen Spaziergang deutliche Blutzuckereffekte bemerken. Findet Bewegung dann regelmäßiger statt, kann ein verbesserter Trainingszustand auch zu stabileren Blutzuckerwerten beitragen.

Quelle: Prof. Ingo Froböse beim 7. Fachgespräch „Ernährung und Sport“ , Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 21.11.2014 in Wiesbaden
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