Diabetes im Job: Informationen zu Arbeitsrecht & Arbeitsverhältnis

Accu-Chek Services - Diabetes im Job

Die Diagnose Diabetes gestellt wirft im Berufsleben zahlreiche rechtliche Fragen auf: Welche Probleme können auftreten, muss ich bei der Bewerbung den Diabetes mitteilen? Welche Rechte habe ich im Arbeitsverhältnis? Was tun bei Diskriminierungen? Hier erhalten Sie Informationen und Hinweise rund um Ihre Rechte.

Verhalten im Bewerbungsgespräch

Sie müssen bei Bewerbungen nicht von sich aus auf eine Diabeteserkrankung hinweisen, diese auch nicht in Personalfragebögen angeben und Fragen danach nicht wahrheitsgemäß beantworten, wenn Sie davon ausgehen, dass die Diabeteserkrankung Ihre Leistungsfähigkeit an diesem Arbeitsplatz nicht beeinträchtigt.

Dagegen muss die Frage nach einer Schwerbehinderung wahrheitsgemäß beantwortet werden, da unwahre Angaben zur Anfechtung eines Arbeitsverhältnisses führen können. Die Mitteilung einer Schwerbehinderung muss aber nur auf Anfrage beantwortet werden.

Rechte am Arbeitsplatz

Sie haben in der Regel kein Recht auf Sonderpausen, z. B. zum Blutzuckermessen oder Insulin spritzen. Kaum ein Arbeitgeber wird jedoch etwas dagegen haben, wenn Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Blutzucker messen, um so auch Ihre Arbeitsfähigkeit sicherzustellen und aufrechterhalten zu können. Genauso sieht es mit dem Insulinspritzen aus, das bei den heutigen modernen Pensystemen den Arbeitsfluss kaum beeinträchtigt.

Probleme im Arbeitsverhältnis

In vielen Fällen ist natürlich eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses das Hauptproblem, das viele Auseinandersetzungen mit sich bringen kann. Oft führen auch Diskussionen um Urlaubsansprüche, Lohnzahlungen oder Erteilung eines korrekten Zeugnisses zu Streitigkeiten. In all diesen Fällen ist das Arbeitsgericht zuständig. Eine eventuelle Klage muss dort innerhalb von drei Wochen eingereicht werden.

Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Eine Diabeteserkrankung ist kein Grund für eine Kündigung. Sie genießen aber nur bei Feststellung einer Schwerbehinderung einen besonderen, erhöhten Kündigungsschutz.

Kündigungsschutzklage

In Betrieben mit mehr als 5 Arbeitnehmern kann grundsätzlich innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung eine "Kündigungsschutzklage" erhoben werden, um die Unzulässigkeit bzw. Unwirksamkeit der Kündigung feststellen zu lassen. Diese Klage muss aber unbedingt rechtzeitig eingereicht werden. Verfällt die Frist, können Sie Ihre Klage nicht mehr geltend machen.

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