Matthias Steiner, Gewichtheber mit Diabetes: Sein Olympia-Schreckmoment

Accu-Chek Services - Matthias Steiner

Auf unvergessliche Szenen bei olympischen Wettkämpfen scheint Matthias Steiner abonniert zu sein. Dieses Jahr sorgte der Gewichtheber allerdings für Schrecksekunden statt für Siegesfeiern. Freuen dürfen wir uns trotzdem mit ihm: Und zwar über letztendlich Wichtigeres als Medaillen - über seine Gesundheit.

Matthias Steiner getroffen von einer 196-Kilo-Hantel, die ihm buchstäblich in den Nacken krachte, anschließend hilflos unter deren Gewicht eingeklemmt, eine Befreiung nur durch herbeieilende Helfer möglich - Sport kann dramatisch sein, ein echtes Drama blieb zum Glück aus. Sichtlich angeschlagen, aber ebenso sichtbar ohne größere Verletzungen, präsentierte sich der Olympiasieger von 2008 wenige Minuten später dem aufatmenden Publikum. Dennoch war dieser Wettkampf für ihn vorbei. Nach ein paar Versuchen, seine weitere Wettkampftauglichkeit zu testen, macht er sich auf den Weg ins Krankenhaus.

Prellungen im Brustbereich, Muskelzerrungen und Zerrungen der Nackenbänder lautete die Diagnose. In einem ARD-Interview bezeichnete Matthias Steiner seinen Zustand einen Tag später aber bereits als "gut". Nichts wirklich Ernstes also, auch wenn der Gewichtheber die Schmerzen als schlimmer als die Diagnose beschrieb.

Steiner ist ein echter Wettkampftyp: Trotz einer von Verletzung und Krankheiten geprägten Vorbereitungsphase meldete der Athlet satte 445 Kilogramm als Eingangslast. Sein Wettkampfwille mag allerdings auch zu dem Beinahe-Unglück beigetragen haben. Statt die Hantel nach hinten fallen zu lassen, versuchte er, trotz erheblicher Schwierigkeiten, das Gewicht zu halten und sich aufzurichten, wodurch die Hantel eben auf ihn selbst und nicht vor oder hinter ihn auf die Matte fiel. Im Nachhinein sieht Steiner die problematische Trainingsphase durchaus als Ursache für sein spektakuläres Ausscheiden, zumal sich der Hantelsturz beim Reißen, seinem Problemkind, ereignete. "Es gibt nichts zu erzwingen" ist seine Analyse im ARD-Interview.

Möglicherweise ein Wettkampfverlauf, der den Blick aufs Wesentliche schärft: Direkt nach dem Sturz zu merken, dass die Beine beweglich sind und nichts in andere Körperteile ausstrahlt, wertete Matthias Steiner - zu Recht - als gutes Zeichen. Der Gewinn einer Medaille verliert in so einem Moment einiges an Priorität, auch eine schmerzhafte Nacht ist rasch vergessen.

Enttäuschung beschreibt Steiners Gefühle daher laut eigenem Bekunden nicht. Es überwiegt Erleichterung darüber, eine Kollision mit annähernd 200 Kilogramm relativ heil überstanden zu haben. Bleibt die Erkenntnis, dass das Leben noch mehr bietet als Olympische Spiele. Seit seinem überragenden Sieg in Peking hat sich auch im Privatleben des Ausnahmesportlers einiges getan. Mittlerweile ist Steiner glücklich verheiratet und Vater eines Sohnes. "Die Familie macht mich stark und gibt mir unglaubliche Kraft", so Steiner.

"Papa aua, aber Papa gut" - so fasst Matthias Steiners Sprössling die Ereignisse auf unübertroffene Weise zusammen. Dem ist nichts hinzuzufügen - wir gratulieren Matthias Steiner an dieser Stelle trotz allem zu einem tollen Wettkampf und einer fantastischen Einstellung und wünschen von Herzen gute Besserung für die Blessuren!

Erfahren Sie mehr zum Thema Bewegung in unserer Accu-Chek Erlebniswelt.

Weiterer Service:
Erlebniswelt - Bewegung
Accu-Chek.de

Impressum

Rechtliche Hinweise

Datenschutzerklärung

Über Roche Diabetes Care

Diabetes Lexikon