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Machen Fitness-Tracker Sportskanonen aus Bewegungsmuffeln?

Machen Fitness-Tracker Sportskanonen aus Bewegungsmuffeln?Bereits moderate Aktivitäten können
sich positiv auf die Gesundheit und
speziell auch auf die Blutzuckerwerte
auswirken.

Bewegung hilft bekanntlich ungemein, bei Diabetes die Blutzuckerwerte in Schach zu halten. Wer von allein nicht so recht auf Trab kommt, versucht es gern mit einem Fitness-Tracker, der akribisch Schritte und verbrannte Kalorien zählt. Doch können die smarten Helfer Menschen wirklich nachhaltig motivieren? Und was passiert, wenn man den Tracker mal nicht zum Daten speichern am Handgelenk trägt?

Es führt einfach kein Weg daran vorbei: Der Mensch ist nicht zum Herumsitzen gemacht. Die tägliche Dosis an Bewegung sorgt dafür, dass wir uns besser fühlen, ausgeglichener sind und hat zudem auch positive Effekte auf die Gesundheit. Bewegung mindert das Risiko für chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und selbst wenn man die Diagnose Diabetes erhalten hat, lassen sich die Blutzuckerwerte bereits mit moderaten Aktivitäten leichter in Schach halten. Auch Diabetes-Folgeerkrankungen kann man mit körperlicher Aktivität verzögern, wenn nicht sogar ganz verhindern.

Motivationshilfe von Schrittzählern und Fitness-Trackern

Doch was sich in der Theorie sinnvoll anhört, ist im Alltag oftmals schwer umzusetzen. Der innere Schweinehund hält einen immer wieder davon ab, den Einstieg in den aktiven Alltag zu meistern. Schwimmen? Oje, da muss ich mich im Badeanzug zeigen… Radfahren? Mein Fahrrad hat seit Monaten einen Platten… Joggen? Da gerate ich so schnell aus der Puste… Spaziergang? Heute ist es ein bisschen zu kalt draußen… Viele versprechen sich deshalb Motivationshilfe von Schrittzählern und Fitness-Trackern: Die smarten Helfer am Handgelenk registrieren jeden Schritt, messen möglicherweise auch die Pulsfrequenz und berechnen aus den ermittelten Daten die verbrannten Kalorien – ein schöner Zusatznutzen für alle, die gern auch ein paar überflüssige Pfunde loswerden möchten. Man kann über die dazugehörigen Smartphone-Apps die eigenen Aktivitätsziele definieren und virtuelles Lob einheimsen, wenn wie gewünscht z. B. täglich 10.000 Schritte oder 30 aktive Minuten erreicht wurden. Außerdem kann man sich bei vielen Fitness-Trackern mit anderen Menschen vernetzen und in Wettbewerben gegeneinander antreten.

Bleibt man aktiv, auch wenn der Fitness-Tracker mal nicht dabei ist?

Der Alltag mit einem Fitness-Tracker ist allerdings nicht immer ohne Tücken. Denn was geschieht, wenn ein Schrittesammler auf dem üblichen Weg ins Büro bemerkt, dass er seinen Tracker zu Hause auf der Kommode vergessen hat? Wir er dann wie geplant die Treppe nehmen und ein paar zusätzliche Schritte sammeln, obwohl die zusätzlichen Schritte nicht erfasst werden? Oder wird er ohne digitalen Helfer am Armgelenk lieber in den Fahrstuhl steigen, weil die Schritte ja sowieso nicht auf dem Bewegungskonto landen? Kann ein Fitness-Tracker die eigenen Bewegungsgewohnheiten tatsächlich nachhaltig verändern – oder geht jegliche Motivation über Bord, sobald das smarte Armband am Handgelenk fehlt?

Studie zu den psychologischen Auswirkungen von Fitness-Trackern

Dieser und ähnlichen Fragen sind die Psychologen Christiane Attig aus Chemnitz und Prof. Dr. Thomas Franke aus Lübeck in einer Online-Befragung unter insgesamt 210 Probanden auf den Grund gegangen.1 Knapp 37 Prozent der Studienteilnehmer nutzte seit über einem Jahr Fitness-Tracker, die anderen erst seit kurzem. Ziel war es herauszufinden, ob Fitness-Tracker eine Form von Abhängigkeit erzeugen können, die sich zum Beispiel dann zeigt, wenn man den Zähler vergessen hat. Eine weitere Fragestellung war, ob das Tragen von Fitness-Trackern bei Personen, die von Natur aus bewegungsfreudiger sind, möglicherweise sogar die Lust am Sport mindert – durch das Zusammenspiel von Eigenmotivation und externer Belohnung. Fällt dann die Belohnung des Schrittzählers weg, könnte eine Abnahme der Aktivität die Folge sein – so die Hypothese. In der Studie wurden die Befragten gebeten, sich in Situationen wie die oben geschilderten hineinzuversetzen: Würden sie sich ohne Tracker für die Treppe oder für den Fahrstuhl entscheiden? Darüber hinaus wurden auch emotionale und kognitive Begleiterscheinungen erfasst: Kreisen die Gedanken immer wieder darum, ob der Tracker die Aktivität gerade korrekt aufzeichnet? Ist man am Ende des Tages enttäuscht, wenn das digitale Feedback nicht den Erwartungen entspricht?

Nur 18 Prozent sind ohne Tracker tatsächlich weniger aktiv

Die Studienergebnisse zeigen, dass viele Menschen, die Fitness-Tracker nutzen, mit dem Abhängigkeitseffekt vertraut sind. Allerdings gaben nur etwa 18 Prozent von ihnen an, ihren Alltag weniger aktiv zu gestalten, wenn sie ihren Fitness-Tracker nicht tragen. Knapp die Hälfte der Befragten bestätigte, dass sie oft darüber nachdenken, ob der Fitness-Tracker wirklich alle Aktivitäten korrekt aufzeichnet und dass sie bei negativem Feedback enttäuscht sind. Generell stellten die Psychologen aber fest, dass die Nutzung von Fitness-Trackern auch bei ausbleibendem positiven Feedack nicht dazu führt, dass auch die Motivation zu Sport und Bewegung nachlässt. Allerdings ist ein Fitness-Tracker offenbar kein Allheilmittel: Wer ohnehin wenig Spaß am Sport empfindet, läuft eher Gefahr, auf lange Sicht die Motivation zu verlieren, sollten die Erfolgsmomente ausbleiben. Dies gilt auch für Menschen, die vor allem deshalb Sport treiben, weil sie Gewicht verlieren oder fitter werden wollen.

Nichtsdestotrotz steckt in Fitness-Trackern ein gewisses Potenzial, um Menschen zu mehr Alltagsbewegung zu motivieren und Volkskrankheiten wie beispielsweise Diabetes vorzubeugen. Um dieses Potenzial optimal auszunutzen, sollte man aber verstehen, welche psychologischen Auswirkungen diese Geräte haben können – positiv wie negativ.

Sie möchten gerne mehr Informationen zu Fitness-Trackern und den Einstieg in ein aktiveres Leben erhalten? Auf #meinbuntesleben finden Sie alle, was Sie dazu wissen müssen:
https://www.mein-buntes-leben.de/artikel/diabetes-und-sport-fit-im-neuen-jahr-durch-fitness-tracker

1 Attig, C. & Franke, T. (2018). I track, therefore I walk – Exploring the motivational costs of wearing activity trackers in actual users. International Journal of Human-Computer Studies.

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