Diabetes und Sport: Asiatische Kampfsportarten im Vergleich

Accu-Chek Services - Asiatische Kampfsportarten im Vergleich

Ob Karate, Judo oder Taekwondo – asiatische Sportarten sind im Westen sehr beliebt. Vor allem in den 1970er und 80er Jahren entwickelte sich ein regelrechter Karate-Boom. Davon zeugen nicht nur eine Vielzahl von Karatefilmen, sondern auch die vielen Karate-Studios, die in dieser Zeit wie Pilze aus dem Boden schossen. Wer im fernöstlichen Kampfsport nur eine rohe Aneinanderreihung von Hieben und Tritten sieht, liegt falsch. Jeder der Kampfsportarten liegt eine eigene Philosophie zugrunde, mit der die Einheit von Körper und Geist angestrebt wird. Diese Bewegungen sind auch für Diabetiker geeignet, wenn sie bestimmte Punkte beachten.

Karate – ehemalige Geheimkunst

Die große Popularität heute steht ganz im Gegensatz zur Geschichte von Karate: Denn bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde die japanische Kampfsportart im Geheimen ausgeübt und ausschließlich von Meister zu Schüler übermittelt. Als im Jahr 1890 in Japan junge Männer für die Armee rekrutiert wurden, fiel auf, dass einige von ihnen in besonders guter körperlicher Verfassung waren. Als die Beamten erkannten, dass Karate für die positiven Effekte verantwortlich war, dauerte es nicht mehr lange, bis das Training in einem Teil Japans an öffentlichen Schulen eingeführt wurde.

Karate diente fortan nicht mehr in erster Linie zur Selbstverteidigung, sondern zur Leibesertüchtigung. Über japanische Auswanderer in Hawaii gelangte Karate in die USA, von wo aus es sich nach dem Zweiten Weltkrieg über die ganze Welt ausbreitete. Der erste Karateverein in Deutschland wurde 1957 gegründet. Der weltanschauliche Kern des Karate, der sich aus Elementen des Zen-Buddhismus und des Taoismus zusammensetzt, tritt heute oft hinter der sportlichen Ausrichtung zurück. Die verwendeten Techniken für Schläge, Stöße und Tritte lassen den Kampf häufig bedrohlich aussehen, an erster Stelle steht aber immer die Regel: Karate beginnt und endet mit Respekt.

Judo und Taekwondo

Beim Judo liegt der Schwerpunkt auf der Persönlichkeitsentwicklung, die Geist und Körper umfassen soll. Würfe, Halte- und Würgetechniken dominieren den Kampf auf der Matte. Ziel ist, den Gegner aufs Kreuz zu legen. Auf Schlagtechniken mit dem Fuß liegt der Schwerpunkt im Taekwondo, der koreanischen Variante unter den asiatischen Kampfsportarten. Ein weiterer Unterschied zu Judo liegt in der Konzentration auf Schnelligkeit und Dynamik, was oft zu rasanten Schlagabfolgen führt.

Diabetes und Kampfsport

Die Bewegung beim Kampfsport lässt zum einen den Energiebedarf der beanspruchten Muskelgruppen steigen, zum anderen werden die Muskelzellen empfindlicher für das Hormon Insulin. Für Insulinpumpenträger bedeutet das, je nach Dauer der Aktivität und je nach Bedarf die Basalrate während der sportlichen Aktivität und auch noch in den Stunden danach herunterzusetzen. Um Hypoglykämien zu vermeiden sind regelmäßige Blutzuckermessungen vor, während und nach dem Sport notwendig. Leicht resorbierbare Kohlenhydrate wie Traubenzucker sollten immer griffbereit sein.

Bevor eine neue Sportart ausgeübt wird, sollten Sie unbedingt das behandelnde Diabetesteam (Arzt und Diabetesberaterin) fragen. Zur Feinabstimmung der Blutzuckerwerte hilft nur: Ausprobieren und aus den Erfahrungen die richtigen Rückschlüsse für sich ziehen.

Geht es für Kämpfe auf die Matte, sollte die Insulinpumpe unbedingt abgelegt werden, was für anderthalb bis zwei Stunden durchaus möglich ist. Die Gefahr, dass Tritte und Schläge die Pumpe beschädigen, ist einfach zu groß. Außerdem kann es zu Verletzungen durch die Kanüle unter der Haut kommen. Bevor das Training beginnen kann, sollte eine gute Stoffwechsellage vorliegen. Denn egal, ob es sich um Karate, Judo oder Taekwondo handelt, Kampfsportarten setzen eine hohe Konzentrationsfähigkeit und eine schnelle Reaktionszeit voraus.

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