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Für jeden die passende Glukosemessmethode – die neue Leitlinie auf einen Blick

Abnehmen mit Typ-2-DiabetesDie Anforderungen von Menschen mit
Diabetes an ihr Glukosemesssystem
sind verschieden. Eine aktuelle Em-
pfehlung der DDG hilft nun weiter, die
passende Methode zur Überwachung
der Glukosewerte zu finden.

Mehrmals täglich in den Finger pieksen und den Blutzucker testen? Alle paar Wochen ein Tagesprofil erstellen? Oder lieber mit einem rtCGM-Sensor kontinuierlich den Gewebezucker messen? Menschen mit Diabetes und ihre Anforderungen sind verschieden – und deshalb hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) nun eine aktuelle Empfehlung herausgegeben. Aus ihr geht hervor, welche der verschiedenen Methoden zur Überwachung der Glukosewerte für wen geeignet sind. Außerdem führt die DDG darin auf, wie viele Teststreifen Menschen mit Diabetes jeweils von ihrem Arzt erhalten sollten.

Kein Mensch gleicht dem anderen, das gilt auch für Menschen mit Diabetes. Eine Frau mit Schwangerschaftsdiabetes hat andere Bedürfnisse als ein Mann mit Typ-2-Diabetes, der Tabletten einnimmt. Eine ältere Dame mit Typ-2-Diabetes, die jeden Tag große Mengen Insulin spritzt, ist kaum vergleichbar mit einem pubertierenden Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes oder einem Schichtarbeiter, der seine Medikamente oder sein Insulin zu ständig wechselnden Uhrzeiten einnehmen muss. Manch einer ist angesichts der vielen modernen Glukosemesssysteme auch verunsichert, welches nun am besten für ihn persönlich geeignet ist. Um Menschen mit Diabetes und ihren Behandlungsteams die Orientierung zu erleichtern, hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) kürzlich eine Praxisempfehlung herausgegeben. Darin listet sie die verschiedenen, aktuell verfügbaren Messsysteme auf – und für wen die jeweiligen Systeme empfohlen werden.

Alle Methoden im Überblick – und für wen sie empfohlen werden
Blutzuckerselbstmessung

iscCGM und rtCGM gewinnen immer mehr an Akzeptanz und Bedeutung – die klassische Blutzuckermessung ist aber derzeit noch die am weitesten verbreitete Methode. Für wen sie geeignet ist, zeigt die folgende Aufstellung:

  • Menschen mit Typ-1-Diabetes sowie mit insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes müssen regelmäßig ihren Blutzucker testen und benötigen dafür ausreichend viele Teststreifen. Für Menschen mit Typ-1-Diabetes geht die Praxisempfehlung von einem Quartalsbedarf von mindestens 800 Teststreifen aus. Kinder benötigen oft noch mehr Teststreifen, insbesondere wenn sie noch sehr klein sind.
  • Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ihre Mahlzeiten selbst berechnen und je nach Bedarf Insulin spritzen (ICT), benötigen mindestens 500 Teststreifen pro Quartal.
  • Menschen mit Typ-2-Diabetes, die nach einem festen Schema (CT) oder nur zum Schlafengehen Insulin spritzen, sollten mindestens 150 bis 250 Teststreifen pro Quartal erhalten.
  • Menschen mit Typ-2-Diabetes, die ohne Insulin mit blutzuckersenkenden Tabletten behandelt werden, benötigen nach Einschätzung der DDG mindestens 50 Teststreifen pro Quartal.
  • Menschen mit Typ-2-Diabetes sollten unmittelbar nach ihrer Diagnose, im Rahmen einer Schulung oder bei Problemen im Verlauf der Therapie ebenfalls 50 Teststreifen pro Quartal bekommen.
  • Insulinpflichtige Schwangere mit Typ-1-, Typ-2- oder Schwangerschaftsdiabetes benötigen mindestens 700 Teststreifen pro Quartal. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, die ohne Insulin behandelt werden, sollten zwei- bis dreimal pro Woche nach dem Essen ihren Blutzucker messen und hierfür ausreichend viele Teststreifen erhalten.

Wichtig zu wissen: Die Praxisempfehlung der DDG ist für Ärztinnen und Ärzte nicht bindend, sondern bietet allenfalls eine gewisse Orientierung. Häufig scheuen sich Ärztinnen und Ärzte, eine bestimmte Zahl von Teststreifen zu verordnen, weil sie Regresse fürchten, wenn sie ihre Budgets überschreiten. Doch möglicherweise ist in solchen Fällen die Praxisempfehlung der Fachgesellschaft eine gute Argumentationshilfe.

iscCGM bzw. Flash Glucose Monitoring

Im Fachjargon nennt man es „intermittierendes Scannen zur kontinuierlichen Glukosemessung“, im Alltag ist es eher unter dem Begriff Flash Glucose Monitoring (FGM) bekannt. Diese Messmethode kommt der DDG-Praxisempfehlung zufolge für folgende Personen in Frage:

  • Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen und Schwierigkeiten haben, ihre Glukoseziele zu erreichen.
  • Menschen mit Diabetes, die Probleme mit Unterzuckerungen haben, sofern sie keine Wahrnehmungsstörung haben und Unterzuckerungen in der Regel problemlos selbst spüren. Ihnen können die Trendpfeile des FGM-Systems helfen, die anzeigen, ob der Glukosewert gerade steigt oder sinkt.
  • Ein vorübergehender Einsatz von iscCGM wird auch für andere Gruppen von Menschen mit Diabetes empfohlen, die kein Insulin spritzen: etwa unmittelbar nach der Diagnose oder im Rahmen einer Schulung.
rtCGM-Systeme

Die Abkürzung rtCGM steht für „realtime CGM“ und bezeichnet ein System, das mit einem Sensor kontinuierlich die Glukosewerte im Unterhautfettgewebe misst. Es überträgt die Werte eigenständig und in Echtzeit (also „realtime“) über einen Transmitter an das Empfangsgerät oder die Smartphone-App. Trendpfeile zeigen dabei an, ob der Glukosewert gerade steigt, konstant bleibt oder sinkt – das erleichtert die Therapieanpassung. Darüber hinaus punktet das rtCGM mit seiner Alarmfunktion den Anwender bei Glukosewerten außerhalb des Zielbereichs – übrigens eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für das System übernimmt. Auch das erste Langzeit-CGM Eversense®, bei dem ein Sensor unter die Haut eingebracht wird und dort für 90 Tage die Glukosewerte misst, zählt zu den erstattungsfähigen rtCGM-Systemen. Die DDG-Experten empfehlen diese Systeme in folgenden Fällen:

  • Aufgrund der Alarmfunktion in erster Linie für Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen und die Unterzuckerungen nur unzureichend wahrnehmen.
  • Für Menschen mit Diabetes, bei denen die Glukoseverläufe besonders engmaschig kontrolliert werden sollten. Also zum Beispiel in der Schwangerschaft, bei Kindern mit starken Glukoseschwankungen, bei aktiven Sportlern und bei besonderen beruflichen Herausforderungen wie Schichtdienst oder Arbeit in Sicherheitsbereichen.
Sonderdruck:
Praxisempfehlung der DDG


Quelle:

Praxisempfehlung der DDG: Glukosemessung und -kontrolle bei Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes, in: Diabetologie 2017; 12 (Suppl 2): 242-262 [https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2017/Praxisempfehlung_Glukosemonitoring_finale.pdf]

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