Blutentnahme - Blutzucker richtig messen

Accu-Chek Services - Blutentnahme

Etwa zwei Drittel der Diabetiker in Deutschland finden die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers wichtig und notwendig. Doch viele befürchten Schmerzen beim Stechen, Verhornungen oder Beeinträchtigungen der Sensibilität an den Fingern. Wo und wie also am besten stechen, um einfach, hygienisch und möglichst schmerzfrei Blut zu entnehmen?

Die Fingerkuppe, auch Fingerbeere genannt, eignet sich besonders gut zur Blutentnahme. Am wenigsten schmerzhaft ist der Einstich an der Seite der Fingerbeere. Das liegt daran, dass die Nervenrezeptoren in der Haut nicht gleichmäßig verteilt sind. An den seitlichen Fingerspitzen befinden sich wesentlich weniger Nervenfasern als an den Fingerspitzenballen.


Um beim Stechen die ausreichend durchbluteten Stellen in der Haut zu erreichen, muss die Lanzette die oberste Hautschicht (Oberhaut) bis zur Lederhaut durchstoßen [siehe Illustration Haut]. Die Dicke der Hornschicht an den Fingerspitzen ist von Mensch zu Mensch individuell verschieden und kann von 0,05 bis 1,0 Millimeter variieren. Darunter liegt die zwischen 0,1 und 0,2 Millimeter dicke Keimschicht. In ihr befinden sich erste Nervenendigungen, die auf mechanische und chemische Reize sowie auf Temperatur reagieren. Erst in der darunter liegenden Lederhaut befinden sich kleinste Blutgefäße. Um eine Stelle mit ausreichender Blutversorgung zu erreichen, muss eine Stechhilfe also Einstichtiefen zwischen insgesamt 0,15 Millimeter und 1,2 Millimeter haben.

Weil kleine Verletzungen an Daumen und Zeigefinger besonders stören, eignen sich Mittel-, Ring- und der kleine Finger am besten für die Blutentnahme. Drücken Sie die Einstichstelle nach der Blutentnahme etwa 30 Sekunden lang fest zusammen. Das verhindert kleine Nachblutungen, die später bei Berührung schmerzen können.

Je tiefer man in die Haut sticht, desto mehr Blutgefäße werden getroffen. Die Anzahl der Nervenfasern - und damit der Schmerz nimmt zu. Stechhilfen, die sich individuell an die Hauttiefe anpassen, verringern das Schmerzempfinden.

Optimal sind besonders kleine Intervalle zwischen den einzelnen Stechstufen. So kann man genügend Blut gewinnen, sticht aber nicht zu tief und schmerzhaft.

Kurz und (möglichst) schmerzlos: Moderne Stechhilfen besitzen eine Automatik, mit der die Lanzette "blitzschnell" wieder aus der Haut herausgezogen wird.

Hygiene ist wichtig, um Infektionen vorzubeugen. Bei jeder Messung sollte eine neue sterile Lanzette verwendet werden. Es reicht aus, die Einstichstelle weiträumig mit warmem Wasser abzuwaschen. Eine zusätzliche Desinfektion reizt die Haut und ist nicht notwendig. Wenn es zu einer Infektion an der Fingerbeere kommt, sollte der Arzt aufgesucht werden.

Wie oft Sie Ihren Blutzuckerwert messen, hängt grundsätzlich von der Diabetes-Therapie ab. Zusätzliche Blutzuckerbestimmungen können in Sondersituationen wichtig sein, z. B. wenn Anzeichen einer Unterzuckerung auftreten oder bei einer Erkrankung mit Fieber, Erbrechen und Durchfall. Auch vor Sport, auf Reisen, vor einer längeren Autofahrt oder bei einer Ernährungsumstellung ist es wichtig, wenn man seine Blutzuckerwerte kennt und auf Veränderungen entsprechend reagiert.

Einzelheiten zur Blutzuckerselbstkontrolle, zu Therapiebesonderheiten und Ihre persönlichen Lebensumstände besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Erfahren Sie mehr zum Thema Diagnose Diabetes in unserer Accu-Chek Erlebniswelt.

Weitere Services:
Erlebniswelt - Diagnose Diabetes Erlebniswelt - Therapieformen
Accu-Chek.de

Impressum

Rechtliche Hinweise

Datenschutzerklärung

Über Roche Diabetes Care

Diabetes Lexikon