Insulinbehandlung - Insulintherapieformen im Vergleich

Accu-Chek Services - Insulintherapieformen im Vergleich

Mit einer Insulintherapie wird versucht, den Insulin-Stoffwechsel des gesunden Körpers nachzuahmen. Im Wesentlichen werden drei verschiedene Formen unterschieden:

  • die konventionelle Therapie (CT),
  • die intensivierte konventionelle Therapie (Abkürzung: ICT)
  • und die Insulinpumpentherapie (Abkürzung CSII, kontinuierliche subkutane Insulininfusion mittels Katheter und Pumpensystem).
Konventionelle Therapie (Abkürzung: CT)

Hierbei handelt es sich um ein relativ striktes Therapieschema, bei dem zwei- bis dreimal täglich häufig Mischinsulin zu festen Uhrzeiten gespritzt wird. Da das Essen dem Wirkverlauf des Insulins angepasst wird, müssen Zeitpunkt und Kohlenhydratmenge der Mahlzeiten im Vorfeld festgelegt werden. Für Menschen mit einem flexiblen Tagesablauf sowie für Sportler ist diese Therapieform nur bedingt geeignet.

Intensivierte konventionelle Therapie (Abkürzung: ICT)

Bei dieser Therapieform wird der Insulinbedarf nach Basis (Basal)-Insulin und nach Bolus-Insulingabe aufgeteilt. Der basale Insulinbedarf, den der Körper zur Erhaltung eines stabilen Blutzuckers benötigt wird durch Injektionen von Verzögerungsinsulin mit langer Wirkdauer abgedeckt. Zu den Mahlzeiten wird zusätzlich ein kurz wirksames Insulin (Alt- oder Normalinsulin oder Insulinanaloga mit sehr rascher Wirksamkeit und kurzer Wirkdauer) eingesetzt. Diese Bolusgaben richten sich nach den aktuellen Blutzuckerwerten und Kohlenhydratmengen in den Mahlzeiten. Der Blutzucker muss mehrmals am Tag kontrolliert werden. Ein großer Vorteil dieser Therapieform ist die enorme Flexibilität - hinsichtlich Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme, Kohlenhydratmenge, Kohlenhydratauswahl und Anzahl der Mahlzeiten.

Insulinpumpentherapie (Abkürzung CSII, kontinuierliche subkutane Insulininfusion mittels Katheter und Pumpensystem)

Über die Pumpe wird kurzwirkendes Insulin kontinuierlich in den Körper abgegeben, so dass der Grundbedarf abgedeckt ist. Zusätzlich zu dieser Basalrate wird zu den Mahlzeiten und zur Blutzuckerkorrektur einfach per Knopfdruck kurzfristig Insulin aus der Pumpe als Bolus abgegeben. Ständiges Spritzen mit dem Insulin-Pen oder der Spritze entfällt. Die besondere Stärke der Insulinpumpentherapie liegt in der Verbesserung der basalen Insulinversorgung. Eine Insulinpumpentherapie eignet sich besonders bei starken nicht kontrollierbaren Blutzuckerschwankungen, morgendlichen nicht beeinflussbaren Blutzuckeranstiegen (Dawn-Phänomen), wiederholt auftretenden schweren Unterzuckerungen, in der Schwangerschaft oder Schwangerschaftsvorbereitung. Vorraussetzung für eine erfolgreiche Pumpentherapie ist die Teilnahme an einer speziellen Pumpenschulung. In der Regel wird erwartet, dass der Interessent bereits Erfahrungen in der ICT hat. Eine Voraussetzung ist dies aber nicht.

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