Jugendliche und Alkohol: Alcopops und ihre Wirkung

Accu-Chek Services - Alcopops

Alcopops sind Mischungen aus Alkohol (meist Spirituosen, aber auch Wein oder Bier) und Limonade. Das Tückische ist, dass Alcopops aussehen wie Limonade und auch so schmecken, aber richtige Alkoholbomben sind. In einer Flasche stecken mehr als zwei Schnapsgläser Hochprozentiges, mehr Alkohol also als in einer Flasche Bier oder in einem Glas Wein. Im trendy Design, begleitet von peppiger Werbung treffen sie genau den Nerv der Jugendlichen. Außerdem werden sie in unterschiedlichen Varianten angeboten: Von herb-spritzig bis hin zu fruchtig-süß, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Kleine Flaschen mit großer Wirkung

Wie wirkt sich eine Flasche Alcopop auf den Körper Ihrer Tochter/Ihres Sohnes aus? Der Alkohol senkt den Blutzucker. Zugleich enthalten die Alcopops Zucker, der den Blutzuckerspiegel logischerweise ansteigen lässt. Welcher Bestandteil wie wirkt, ist dabei schwer vorhersagbar. Allerdings kann die blutzuckersenkende Wirkung des Alkohols sehr lange anhalten, weitaus länger als die Wirkung des Zuckers. So könnte es mitten in der Nacht zu einer Hypoglykämie kommen und – bleibt sie unbehandelt – sogar zu einer schweren Unterzuckerung.

Die Bundesregierung hat bereits reagiert und Alcopops seit August 2004 mit einer Sondersteuer belegt. In Frankreich führte eine ähnliche Strategie bereits zum Erfolg: Der Verkauf von Alcopops ging seit der Einführung einer "Strafsteuer" deutlich zurück. Doch zunächst sind offene Worte gegenüber Ihrem Kind die beste Vorbeugungsmaßnahme:

Ihr Kind sollte über Alcopops und ihre Wirkung auf den Diabetes Bescheid wissen. Auch wenn Sie denken, es ist noch zu früh: Klären Sie es sachlich auf, ohne zu sehr zu verteufeln. Denn "Verbotenes" übt gerade in der Pubertät einen besonderen Reiz aus. Eine Flasche Alcopop schlägt leicht mit 200 Kilokalorien zu Buche. Ein schlagendes Argument, vor allem bei Teens, die auf die Figur achten. Geben Sie Ihrer Tochter/Ihrem Sohn Tipps für die Partys an die Hand.

  • Greif lieber zur Saftschorle.
  • Wenn es doch mal Alkohol sein soll, bleib bei einer Sorte. Mischungen wie Alcopops und Cocktails sind hinsichtlich ihres Einflusses auf Blutzucker und Insulinbedarf schwer abzuschätzen.
  • Und auf jeden Fall: Vor der Party langsame Kohlenhydrate (z. B. ein belegtes Brot) essen, um den Blutzucker dauerhaft anzuheben.
  • Hast du Alkohol getrunken, solltest du in kurzen Abständen Blutzucker messen und die Insulindosis anpassen.
Der neueste Trend: Alcopops als Pulver

Um die Alcopop-Sondersteuer zu umgehen, wurde eine ganz neue Variante entwickelt: Alcopops in Pulverform. Als "Lebensmittel eigener Art" sind sie dieser Sondersteuer nicht unterworfen, doch ebenso wenig zu empfehlen wie die flüssige Variante. Bisher gibt es diese Alcopops nur im Internet. Dennoch kann es nicht schaden, wenn Sie als Eltern darüber Bescheid wissen.

Alcopops und Jugendschutzgesetz

Alcopops mit Hochprozentigem dürfen (z. B. in Discos und Supermärkten) nicht an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden, Mischgetränke, die Bier und Wein enthalten, nicht an Jugendliche, die noch nicht 16 Jahre alt sind.

Mehr über Alcopops erfahren Sie in der Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bist-du-staerker-als-alkohol.de.

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