Magersucht, Bulimie und die Gewichtskontrolle mit Insulin

Accu-Chek Services - Magersucht

In einer Phase, in der man sich seiner selbst nicht sicher ist, übertragen sich diese Zweifel auch auf das Äußere. Viele Mädchen und auch zunehmend Jungen fühlen sich zu dick, ganz gleich wie dünn sie sind. Das kann dazu führen, dass sie nichts mehr essen, an Gewicht verlieren, extrem viel Sport treiben, um ja abzunehmen. Im extremsten Fall sprechen wir von Magersucht (Anorexia nervosa).

Eine weitere Form der Essstörung ist die so genannte Bulimie (Ess-Brech-Sucht). Übermäßige Fressattacken und Erbrechen erfolgen hierbei im Wechsel. Bulimie kann schwere gesundheitliche Probleme an Magen, Speiseröhre und Zähnen auslösen, bei Jugendlichen mit Diabetes sind die Folgen sogar noch extremer, bis hin zu Netzhautblutungen.


Während anorektische Jugendliche sehr dünn sind, haben Ess-Brech-Süchtige meist Normalgewicht und fallen daher nicht weiter auf. Wenn Sie solche Verhaltensformen feststellen oder vermuten: Sprechen Sie mit Ihrem Kind, versuchen Sie ihm im Anfangsstadium gemeinsam mit der Diabetesberaterin oder Diätassistentin andere Wege aufzuzeigen, sein Gewicht zu regulieren. Hilft dies alles nichts, vereinbaren Sie einen Termin mit einem Psychotherapeuten. Denn Magersucht und Bulimie sind Krankheiten, die die Gesundheit Ihres Kindes massiv gefährden und behandelt werden müssen.

Typische Anzeichen von Anorexie und Bulimie
  • Hohe Schwankungen im Blutzuckerspiegel
  • Häufige Hyperglykämie
  • Häufige Hypoglykämie
  • Hoher Gewichtsverlust
  • Fressattacken
  • Nahrungsverweigerung
  • Besonders häufiges Reden über Figur und Gewicht oder Betrachten im Spiegel

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Zeichen beobachten, ist zumindest Aufmerksamkeit angebracht.

Extrem gefährlich – Gewichtskontrolle mit Insulin

Wer zu wenig oder gar kein Insulin produziert, kann die Nahrung nicht richtig verwerten. Sie bleibt zum Teil ungenutzt und das bedeutet: Man nimmt ab. Eine Wirkweise, die manche Jugendlichen (zumeist Mädchen) ausnutzen. Sie lassen die Insulinspritze ausfallen, um Gewicht zu verlieren. Bei Diabetes ist dies eine hochriskante Sache.

Doch wie können Sie erkennen, ob Ihr Kind Insulinspritzen "vergisst", ohne sie nonstop zu kontrollieren? Zum einen werden Sie es vielleicht am Insulinverbrauch feststellen. Zum andern kann der HbA1c-Wert einen Hinweis geben. Falls Sie ein solches Verhalten vermuten: Sprechen Sie mit dem Arzt oder Diabetologen darüber. Er wird Ihnen sagen, ob der HbA1c-Wert diesen Verdacht bestätigt.

Doch was können Sie tun? Sprechen Sie sachlich mit Ihrem Kind. Führen Sie eindringlich die Gefahren einer schlechten Blutzuckereinstellung vor Augen, ganz zu schweigen von den Langzeitfolgen, späteren Krankheiten etc. Bitten Sie die Diabetesberaterin, Vorschläge für eine gesunde Gewichtskontrolle an die Hand zu geben. Nützt dies alles nichts, hilft ein Gespräch mit einem Jugendpsychologen.

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