Diabetes und Alkohol: Alkoholkonsum reduzieren

Accu-Chek Services - Diabetes und Alkohol

Alle Jugendlichen müssen lernen, vernünftig mit Alkohol umzugehen. Ein Glas Wein zum Essen oder hin und wieder ein Bier ist für junge Erwachsene, d.h. frühestens ab 16 Jahren sicher kein Problem. Doch gerade in der Clique fällt es schwer, den Umgang mit alkoholischen Getränken unter Kontrolle zu haben und auch mal "Nein" zu sagen. Wer sich betrinkt, schadet der Gesundheit, wirkt nicht besonders attraktiv und ist auf keinen Fall fahrtüchtig – egal ob mit Fahrrad, Moped oder Auto. Dies gilt für alle Jugendlichen. Für Diabetiker birgt der Alkohol jedoch weitere Tücken.

Alkohol senkt den Blutzuckerspiegel

Wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn abends Bier, Wein oder härtere Sachen trinkt, senkt dies den Blutzucker in der Nacht – eine Wirkung, die bis in den nächsten Tag hinein anhalten kann. Es besteht also die Gefahr von Unterzucker. Wann genau es zum Abfall kommt, kann keiner vorhersagen.

  • Nach dem Ausgehen und Alkoholgenuss, unbedingt den Blutzucker kontrollieren. Liegt der Wert unter 120 mg (6.7 mmol/l), dann zur Sicherheit noch 1 - 2 KE essen.
  • Nie für Alkohol Kohlenhydrate weglassen.
  • Für alkoholische Getränke kein Insulin spritzen
  • Bei ein bis zwei Gläser Wein, Bier oder Schnaps dürfte die Reaktion noch überschaubar sein, doch bei größeren Mengen ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Und: Alkohol wird nicht als KE angerechnet
Vernünftiger Umgang mit Alkohol

Ist Ihre Tochter oder Ihr Sohn alt genug und möchte ab und zu ein Glas trinken? Geben Sie ihr/ihm folgende Regeln mit auf den Weg:

  • Höchstens ein bis zwei Gläser von einer Sorte trinken. Sollte die Zwei-Gläser-Regel nicht eingehalten werden, müssen auf jeden Fall zusätzlich Kohlenhydrate gegessen werden, für die ebenfalls kein Insulin gespritzt wird.
  • Nie auf leeren Magen trinken. Das erhöht die Gefahr einer Hypoglykämie.
  • Keine Drinks mit Zucker wählen. Die lassen sich schwer berechnen.
  • Wenn Alkohol, dann Getränke, die wenig oder gar keinen Zucker enthalten – dazu zählen trockener Wein oder trockener Sekt (extra dry oder brut). Auch wenn hochprozentige Schnäpse wenig oder gar keinen Zucker enthalten, sollte man hiervon ganz die Finger lassen. Denn schon wenige Mengen reichen aus, um einen Rausch zu bekommen und die Kontrolle zu verlieren. Am besten man hält sich deshalb nur an so genannte "Soft-Getränke".
Nicht geeignete Alkoholika

Liköre – sie enthalten sechs bis zehn Gramm Zucker pro Glas – süße Weine, Obstweine, süßer Sekt, Bier mit hohem Kohlenhydratgehalt, auch Malz- und alkoholfreies Bier sind nicht geeignet. Besonders ungünstig sind Alkopops: Sie enthalten ebenfalls Zucker und pro Flasche zwei Schnapsgläser hochprozentigen Alkohol.

Ein Vollrausch ist riskant

Wer zuviel Alkohol trinkt begibt sich als Diabetiker in Gefahr. Er wird weniger empfänglich für die körpereigenen Warnsignale und spürt z. B. nicht, wenn sich eine Hypoglykämie anbahnt. Macht sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn alleine auf den Heimweg und wird aufgrund einer schweren Unterzuckerung bewusstlos, so kann das böse Folgen haben.

Daher: Bitten Sie die Freunde um Mithilfe. Sie sollten Ihre Tochter oder Ihren Sohn nach Hause begleiten, wenn sie/er doch einmal zuviel getrunken hat. Am besten ist es, Alkohol ganz zu meiden oder nur geringe Mengen zu sich zu nehmen. Machen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn unbedingt auf diese Gefahren aufmerksam.

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