Wachstumshormone und Sexualhormone: Ihre Wirkung in der Pubertät

Accu-Chek Services - Wachstumshormone und Sexualhormone

Gerade war Ihr Kind noch in bester Stimmung, kurze Zeit später hat es schlechte Laune? Diese Stimmungsschwankungen und auch eventuelle Probleme beim Diabetesmanagement haben in der Pubertät erklärbare Ursachen, denn der Körper schüttet vermehrt Sexual- und Wachstumshorrmone aus, die sich auf die Stimmung und den Stoffwechsel der Jugendlichen auswirken.

Sexualhormone

Sexualhormone haben's in sich. Sie sind nicht nur für die geschlechtliche Entwicklung verantwortlich, sondern beeinflussen auch seelische Hochs und Tiefs. Außerdem vermindern sie die Wirksamkeit von Insulin in unvorhersagbarem Maß, denn ihre Konzentration verändert sich ständig. Das Resultat: Die Blutzuckerwerte sind instabil und insgesamt zu hoch – ein Zustand, der Jugendliche nervt.

Wachstumshormone

Sie erhöhen den Insulinbedarf zusätzlich. Es kommt öfter zu Morgenhyperglykämien (Dawn-Phänomen).

Warum Jugendliche unzufrieden sind

Sicher, oft reagieren Pubertierende unberechenbar und "überempfindlich", doch sie haben ihre Gründe: Das Diabetesmanagement fällt in der Pubertät besonders schwer: Eine Situation, die vielen Jugendlichen zu schaffen macht.

  • Das Äußere wird immer wichtiger: In den Medien wimmelt es vor superfitten Menschen mit perfekter Figur. Zu Unrecht haben viele Jugendliche das Gefühl, Diabetes lasse sich mit diesem Idealbild schwer vereinbaren. Dabei beweisen viele Promis, dass Menschen mit Diabetes so erfolgreich und leistungsfähig sind, wie Menschen ohne Diabetes. Z. B. die Schauspielerin Halle Berry, die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, oder Carsten Fischer, der mit der Hockey-Nationalmannschaft olympisches Gold gewann.
  • Vieles wird in dieser Zeit anders: Die ersten Partnerschaften bahnen sich an, die Weichen für die berufliche Zukunft werden gestellt, Freunde rücken in den Vordergrund. Dabei lernt Ihre Tochter oder Ihr Sohn nach und nach immer mehr Verantwortung zu übernehmen. Kurz: Ihr Kind steht vor vielen neuen Aufgaben, die es stark beschäftigen.
  • Jugendliche machen sich gerade in dieser Zeit intensiv über ihre Zukunft mit Diabetes Gedanken – manchmal entstehen hieraus unnötige Sorgen.
Als Eltern mit Teenagern umgehen

Geben Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn Hilfe zur Selbsthilfe an die Hand. Und eines kann man gar nicht oft genug wiederholen: Mit gezieltem Diabetesmanagement kann Ihr Kind wie alle anderen Jugendlichen leben.

Informieren Sie klar und sachlich

Wenn Ihr Kind über die Wirkung der Hormone Bescheid weiß, wird es sich weniger Vorwürfe machen, wenn das Diabetesmanagement mal nicht so klappt. Gleichzeitig räumen Sie mit Vorurteilen auf, z. B. dass Menschen mit Diabetes keine Kinder bekommen können oder Diabetes impotent macht usw.

Rücken Sie alle Aspekte des Lebens in den Vordergrund

Auch wenn das tägliche Diabetesmanagement eine sehr wichtige Rolle spielt, sollte man sich klar machen: Das Leben besteht nicht nur aus Diabetes allein. Genauso wichtig sind Freunde, die Familie, die Partnerschaft. Dies sollten Sie auch Ihrem Kind vermitteln.

Verteilen Sie keine Schulnoten

Blutzuckerwerte sind keine Zeugnisnoten. Wenn es mit der Stoffwechseleinstellung ein wenig hapert, verkneifen Sie sich Vorwürfe gegenüber Ihrem Kind – und sich selbst. Bieten Sie Ihrem Kind stattdessen Hilfestellung beim Diabetesmanagement an, loben und ermuntern Sie es.

Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes

Wer von sich selbst überzeugt ist, macht sich weniger Sorgen und blickt vertrauensvoller in die Zukunft. Bestärken Sie Ihr Kind auch in seiner Individualität, ganz gleich ob es Anwalt, Handwerker oder Musiker werden will.

Bringen Sie Ihr Kind auf andere Gedanken

Ein Besuch im Kino, ein Picknick mit der Clique und eine Klönrunde mit der Freundin/dem Freund: Das macht Spaß und lenkt ab, wenn Ihr Kind mal wieder zu sehr ins Grübeln kommt. Oder fördern Sie "bewegende" Aktivitäten – ganz gleich ob "echter" Sport oder Abtanzen in der Disco. Denn damit schlägt Ihr Kind zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Blutzuckerspiegel sinkt und die Laune steigt.

Nutzen Sie die Hilfe der Profis

Sie haben alles versucht, doch Ihr Kind überwindet sein Tief nicht aus eigener Kraft und mit Ihrer Hilfe? Dann wenden Sie sich an einen Experten. Ihr Diabetesteam hilft Ihnen gerne weiter.

Infos zum Nachlesen: Unser Buchtipp
Axel Hirsch: Diabetes ist meine Sache.
Hilfen zum Umgang mit Angst, Wut und Traurigkeit
Kirchheim, Mainz
16,40 EUR
ISBN 3874093425

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