Tipps für eine ausgewogene Ernährung

Accu-Chek Services - Ausgewogene Ernährung

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Wir essen täglich, und wenn wir es mit Genuss und Freude tun, machen wir uns das Leben schöner. Entdecken Sie die Vielfalt der Zutaten und Zubereitungsarten. Als Diabetiker müssen Sie sich nichts versagen, nur die richtige Menge beachten. In einem Überblick hier ein kleiner Leitfaden rund ums Essen, unterteilt in die verschiedenen Lebensmittel.

 

 

 

 


Gemüse
  • empfehlenswert:
    alle frischen oder tiefgekühlten Gemüsesorten; fettarm zubereitet, z. B. als Salat, Rohkost, Eintopf oder Gemüsebeilage
  • weniger empfehlenswert:
    Tiefkühlgemüse mit Sahne oder Fettzusatz, Fertiggerichte z. B. Eintöpfe, panierte Bratlinge etc.
Obst

abgestimmt auf die tägliche BE/KE-Menge

  • empfehlenswert:
    alle frischen Obstsorten, ungezuckertes oder mit Süßstoff gezuckertes Kompott und Tiefkühlobst
  • weniger empfehlenswert:
    Weintrauben, Trockenobst, Rosinen, gezuckerte Obstkonserven, Nüsse, Mandeln, Erdnüsse etc.: sehr fetthaltig

Unser Tipp:
Verwenden Sie zum Süßen künstliche Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat, Stevia oder Aspartam. Sie sind kalorienfrei und haben keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.

Brot, Getreideprodukte

abgestimmt auf die tägliche BE/KE-Menge

  • empfehlenswert:
    alle Brotsorten, bevorzugt Vollkornbrote, geschrotetes Getreide z. B. zur Müsli-Herstellung, ungesüßte Fertigmüslimischungen mit wenig Trockenobst und Rosinen (Zutatenliste beachten), Reis, bevorzugt Vollkornreis, Nudeln, bevorzugt Vollkornnudeln etc.
  • weniger empfehlenswert:
    helle Brotsorten und Brötchen, gesüßte Müslimischungen
Kartoffeln

abgestimmt auf die tägliche BE/KE-Menge

  • empfehlenswert:
    Pell-, Dampfkartoffeln, Kartoffelklöße, Kartoffelpüree (ohne Fett zubereitet)
  • weniger empfehlenswert:
    fettreiche Kartoffelzubereitungen wie Bratkartoffeln, Pommes frites, Reibekuchen, Kroketten etc., Kartoffelchips- und salzige Knabbereien
Kohlenhydrathaltige Gemüse und Hülsenfrüchte

abgestimmt auf die tägliche BE/KE-Menge

Fleisch und Geflügel
  • empfehlenswert:
    mageres Fleisch vom Rind und Schwein, Kalb- und Lammfleisch, Puten-, Geflügelfleisch, Wild, alle genannten Sorten Fleisch in fettarmer Zubereitung (z. B. im Bratschlauch, Römertopf, beschichteter Pfanne etc.)
  • weniger empfehlenswert:
    fettes, durchwachsenes Fleisch wie z. B. Schweinebauch, Schweinenacken und Schwartenfleisch, Innereien (sehr cholesterinhaltig), Gans, Ente
Fleischerzeugnisse und Wurst
  • empfehlenswert:
    Wurst mit niedrigem Fettgehalt, z. B. Geflügel- und Putenaufschnitt, fettreduzierte Teewurst, Roastbeef, Kasseler, Bierschinken mit sichtbaren mageren Fleischstückchen, Schinken ohne Fettrand roh oder gekocht, Lachsschinken, mageres Corned Beef, alle mageren Aspik-Waren wie Kalbfleischsülze, Schinkensülze etc
  • weniger empfehlenswert:
    alle vollfetten Streichwurstsorten wie z. B. Teewurst, Leberwurst, Kalbsleberwurst, Rotwurst etc., Salami, Mettwurst, Cervelatwurst, Bockwurst, Fleischwurst, Bierwurst, Lyoner, Jagdwurst, Fleischkäse, Gelbwurst, Schinkenspeck, Speck durchwachsen.
    Aufgrund ausgereifter Herstellungsverfahren wird in vielen Wurst- und Fleischerzeugnissen sehr viel Fett als "verstecktes Fett" verarbeitet.

Unser Tipp:
Erkundigen Sie sich nach den fettreduzierten Sorten in Ihrem Supermarkt.

Fisch
  • empfehlenswert:
    alle mageren und fettarmen Sorten, z. B. Rotbarsch, Kabeljau, Schellfisch, Seelachs, Seeaal, Seehecht, Goldbarsch, Scholle, Heilbutt weiß, Steinbutt, Seezunge, Flunder, Hecht, Forelle, Karpfen, Barsch, Hering, fettarm zubereitet (z. B. gegrillt), Thunfisch ohne Öl oder frisch, Muscheln, Krabben, Krebse (bei häufigem Verzehr nur für Diabetiker ohne erhöhten Blutcholesterinspiegel zu empfehlen)
  • weniger empfehlenswert:
    Lachs, Aal, Schwarzer Heilbutt, frische Makrele, Hering in größeren Mengen, Matjes, Brathering, Geräucherte Fische z. b. Makrele, Schillerlocken, Sprotten, Heilbutt, Aal, Lachs, Thunfisch in Öl, ölhaltige Fischmarinaden, Heringsmarinaden, mayonnaisehaltige Fischsalate
Milch- und Sauermilcherzeugnisse

abgestimmt auf die tägliche BE/KE-Menge Käse und Quark (ca. 150 Gramm pro Tag)

  • empfehlenswert:
    fettarme Milch- und Milchprodukte mit max. 1,5 Prozent Fett/100 g, z. B. fettarmer Joghurt, Magerjoghurt, fettarme Dickmilch, fettarmer Kefir, Buttermilch, fettreduzierte Schnittkäse mit max. 30 Prozent Fett in der Trockenmasse (F.i.Tr.) = 15 Gramm Fett absolut/100 g Käse, z. B. Edamer, Tilsiter, Westlite-Gouda, Litedamer, Camembert, Ziegenweichkäse, Romadur, Sauermilchkäse wie Harzer oder Mainzer, Schmelz- und Frischkäse bis 30 Prozent Fett in der Trockenmasse (F.i.Tr.) = 15 Gramm Fett absolut /100 g, z. B. körniger Frischkäse, Schichtkäse und Speisequark.
    Quelle: Schulungsbuch für Diabetiker, Gerhard W. Schmeisl, Elsevier Verlag (Urban & Fischer)
  • weniger empfehlenswert:
    alle Vollmilchprodukte z. B. Trinkmilch mit 3,5 Prozent, Vollmilchjoghurt etc., alle Sauermilcherzeugnisse ab 3,5 Prozent Fett/100 g, Sahne, Schmand, Creme fraiche, Speisequark, mit Sahne (ab 45 Prozent Fett in der Trockenmasse/F.i.Tr.), Vollfette Käse z. B.: Mozzarella, Butterkäse, Gouda, Leerdamer, Havarti, Pyrenäenkäse, Esrom, etc., Rahmcamembert, Blauschimmel-Weichkäse etc., Schafskäse (in großen Mengen), Doppelrahm-Frischkäse
Öle und Fette
  • empfehlenswert:
    Halbfettmargarine mit mind. 50 Prozent ungesättigten Fettsäuren, alle Pflanzenöle z. B.: Sonnenblumenöl, Rapsöl, Färberdistelöl (= Safloröl, Distelöl), Olivenöl, Sojaöl oder Erdnussöl, Halbfettbutter (cholesterinhaltig)
  • weniger empfehlenswert:
    Vollfette Margarine oder Butter (cholesterinhaltig), Butterschmalz, Mayonnaise, Schmalz, Gänseschmalz, Talg, gehärtete pflanzliche Fette, Kokosfett, Erdnussfett, Palmkernfett
Getränke
  • empfehlenswert:
    Mineralwasser auch mit Zusatz von Zitronensaft, schwarzer Kaffee, schwarzer Tee, grüner Tee, Früchte-, Kräutertees aller Art, Fruchtsaft aus 100 Prozent Frucht mit Wasser im Verhältnis eins zu drei verdünnt (abgestimmt auf die tägliche BE/KE-Menge), Limonaden mit Süßstoff (Light, Zero), Kakao, Milchmixgetränke, selbst zubereitet (abgestimmt auf die tägliche BE/KE-Menge)
  • weniger empfehlenswert:
    gezuckerte Fruchtsäfte z. B.: Fruchtnektar, Fruchsaftgetränke und zuckerhaltige Limonaden, Kakao, Milchmixgetränke, alkoholhaltige Getränke, z. B. Bier, Wein, Sekt, Likör, Schnaps etc.
Alkoholische Getränke

Vor dem Genuss von alkoholischen Getränken sollten Sie ein paar wichtige Dinge beachten:

Wählen Sie bei Wein trockene Sorten und bei Sekt extra trockene Sorten aus, diese sind besonders kohlenhydratarm.

Alkoholfreies Bier ist alkoholreduziert (ca. zwei Volumen Prozent) und enthält ca. 18 Gramm Kohlenhydrate/100 ml.

  • Je höher der Kohlenhydratgehalt des Getränkes ist, desto weniger ist dieses zu empfehlen
  • Alkohol kann den Blutzucker auch noch 12 bis 24 Stunden nach Alkoholgenuss senken und zu einer Unterzuckerung führen

Besprechen Sie das Thema Alkohol mit Ihrem Diabetes behandelnden Arzt.

Mehr Informationen über Wasser, Limo, Saft & Co und Alkoholika unter Trinken.

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