Alkohol und Krebs: Alkoholkonsum fördert Krebs

Accu-Chek Services - Alkoholkonsum

Alkohol kann dazu beitragen, dass eine Krebserkrankung entsteht. Vor allem, wenn der Konsum über ein akzeptables Maß hinaus geht. Für einen von 10 Krebsfällen bei Männern und einen von 33 Krebsfällen bei Frauen ist der Alkoholkonsum verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Sie untersuchten Daten von mehr als 350.000 männlichen und weiblichen Teilnehmern der EPIC*-Studie aus acht europäischen Ländern (Dänemark, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien). Die Mehrzahl der alkoholbedingten Krebsfälle ist dabei auf einen Konsum zurückzuführen, der über die akzeptable Menge hinausgeht. Diese liegt bei Männern bei zwei Gläsern pro Tag und bei Frauen bei täglich einem Glas eines alkoholischen Getränks.

Nach Angaben des Internationalen Krebsforschungszentrums der World Health Organisation (IARC) gilt der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Alkoholkonsum und dem Auftreten von Krebserkrankungen der Leber, der Brust, des Darms und des oberen Verdauungstraktes bereits seit längerer Zeit als wissenschaftlich belegt. Wie viele Krebsfälle insgesamt auf den Konsum alkoholischer Getränke zurückzuführen sind, war jedoch bislang unklar. Ebenso war die Dosisabhängigkeit unbekannt. Europa gehört zu den Regionen mit dem höchsten Alkoholkonsum pro Kopf. Etwa 6,5 Prozent aller Todesfälle sind in Europa auf das Trinken von Alkohol zurückzuführen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält zurzeit für gesunde Frauen beziehungsweise Männer eine tägliche Aufnahme von nicht mehr als 10 beziehungsweise 20 g Alkohol pro Tag für akzeptabel, will diese Angabe jedoch nicht als Empfehlung verstanden wissen, jeden Tag Alkohol zu trinken. Eine Menge von 20 g Alkohol ist z.B. enthalten in 0,5 l Bier, 0,25 l Wein oder 0,06 l Weinbrand.

"Nach unseren Ergebnissen wären bereits sehr viele Krebsfälle vermeidbar, wenn die Empfehlungen der Gesundheitsorganisationen berücksichtigt würden, das heißt, wenn man als Mann nicht mehr als zwei Gläser beziehungsweise als Frau nicht mehr als ein Glas eines alkoholischen Getränks pro Tag konsumiert", sagt Madlen Schütze, Erstautorin der Studie und Epidemiologin am DIfE. "Noch mehr Krebserkrankungen ließen sich vermeiden, wenn jeder ganz auf Alkohol verzichten würde".

Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift British Medical Journal (Schütze et al., 2011, DOI: 10.1136/bmj.d1584).

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