Mit Kaffee gegen die Kilos

Mit Kaffee gegen die KilosKaffee – Deutschlands Lieblings-
getränk wirkt positiv aufs Körper-
gewicht und stellt auch kein
Krebsrisiko dar.

Gute Nachrichten für alle Kaffeetrinker: Sie weisen einen geringeren Body Mass Index (BMI) auf und können durch ihren Koffeinkonsum ihr Gewicht langfristig besser halten als Menschen, die keinen Kaffee trinken. Das zeigt eine Untersuchung, die im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas entstanden ist. Erhöhtes Krebsrisiko durch Kaffeekonsum? Auch dazu gibt es neue Erkenntnisse der WHO.

Bessere Stabilisierung nach Gewichtsabnahme

Koffeinhaltige Getränke zählen in der westlichen Welt, wie auch weltweit, zu den meistverbreiteten Getränken neben Wasser. Eine Auswertung des Kompetenznetzes Adipositas zeigte, dass nach einer Gewichtsabnahme anscheinend diejenigen Menschen ihr Körpergewicht besser stabilisieren konnten, die mehr Kaffee und koffeinhaltige Getränke konsumierten. Die Teilnehmer des Gewichtskontrollregisters, die über ein Jahr erfolgreich Gewicht um mindestens zehn Prozent abnahmen und das reduzierte Gewicht nachhaltig über mindestens ein Jahr halten konnten, konsumierten im Mittel: 3,83 Tassen Kaffee und koffeinhaltige Getränke gegenüber 3,35 Tassen in der Vergleichsgruppe pro Tag.

Geringerer BMI bei Kaffeetrinkern

"Man nimmt nach einer Gewichtsabnahme weniger schnell wieder zu, wenn man in größeren Mengen Koffein zu sich nimmt", erläutert Prof. Dr. med. Martina de Zwaan, Leiterin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover, die die Studie maßgeblich begleitete. Zusätzlich gibt es Hinweise darauf, dass Kaffeetrinker einen geringeren BMI aufweisen.

Koffein besitzt eine anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem und wird mit verschiedenen Auswirkungen auf den Stoffwechsel in Verbindung gebracht: erhöhter Energieverbrauch, erhöhte Wärmebildung und verbesserte Fettverbrennung im Muskel unter körperlicher Aktivität.

Gesundheitsfördernde Wirkung

Der moderate Konsum von Kaffee ist nicht mit einem gesundheitlichen Risiko verbunden, sondern zeigt vielfach sogar gesundheitsfördernde Wirkungen. Hierfür ist nicht nur Koffein selbst entscheidend, auch weitere Inhaltstoffe könnten eine Rolle spielen. Als moderat wird eine Aufnahme von etwa 300mg Koffein pro Tag angesehen, wobei eine Tasse Kaffee, je nach Zubereitungsart und Sorte, zwischen 40 und 120mg Koffein enthält. Im Vergleich: Koffeingehalt pro 100 ml:

Espresso110 mg
Coca Cola10 mg
Schwarzer Tee35 mg

Der Genuss koffeinhaltiger Kaffees und Tees kann beispielsweise eine Gewichtsabnahme positiv unterstützen. Erfolgreicher und langanhaltender Gewichtsverlust und -erhalt können jedoch nur durch langfristige Veränderungen der Ess-, Trink-, Bewegungs- und Verhaltensgewohnheiten gelingen. Exzessiver Konsum kann jedoch auch zu unerwünschten Wirkungen führen – so zum Beispiel Ruhelosigkeit oder eine Beeinträchtigung der Feinmotorik. Bei der Verträglichkeit von Koffein bestehen dabei große individuelle Unterschiede.

Kein höheres Krebsrisiko durch Kaffeekonsum

Lange wurde Kaffee kritisch beäugt und sogar mit einem höheren Krebsrisiko in Verbindung gebracht. Den aktuellen Stand der Forschung hat nun die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) zusammengefasst und kommt zum Schluss: Kaffee wird in der Kategorie 3 "nicht einzustufen" einsortiert. Zur vollständigen Entwarnung, also einer Einstufung in Kategorie 4 "nicht krebserregend", reichte die Datenlage dann doch nicht aus.

"Wir haben mehr als tausend Studien ausgewertet. Einige deuteten auch in die Richtung, dass Kaffee zum Beispiel die Leber eher schützt", sagt Lebensmittelchemiker und Toxikologe Dirk Lachenmeier vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe.

Quellen:
  1. Mit Kaffee gegen die Kilos: (http://www.diabetologie-online.de/a/1773070) Stand: 23.06.2016
  2. Krebsrisiko Kaffee: WHO gibt Entwarnung (https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2016/news51-krebsrisiko-kaffee-iarc-entwarnung.php) Stand 23.6.2016
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