Die Deutsche Diabetes-Studie - Forschen für eine bessere Patientenversorgung

Accu-Chek Services - Diabetes Studie

Wie entsteht Diabetes mellitus, welche Faktoren tragen dazu bei? Wie kann man die Erkrankung verhindern, behandeln oder gar heilen? Die Antworten auf diese Fragen kann kein einzelner Wissenschaftler, keine Arbeitsgruppe, keine Institution alleine finden. Nur wenn Forscher verschiedener Disziplinen eng zusammenarbeiten, kann das komplexe Geschehen entschlüsselt werden. Deshalb hat die Bundesregierung im Jahr 2009 einen nationalen Forschungsverbund gegründet, mit dem Ziel, zukünftig Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu bringen. Im Verbundprojekt des Deutschen Diabetes Zentrums tauschen sich Forscher der verschiedensten Richtungen aus, z.B. Grundlagenforscher und klinisch tätige Ärzte, und können so neue personalisierte Präventions- und Therapiestrategien entwickeln, die zum Wohle der Patienten möglichst zeitnah in die Arztpraxen und Kliniken gelangen sollen.

Die Erkrankung Diabetes mellitus entsteht im Laufe eines komplexen Prozesses, bei dem Gene, Lebensstil und Umweltfaktoren über Jahre zu der Erkrankung führen. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist Voraussetzung, um innovative Angriffspunkte für Medikamente zu identifizieren bzw. mit Hilfe regenerativer Therapien den Diabetes in Zukunft vielleicht zu heilen.

Die starke Zunahme der Diabeteserkrankungen stellt das deutsche Gesundheitssystem vor erhebliche Herausforderungen - bei einer Bevölkerung, die immer älter wird.

Diabeteserkrankungen können sehr unterschiedlich verlaufen. Warum entwickeln einige Patienten Nierenschäden oder Herzinfarkte, andere dagegen nicht? Lassen sich besonders gefährdete Patienten anhand klinischer Parameter, mit bildgebenden Verfahren oder über die Laboranalytik frühzeitig erkennen? Je mehr über diese Zusammenhänge bekannt ist, umso eher lassen sich personalisierte Therapieansätze finden, mit denen einzelnen Patienten ganz gezielt geholfen werden kann.

Schwerwiegende Folgeerkrankungen entstehen vor allem, wenn ein Diabetes nur unzureichend behandelt wird. Neue Erkenntnisse zur Vorbeugung erwarten sich die Wissenschaftler von der Deutschen Diabetes-Studie (DDS), die das Deutsche Diabetes-Zentrum (DZD) in Düsseldorf initiierte. Bei Patienten mit einem neu manifestierten Diabetes, Typ-1 und Typ-2, wird der Krankheitsverlauf beobachtet. Dabei wird besonders der Einfluss einzelner Faktoren, wie Lebensstil und Begleiterkrankungen, unter die Lupe genommen. Ob die Gene oder bestimmte Stoffwechseleigenschaften die Entwicklung von Folgeschäden beeinflussen, wird ebenfalls untersucht. Darüber hinaus wollen die Forscher herausfinden, welche Auswirkungen eine veränderte Ernährungsweise bei Menschen mit Typ-2-Diabetes auf den Energiestoffwechsel hat. So wollen die Ärzte zukünftig Risiken einzelner Patientengruppen besser bestimmen und rechtzeitig Vorsorge treffen.

Die Deutsche Diabetes-Studie wird vom Deutschen Diabetes-Zentrum koordiniert. Es konnten mittlerweile über 500 Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes für die Studie gewonnen werden.

Partner im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) sind das Helmholtz Zentrum München, das Deutsche Diabetes-Zentrum in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke und die Universitäten Tübingen und Dresden.

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.dzd-ev.de/

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