Langzeitblutzucker: Einflussfaktoren auf den HbA1c-Wert

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Der durchschnittliche Blutzuckerwert sagt etwas über die Güte der Diabeteseinstellung aus. Wodurch wird der HbA1c am stärksten beeinflusst?

Der HbA1c-Wert bildet den Anteil an "verzuckertem" Hämoglobin ab, also des Anteils am roten Blutfarbstoff, an den sich Zuckermoleküle angelagert haben. Doch viele rätselten bislang, ob bei Anstiegen des HbA1c der Einfluss des Nüchternblutzuckers stärker wiegt oder der Einfluss von Blutzuckerspitzen nach dem Essen.

Nun haben Wissenschaftler der Universität Portland sechs Studien ausgewertet, bei denen die HbA1c-Werte sowie Blutzucker-Tagesprofile von Menschen mit Typ-2-Diabetes vorlagen. Die Teilnehmer waren im Schnitt 59 Jahre alt und hatten seit neun Jahren Diabetes. Die 1699 Teilnehmer nahmen zu Beginn der Studien orale Antidiabetika und wiesen Plasma-Glukose-Werte von im Mittel 194 mg/dl (10,8 mmol/l) auf. Der HbA1c-Wert lag bei 8,7%. Dabei war der Nüchternglucosewert zu 80 Prozent für die HbA1c-Werte verantwortlich.

Nachdem die Therapie auf eine Behandlung mit dem langwirksamen Insulinanalogon Glargin umgestellt worden war, sank der mittlere Nüchtern-Glukose-Wert auf 117 mg/dl (6,5 mmol/l). Bei den niedrigeren Glukosewerten lag der Anteil des Nüchternblutzuckers nur noch bei 35 % am Gesamt-HbA1c.

Die Forscher folgern daraus, dass die nach der Mahlzeit gemessenen Werte umso deutlicher auf den HbA1c wirken, je besser die Blutzuckereinstellung ist. Doch auch bei guter Blutzuckereinstellung bestimmt der Nüchternwert noch zu rund einem Drittel den HbA1c-Wert.

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