Stress und Diabetes: Stresshormone und ihre Wirkungen

Accu-Chek Services - Stress und Diabetes

Videospiele sind bei vielen Kindern beliebt, sie versprechen einen kurzweiligen und spannenden Zeitvertreib. Doch im Körper werden während des oftmals aufregenden Spielverlaufs Stresshormone freigesetzt, die auch Auswirkungen auf den Blutzuckerverlauf haben könnten. Um dieser Vermutung nachzugehen, wurden in einer Pilotstudie untersucht, ob Videospiele die Blutzuckerstoffwechsellage bei Kindern mit Typ-1-Diabetes beeinflussen.

Zwölf Kinder mit Typ-1-Diabetes wurden im Abstand von wenigen Wochen untersucht: Die Kinder der ersten Gruppe spielten 60 Minuten ein Videospiel, danach folgte 60 Minuten Ruhepause. Die Kinder der zweiten Gruppe lasen 60 Minuten, anschließend hatten auch sie für 60 Minuten Ruhepause. Im Abstand von 30 Minuten wurden die Herzfrequenz, der Blutdruck und der Blutzucker gemessen, ebenso die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin sowie Kortison und Wachstumshormon.

Dabei zeigte sich, dass sowohl die Herzfrequenz als auch das Stresshormon Norepinephrin während des Videospiels signifikant höher waren als beim Lesen. Ebenso war ein signifikanter Unterschied der Blutzuckerwerte zwischen den jeweiligen Ruheperioden messbar.

Die Forscher folgern daraus, dass Videospiele über die Erregung des sympathischen Nervensystems den Verlauf des Blutzuckers beeinflussen können. Sie empfehlen, diesen möglichen Zusammenhang zu beachten und die Ernährung und die Insulindosierung dieser Situation anpassen.

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