Verstopfung des Infusionssets erkennen

Accu-Chek Services - Verstopfung des Infusionssets erkennen

Das neue Infusionsset ist verstopft, wenn beim Füllen kein Insulin an der Nadelspitze austritt. Um zu testen, ob eine Verstopfung bei einem schon eingesetzten Infusionsset vorliegt: Kanüle aus der Haut ziehen und Bolus abgeben. Normalerweise meldet die Insulinpumpe einen Verstopfungsalarm.

Wenn der Verstopfungsalarm ausbleibt bzw. zu wenig Insulin an der Nadelspitze austritt, können folgende Ursachen vorliegen:

  • Das Infusionsset enthält eine Luftblase, die gerade abgegeben wird. Luftblase aus dem Infusionsset, eventuell aus der Insulinampulle entfernen, indem Sie ein paar Mal mit dem Finger leicht gegen die Patrone klopfen.
  • Die Verbindung Kanüle-Schlauch bzw. Schlauch-Luer-Anschluss ist undicht. Neues Infusionsset verwenden.
  • Die Verbindung Infusionsset-Insulinpumpe ist undicht und an dieser Stelle tritt Insulin aus. Infusionsset fest in den Adapter schrauben oder neues Infusionsset verwenden.
  • Die Insulinampulle ist defekt bzw. undicht. Neue Ampulle verwenden.
Verstopfung eines Infusionssets vermeiden
  • Immer optisch kontrollieren, ob Luftblasen im Infusionsset vorhanden sind.
  • Durchgängigkeit des Infusionssets beim Füllen mit Insulin prüfen und Füllprogramm des Infusionssets erst dann abbrechen, wenn einige Flüssigkeitstropfen an der Nadelspitze oder Spitze der Verbindungsnadel erscheinen.
  • Bei einem Teflon-Infusionsset: Vor dem Einführen der Kanüle einen kleinen Bolus (0,5 - 1 I.E.) abrufen, und die Kanüle während der Bolusabgabe unter die Haut stechen. Das hat einen doppelten Effekt: Zum einen können kleine Hautpartikel die Kanüle nicht verstopfen, zum anderen wirkt das Insulin wie ein "Schmiermittel": Der Einstich ist noch sanfter.
  • Stahl-Kanülen nach zwei Tagen, Teflon-Kanülen mindestens alle drei Tage wechseln.
  • Wechseln Sie immer die Einstichstelle, weil ansonsten Verhärtungen auftreten und die Aufnahme des Insulins (Resorption) in das Gewebe verzögert sein kann. Die Folge ist eine Blutzucker-Erhöhung. Beim anschließenden Wechsel des Infusionssets (in Verbindung mit Wechsel zu einer nicht verhärteten Einstichstelle) wird das über das neue Infusionsset abgegebene Insulin wieder normal resorbiert. Im verhärteten Gewebe kann noch zusätzliches Insulin vorhanden sein und aufgenommen werden. Mögliche Folge ist eine Unterzuckerung nach dem Wechsel des Infusionssets. Treten nach dem Wechsel des Infusionssets oft Unterzuckerungen auf, sollten Infusionsset und Einstichstelle häufiger gewechselt werden.

Erfahren Sie mehr zum Thema Insulinpumpentherapie in unserer Accu-Chek Erlebniswelt und auf unserer Aktionsseite "Bereit für die Pumpe".

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