Von einer „Hypo-Angst“ hin zu stabilen Langzeitwerten – Das Accu-Chek DiaPort-System

Accu-Chek DiaPort-SystemKann die Diabeteseinstellung
nachhaltig verbessern:
Das Accu-Chek DiaPort-System

Für Menschen mit Typ-1 Diabetes und zum Teil auch Typ-2 Diabetes gehört die Insulingabe zur täglichen Routine. In seltenen Fällen können dabei schwerwiegende Probleme auftreten, die die Therapie stark beeinträchtigen.

Herr W. ist bereits seit 1983 Typ-1 Diabetiker und nutzt seit 2010 die Accu-Chek Combo Insulinpumpe. Verdickungen im Unterhautfettgewebe haben eine erfolgreiche Diabetestherapie für ihn unmöglich gemacht. Das Insulin konnte durch die Veränderungen im Fettgewebe nicht richtig wirken und Herr W. hatte mit häufigen, teilweise schweren Unterzuckerungen zu kämpfen. Er entwickelte eine „Hypo-Angst“. Keine Therapiemaßnahme schien zu greifen und trotz einer wiederholten Anpassung der Insulingaben kam es zu starken Blutzuckerschwankungen. Um die Insulingabe über die Haut zu umgehen, wurde ihm 2014 das Accu-Chek DiaPort-System implantiert. Nach der Implantation verbesserten sich seine Werte rapide: Praktisch keine Unterzuckerungen mehr und die bisherigen Blutzuckerspitzen mit Werten weit über 400 mg/dl blieben vollständig aus.

Was ist das Accu-Chek DiaPort-System?
Accu-Chek DiaPort-SystemMittels des Accu-Chek DiaPort
gelangt das Insulin direkt in die
Peritonealhöhle – und kann so
schneller wirken

Die Insulingabe erfolgt mit der Accu-Chek Combo Insulinpumpe und einem Infusionsset direkt in die Peritonealhöhle (Teil der Bauchhöhle). Der Port besteht aus einem Metallkörper (Titan) mit einem Katheter, der im Bauch platziert wird. Die Öffnung des Ports ragt etwa 5 Millimeter über die Hautoberfläche hinaus. Unter der Haut wird eine blütenförmige Platte positioniert, die zusammen mit der Fixationsscheibe das Port-System stabilisiert.

Das Accu-Chek DiaPort-Infusionsset verbindet das Port-System über eine spezielle Kugelkanüle mit der Insulinpumpe Accu-Chek Combo. Wird das Infusionsset abgenommen, verschließt eine Membran automatisch den Zugang zur Peritonealhöhle.

In welchen Fällen kommt das Accu-Chek DiaPort-System in Frage?
  • Bei Subkutaner Insulinresistenz
  • Bei Veränderungen des Unterhautfettgewebes – Verdickungen/Verhärtungen (Lipodystrophie)
  • Bei häufigen schweren Hypoglykämien unter subkutaner Insulintherapie
  • Im Fall einer Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung
  • Wenn unter subkutaner Insulintherapie die HbA1c-Zielwerte nicht oder nur mit häufigen Hypoglykämien erreicht werden
  • Bei Hauterkrankungen, die die subkutane Insulinverabreichung behindern
  • Wenn Blutzuckerkonzentration und Insulinbedarf stark bei der subkutanen Insulintherapie schwanken
  • Bei Allergien gegen Materialien, die bei subkutaner Insulinverabreichung nötig sind (wie Stahl, Nickel oder Pflaster)

Ob der Accu-Chek DiaPort eine Lösung für Sie sein kann, besprechen und entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Diabetologen.

Die Implantationen werden ausschließlich in Accu-Chek DiaPort-Zentren durchgeführt – von Chirurgen und Diabetologen, die mit dem System vertraut sind. Insgesamt gibt es in Deutschland sechs solcher sog. "Center of Excellence" (in Bad Heilbrunn, Duisburg, Dresden, Bad Mergentheim, Schwerin und Herdecke).

Wie verändert sich Ihre Diabetestherapie durch das DiaPort-System?

Der größte Unterschied liegt darin, dass das Insulin schneller die Leber erreicht und deshalb innerhalb weniger Minuten zu wirken beginnt. Dadurch kann sich Ihr gesamter Diabetesverlauf verbessern. Bei Patienten mit einer Insulinresistenz kann auch der Insulinbedarf nach einem Wechsel zu einem Port deutlich sinken.

Erfahren Sie mehr über das Accu-Chek DiaPort-System in unserem Handbuch für Port-Träger

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