Blutuntersuchung beim Arzt - was sollte man beachten?

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Zur Blutuntersuchung beim Arzt: Was müssen Sie beachten?

An die ausführliche Erhebung der persönlichen und familiären Krankheitsgeschichte, die so genannte Anamnese, und eine körperlichen Untersuchung schließt sich die Untersuchung des Blutes an. In vielen Fällen kann erst daraus eine exakte Diagnose erstellt und in Folge eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

 

Um den Zucker- oder Fettstoffwechsel beurteilen zu können, ist wichtig, dass Sie "nüchtern" zur Blutentnahme kommen. "Nüchtern" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass vor der Blutentnahme keine Mahlzeiten/Lebensmittel zu sich genommen werden dürfen. Die letzte Mahlzeit sollte vor 20 Uhr des vorangegangenen Abends erfolgt sein. Danach sind nur noch zuckerfreie Getränke erlaubt.

Mit einer Blutuntersuchung wird die genaue Konzentration der einzelnen Blutbestandteile ermittelt. In der Regel reichen dafür schon bis zu maximal 30 Milliliter Blut aus, das hauptsächlich aus den Venen gewonnen wird. In speziellen Fällen kommt das Blut auch aus der Fingerbeere, in sehr seltenen Fällen aus der Arterie.

Venenblut

Als venöses Blut oder "Venenblut" wird das Blut bezeichnet, das durch das Kreislaufsystem zurück zum Herzen geführt wird. Da es die Stoffwechselprozesse in den Kapillaren bereits durchlaufen hat, ist das Venenblut sauerstoffarm und durchsetzt mit Stoffwechselabbauprodukten. U. a. wird dabei Kohlenstoffdioxid zu den Lungen transportiert, wo es ausgeschieden wird, bevor sich erneut Sauerstoff an die roten Blutkörperchen heften kann. Entnommen wird Venenblut hauptsächlich aus der Armvene in der Ellenbeuge.

Kapillarblut

Bei den Kapillaren handelt es sich um die kleinsten Bluttransportwege im Körper. Sie haben einen Durchmesser von nur sieben bis zehn Tausendstel Millimeter und verbinden das arterielle und venöse Gefäßsystem. In den Kapillaren findet der Austausch zwischen dem umliegenden Gewebe und dem Blutkreislauf statt. Sauerstoff, Nährstoffe und Stoffwechselprodukte treten durch die dünnen Wände der Kapillare und setzen danach ihren Weg im Blutkreislauf fort. Kapillares Blut kann Aufschluss über verschiedene Stoffwechselprozesse des Körpers geben und wird nicht zuletzt für die Messung des Blutzuckerspiegels herangezogen. Gewonnen wird Kapillarblut aus der Fingerbeere, dem Handballen oder dem Ohrläppchen. Kapillarblut enthält im Gegensatz zu venösem Blut noch eine große Menge an Sauerstoff und Nährstoffen.

Arterielles Blut

Arterien enthalten sauerstoffreiches Blut, das vom Herzen wegführt. Meistens wird arterielles Blut in der Intensivmedizin beziehungsweise bei schweren Erkrankungen (beispielsweise bei Lungenkrankheiten) in der Diagnostik verwendet. Über das arterielle Blut gewinnt man u.a. Aufschlüsse über den Gehalt an Sauerstoff und Kohlendioxid sowie den Säure-Basen-Haushalt. Gewonnen wird arterielles Blut aus der großen Leistenarterie oder der Speichenarterie am Handgelenk.

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