Arteriosklerose: Ursachen und Symptome

Accu-Chek Services - Arteriosklerose

Wie im Straßenverkehr kann es auch in den Gefäßen durch Engpässe zu Staus kommen. Man spricht dann von einer Arteriosklerose. Hierbei kommt es zu Einlagerungen in den Gefäßwänden.

Die Arteriosklerose ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern ein natürlicher Abnutzungsprozess. Schädliche Einflüsse wie hohe Cholesterinwerte, erhöhter Bluthochdruck, Bewegungsmangel oder Nikotin können diesen Prozess allerdings beschleunigen. Die Gefäße altern dann vorzeitig und lagern Fette und Kalk ein. Dadurch werden sie enger, verlieren ihre Elastizität und sind nicht mehr in der Lage, die Schwankungen des Blutdrucks auszugleichen. Sie werden brüchig und an den verletzten Stellen haften Blutplättchen an. Diese verklumpen und es entstehen Fettpolster, so genannte Plaques.

Cholesterin verstärkt diesen Effekt: Der fettähnliche Stoff wird vom Körper zum größten Teil selbst hergestellt und für den Aufbau der Zellwände oder die Hormonproduktion benötigt. Mithilfe der Eiweißverbindung LDL wird Cholesterin in die Zellen gebracht. Überschüssiges LDL-Cholesterin lagert sich in den Gefäßwänden ab. Mit der Eiweißverbindung HDL wird es von dort gelöst und in die Leber transportiert. Befindet sich zu viel LDL-Cholesterin im Blut – vor allem dadurch, dass zu viel zusätzliches Cholesterin mit der Nahrung aufgenommen wird – ist das HDL mit dem Abtransport überlastet und das LDL-Cholesterin verbleibt in den Gefäßwänden.

Ein dauerhaft zu hoher Blutzucker ist mitverantwortlich für Gefäßverengungen. So kann beispielsweise der Farbstoff der roten Blutkörperchen, das Hämoglobin, "verzuckern". Die roten Blutkörperchen sind dann nicht mehr elastisch genug, um feine Gefäße zu passieren. Zudem führen anhaltend zu hohe Blutzuckerwerte zur Verklumpung von Blutplättchen. Das begünstigt das Entstehen von Plaques und damit eine Arteriosklerose.
Der HbA1c-Wert gibt den mittleren Blutzuckerspiegel der letzten Monate an. Er sollte möglichst unter 6,5 Prozent liegen.

Nicht nur Plaques können den Gefäßen zu schaffen machen. Es kann auch zu Blutgerinnseln (Thromben) kommen, die das Gefäß verschließen. Meist werden sie vom Körper wieder aufgelöst. Geschieht dies nicht, erhält das Gewebe nicht mehr genug Blut und damit auch keinen Sauerstoff. Wenn das unterversorgte Gewebe abstirbt, spricht man vom Infarkt – etwa von einem Herzinfarkt, wenn das Herz unterversorgt wird.

Gefäßschäden

Schäden an Gefäßen bezeichnet man in der Medizin als Angiopathie. Bei einer Makroangiopathie sind große und mittlere Gefäße betroffen, etwa das Herz, das Gehirn oder die Beine. Gerade die Beine sind bei Menschen mit schlecht eingestelltem Blutzucker anfällig für Arteriosklerose. Häufig treten dann Schmerzen beim Gehen auf und es müssen Pausen eingelegt werden.

Bei der Mikroangiopathie sind kleine Arterien oder Kapillaren verstopft. Dies kann beispielsweise dazu führen, dass die Nieren die Giftstoffe des Körpers nicht mehr so gut ausfiltern. Sind Kapillaren in der Netzhaut des Auges betroffen, schwindet das Sehvermögen. Ebenfalls häufig betroffen sind die Nerven. Das zeigt sich durch Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Beinen und Füßen.

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