Unsere Schilddrüse - Schilddrüsenunterfunktion & -überfunktion

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Sie ist ein kleines schmetterlingsförmiges Organ am Hals und beeinflusst fast alle wichtigen Körpervorgänge. Gerät die Schilddrüse aus dem Tritt, wirkt sich das auf den ganzen Organismus aus.

Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann einen Sturm auslösen, lautet ein anschauliches Bild aus der Wetterforschung. Es meint, dass in komplexen Systemen eine kleine Ursache große Auswirkungen haben kann. Ein sehr komplexes System ist auch der menschliche Körper. Am Hals schmiegt sich die nur 20 bis 30 Gramm leichte Schilddrüse in der Form und Größe eines Schmetterlings um die Luftröhre. Die Hormone, die sie produziert, wirken auf Gehirn, Nerven und Psyche, den Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel, Herz und Kreislauf, Knochen, Haut und Haare, Niere und Darm sowie auf die Geschlechtsdrüsen, Eierstöcke und Hoden, und damit auf das Sexualleben. So hilft die Schilddrüse von Kindesbeinen an der körperlichen und geistigen Entwicklung auf die Sprünge.

Angesichts dieser Funktionsvielfalt ist es für Ärzte nicht leicht, eine Störung der Schilddrüsenfunktion als Ursache von Beschwerden zu identifizieren. Denn allgemeine Unruhe, Schlafstörungen, generelle Antriebslosigkeit, Schwächegefühl, Herzbeschwerden, Müdigkeit, Vergesslichkeit oder depressive Verstimmungen können alle möglichen Gründe haben.

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, wenn der Arzt bei entsprechenden Symptomen auch mit an die Schilddrüse denkt. Über einen Bluttest bekommt er sicher Auskunft, ob das kleine Organ richtig funktioniert. Das Blutbild zeigt, ob genügend oder zu wenig beziehungsweise zu viel an den lebenswichtigen Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) sowie des Hormons Kalzitonin vorhanden ist.

Die Schilddrüse umgibt die Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes. Sie besteht aus vielen kleinen Bläschen – den Follikeln, in denen die Schilddrüsenhormone hergestellt und gespeichert werden. Wenn der Körper sie braucht, z. B. bei körperlicher Belastung und Kälte, werden die Hormone ausgeschüttet. Zwischen den Follikelzellen liegen vereinzelte C-Zellen, in denen das Knochenhormon Kalzitonin gebildet wird. Den Befehl, Hormone auszuschütten, bekommt die Schilddrüse von Hypothalamus (Bereich im Zwischenhirn) und Hypophyse (Hirnanhangdrüse). Diese steuern die Menge der Schilddrüsenhormone im Blut.

Die Hormone erreichen über den Blutkreislauf die Zielorgane und entfalten dort ihre stoffwechselaktivierende Wirkung. Sobald der Gehalt an Schilddrüsenhormonen im Blut hoch genug ist, fahren Hypothalamus und Hypophyse ihre anregende Wirkung zurück. Die Schilddrüse reagiert darauf, indem sie weniger Schilddrüsenhormone in das Blut abgibt.

Unterfunktion der Schilddrüse – Symptome

Antriebslosigkeit, Muskelschwäche, trockene und kühle Haut, dünnes und strohiges Haar, Gewichtszunahme, Appetitlosigkeit, Frieren, erhöhte Cholesterinwerte, Herzvergrößerung und Verlangsamung des Herzschlags, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit

Überfunktion der Schilddrüse – Symptome

Nervosität, Schlafstörungen, zittrige Hände, schneller und unregelmäßiger Puls, Hitzewallungen, Reizbarkeit, starkes Schwitzen, Heißhunger, Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Haarausfall, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit

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