Aufbau der Haut - jede Haut ist anders

Accu-Chek Services - Aufbau der Haut

Um die ausreichend durchbluteten Stellen in der Haut zu erreichen, muss die Lanzette die oberste Hautschicht (Oberhaut, Epidermis) durchstoßen. Die Oberhaut an Händen und Fingern ist durch Einflüsse wie Arbeit im Garten oder handwerkliche Tätigkeiten von Mensch zu Mensch verschieden dick. Die Hornschicht an den Fingerspitzen kann von 0,05 bis 1,0 Millimeter variieren. Die darunter liegende Keimschicht ist zwischen 0,1 und 0,2 Millimeter dick. In ihr befinden sich noch keine Blutgefäße, aber bereits erste Nervenendigungen, die auf mechanische und chemische Reize sowie auf Temperatur reagieren. Eine Stechhilfe muss also Einstichtiefen zwischen insgesamt 0,15 Millimeter und 1,2 Millimeter exakt und damit für die jeweilige Person möglichst schmerzarm durchstoßen. Denn erst die darunter liegende Hautschicht, die Lederhaut, enthält kleinste Blutgefäße.

Gerade so tief wie nötig stechen

Je tiefer man in die Haut sticht, desto mehr Blutgefäße werden getroffen. Auch die Anzahl der Nervenfasern und das Schmerzempfinden nehmen mit zunehmender Tiefe zu. Stechhilfen, die eine Anpassung der Einstichtiefe an die individuelle Hautdicke ermöglichen, helfen entscheidend dabei, das Schmerzempfinden zu verringern.

Optimal sind Stechhilfen mit besonders kleinen Intervallen zwischen den einzelnen Stechstufen. So kann genügend Blut gewonnen werden, ohne zu tief und damit schmerzhaft zu stechen.

Je länger die Lanzette in der Haut bleibt, desto intensiver werden die Schmerzrezeptoren in der Haut gereizt, umso mehr wird Schmerz wahrgenommen. Moderne Stechhilfen haben deshalb eine Automatik, mit der die Lanzette blitzschnell wieder aus der Haut herausgezogen wird. Dann wird das Stechen kaum bemerkt.

Mittel-, Ringfinger und der kleine Finger eignen sich am besten für die Blutentnahme. An Daumen und Zeigefinger stören die kleinen Einstichverletzungen bei zu vielen Handgriffen. Drücken Sie die Einstichstelle nach der Blutentnahme etwa 30 Sekunden lang fest zusammen. Das verhindert kleine Nachblutungen, die später bei Berührung schmerzen können.

Sorgfalt bei der Hygiene

Diabetiker bekommen häufiger Infektionen als stoffwechselgesunde Menschen. Das gilt vor allem für bakterielle Haut- und Pilzinfektionen. Eine sorgfältige, nicht übertriebene Körperhygiene ist wichtig. Bei jeder Messung sollte eine neue sterile Lanzette verwendet werden. Zusätzliche Desinfektionen reizen die Haut unnötig und können Abszessbildungen verursachen. Es reicht aus, die Haut mit warmem Wasser kurz abzuwaschen. Sollte es dennoch zu einer Infektion an der Fingerbeere kommen – zum Beispiel bei einem zu tiefen Einstich – sollte diese Stelle mit einer desinfizierenden Salbe behandelt werden.

Weitere Services:
Erlebniswelt wohlfühlen Erlebniswelt - Ernährung
Accu-Chek.de

Impressum

Rechtliche Hinweise

Datenschutzerklärung

Über Roche Diabetes Care

Diabetes Lexikon