Zahngesundheit - Tipps für die richtige Zahnpflege

Accu-Chek Services - Zahngesundheit

Unsere Zähne müssen ganz schön viel aushalten: Wir zerkleinern im Laufe unseres Lebens riesige Mengen an Nahrungsmitteln. Dabei muss ein Zahn im Durchschnitt Kräften von 30 bis 70 Kilo widerstehen - und das einige Hundert Mal am Tag. Die maximale Kaukraft unserer Backenzähne liegt sogar bei rund 193 Kilo! So viel Einsatz sollten wir mit guter Pflege würdigen, damit die fleißigen Beißer noch lange so weiterarbeiten können.

Menschen mit Diabetes sollten ein ganz besonderes Augenmerk auf die Pflege ihrer Zähne legen. Denn Studien haben gezeigt, dass eine Entzündung des Zahnhalteapparates mit Zahnfleischschwund und möglichem Zahnverlust (Parodontitis) bei Diabetes häufiger auftritt als bei Stoffwechselgesunden. Der Grund: Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann die kleinen Gefäße im Mundbereich schädigen. Dadurch wird das Zahnfleisch nicht mehr so gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, es zieht sich zurück und die Zähne lockern sich. Zudem ist bei Diabetes häufig die Immunabwehr geschwächt. Dadurch heilen Wunden schlechter - auch in der Mundhöhle, und Bakterien können leichter eindringen. Damit erst gar keine Druckstellen oder Wunden im Mundraum auftreten, sollte man regelmäßig von seinem Zahnarzt den Zustand der Kronen und den richtigen Sitz von Zahnprothesen überprüfen lassen.

Andersherum kann eine Parodontitis auch den Diabetes beeinflussen: Die Entzündungen im Mund können die Insulinresistenz der Zellen erhöhen und so die Stoffwechseleinstellung erschweren. Doch so weit muss es nicht kommen. Das A und O für gesunde Zähne ist neben einer guten Blutzuckereinstellung eine gute Mund- und Zahnpflege.

Die Technik macht's

Zähne sollten mindestens zweimal täglich gereinigt werden: morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Wer zu wenig putzt, behält einen Biofilm von Bakterien (Plaque) auf den Zähnen, der zu Karies und Entzündungen des Zahnfleischs bis hin zu Parodontitis führen kann. Anzeichen für eine Entzündung ist rotes, geschwollenes Zahnfleisch, das beim Zähneputzen anfängt zu bluten. Jetzt heißt es besonders gut pflegen, dann kann man in diesem Stadium die Entzündung meist noch in den Griff bekommen und Schlimmeres verhindern.

Wichtig ist vor allem die richtige Putztechnik: Man sollte gründlich, aber gleichzeitig schonend vorgehen, denn wer die Bürste zu fest aufdrückt, riskiert kleine Stich- und Schürfverletzungen am Zahnfleisch. Die Folge: Es geht zurück und irgendwann liegen die Zahnhälse frei. Dadurch werden die Zähne schmerzempfindlicher und es kann Zahnhalskaries entstehen. Blutende Stellen sollten nicht ausgespart, sondern sogar besonders sorgfältig geputzt werden, da das Blut eine Folge des bakteriellen Zahnbelags ist - und der muss möglichst gründlich entfernt werden.

Nützliche Helfer

Neben einer fluoridhaltigen Zahncreme sind die richtigen Hilfsmittel wie Zahnbürste oder Zahnseide entscheidend. Eine moderne elektrische Zahnbürste reinigt die Zähne sehr gut. Doch auch gegen eine Handzahnbürste ist bei der richtigen Technik nichts einzuwenden. Lassen Sie sich die richtige Anwendung am besten von Ihrem Zahnarzt zeigen.

Wichtig ist, dass die Borsten weich bis höchstens mittelhart und abgerundet sind. Kunststoffborsten sind besser als Naturborsten, da sich Keime hier nicht so schnell festsetzen. Nach zwei Monaten sollte eine Zahnbürste spätestens entsorgt werden, da dann die Reinigungswirkung stark nachlässt und sich zudem immer mehr Keime an den Borsten ansiedeln. Für die Zahnzwischenräume gibt es spezielle Interdentalbürsten. Stehen die Zähne sehr eng, nimmt man am besten Zahnseide. Auch hier zeigt der Zahnarzt gerne die richtige Handhabung.

Essen für die Zähne

Ballaststoffreiche Speisen und Rohkost wie Vollkornbrot, Möhren oder Äpfel müssen gut gekaut werden. Das regt den Speichelfluss an und damit die Selbstreinigung der Zähne: Speichel verdünnt und neutralisiert die Säuren, die durch Zucker in der Mundhöhle entstehen, und er versorgt die Zähne mit wichtigen Mineralien. Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen, die das Wachstum von Kariesbakterien hemmen. Und Käse enthält Kalzium, Phosphat und das Milcheiweiß Kasein, die die Mineralien des Zahnschmelzes ersetzen.

Eine zahngesunde Kost kann also die tägliche Zahnhygiene unterstützen, aber nicht ersetzen. Daher gilt: Wer seinen Blutzucker im Griff hat, eine sorgfältige Mundpflege betreibt und regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolluntersuchung geht, wird noch lange gut zubeißen können.

Noch mehr hilfreiche Tipps für eine effektive Zahnpflege finden Sie in der Accu-Chek Erlebniswelt "Wohlfühlen".

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