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Mann genießt die Sonne

Vitamin-D-Mangel und Diabetes

Seit längerem gibt es Hinweise darauf, dass ein Vitamin-D-Mangel als Ursache an der Entstehung von Diabetes beteiligt sein könnte.

Vor allem als Risikofaktor für Typ-1-Diabetes wird Vitamin-D-Mangel diskutiert. Genaue Zusammenhänge sind noch nicht klar, aber diverse Studien zeigen, dass das Risiko für Typ-1 mit dem Vitamin-D-Defizit steigt. Der Körper bildet dieses Vitamin vorrangig mit Hilfe der UVB-Strahlung des Sonnenlichts in der Haut selbst – in erster Linie in den sonnigeren Monaten von April bis September. Über Nahrungsmittel kann nur ein geringer Teil des Bedarfs gedeckt werden. Das würde beispielsweise erklären, warum die Neu-Erkrankungsrate mit zunehmender geographischer Breite steigt. So weist Finnland weltweit die höchste Erkrankungsrate des Typ-1-Diabetes auf, sie ist etwa dreimal so hoch wie in Deutschland. Hinzu kommt, dass die heutige Lebensweise in Industrieländern bedingt, dass viele Menschen auch im Sommer nicht genug ins Freie gehen – oder das UV-Licht durch Kleidung und Sonnenschutz kaum an sich heranlassen.

Studien weisen auch bei Typ-2-Diabetes in ähnliche Richtung

Mittlerweile geht man davon aus, dass Vitamin-D unmittelbare Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat und die Insulinempfindlichkeit verbessert – also auch bei Typ-2-Diabetes ein wichtiges Vitamin ist.

So zeigt sich in Studien, dass die Wahrscheinlichkeit für Typ-2 Diabetes bei hohem Vitamin-D-Spiegel um 40 Prozent geringer ist, als bei schlechter Versorgung. Ebenso gibt es Studienergebnisse, die einen positiven Effekt einer ausreichenden Vitamin-D Versorgung bei Prädiabetes nachweisen. Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes haben zu wenig Vitamin-D im Körper, daher lässt sich wohl so viel festhalten: Neben den generell positiven Auswirkungen auf Knochen und Muskeln können Menschen mit Diabetes oder Prädiabetes ganz besonders von einer ausgewogenen Vitamin-D Versorgung profitieren.

Wie hoch eine optimale Vitamin-D-Versorgung genau ist, wurde im Lauf der letzten Jahre mehrfach (nach oben) korrigiert. Bei einem Blutspiegel von weniger als 30 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) spricht man heute von "Unterversorgung", von einem "Mangel" bei weniger als 20 ng/ml.

Der einfachste und billigste Weg, einem solchen Mangel vorzubeugen und dabei auch etwas für den Diabetes zu tun ist sicherlich Bewegung an der frischen Luft. Sie tut sommers wie winters gut besonders wenn dabei die Sonne scheint und zur natürlichen Bildung von Vitamin-D beiträgt.

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