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Zuviel davon ist nicht gut, aber  grundsätzlich gilt: Zucker ist ein lebenswichtiger Energielieferant.

Blutzuckerwerte – warum der Körper Zucker braucht

„Zu viel Zucker ist ungesund“ – diese Aussage trifft für Menschen mit Diabetes genauso zu wie für alle anderen auch. Ebenso richtig ist, dass Zucker als Energielieferant lebenswichtig ist. Ein Widerspruch? Nein, denn Zucker ist nicht gleich Zucker: Während in der Lebensmittelindustrie hergestellter raffinierter Zucker problematisch ist und nur in engen Grenzen empfehlenswert, sieht das, je nach Zusammensetzung, mit Glukose (Traubenzucker), die der Körper aus etlichen Nahrungsmitteln selbst gewinnt, anders aus.

Warum braucht der Körper Zucker?

Der menschliche Körper braucht Energie, um zu funktionieren. Diese Energie gewinnt er unter anderem aus kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln, deren Inhaltsstoffe zu Glukose verarbeitet werden. Kohlenhydrate sind Einfachzucker (wie Glukose) oder Mehrfach- Vielfachzucker (Ketten aus Einfachzuckerbausteinen). Letztere, z. B. Milchzucker (bei Säuglingen) oder Stärke, werden bei der Verdauung u.a. in Glukose gespalten. Aus dem Darm aufgenommene Glukosemoleküle gelangen nun in den Blutkreislauf. Die einzelnen Körperzellen benötigen Glukose als „Treibstoff“, damit sie einwandfrei arbeiten können. Das Stoffwechselhormon Insulin ist der Mittler zwischen Blut und Körperzellen: Es sorgt dafür, dass die Glukose von den einzelnen Zellen aufgenommen werden kann und als Energie zur Verfügung steht.

Der Blutzuckerwert gibt an, wie hoch die Glukosekonzentration im Blut ist – nach dem Essen, wenn Kohlenhydrate aufgenommen wurden, ist er meist höher als davor.

Wie hoch darf der Blutzuckerwert sein?

Der Blutzuckerwert lässt sich jederzeit mit einem Blutzuckermessgerät; messen: Hierzu entnehmen Sie einen Tropfen Blut mithilfe einer Stechhilfe aus einer Fingerkuppe. Anschließend geben Sie die Probe auf einen Teststreifen und führen ihn in das dazugehörige Blutzuckermessgerät ein, das den Wert ermittelt. Für eine exakte Abklärung und Diagnose ist eine venöse Blutentnahme empfohlen, die in einem zertifizierten Labor untersucht wird.

Im nüchternen Zustand, also etwa acht bis zehn Stunden nach der letzten Mahlzeit, liegt der normale Blutzuckerwert bei unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l). Nach einer Mahlzeit steigt der Blutzuckerwert bei Menschen ohne Diabetes kurzfristig auf bis zu 140 mg/dl (7,8 mmol/l) und höher an, sinkt aber kurz danach auf seinen Normalwert zurück. Ab einem Wert von über 180 mg/dl (>10 mmol/l) besteht eine Hyperglykämie („Überzucker“). Liegt der Wert bei 70 mg/dl (3,9 mmol/l) oder weniger, spricht man von einer Hypoglykämie („Unterzucker“) sprechen.

Ab wann spricht man von Diabetes?

Ist der Blutzuckerwert im nüchternen Zustand höher als 126 mg/dl (7 mmol/l), ist das Diagnosekriterium für Diabetes erfüllt. Auch wenn der Blutzuckerwert nach dem Essen regelmäßig erhöht ist und nicht zu seinem Normalwert zurückkehrt, kann dies ein Anzeichen für Diabetes sein. Wenn Sie Diabetes-Symptome oder erhöhte Werte bei sich feststellen, zögern Sie nicht einen Arzt aufzusuchen, der eine eindeutige Diagnose stellen kann.

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