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Das metabolische Syndrom und der Prädiabetes sind ernstzunehmenende Vorboten eines Typ-2-Diabetes.

Prädiabetes und metabolisches Syndrom – erkennen und vorbeugen

Typ-2-Diabetes entsteht in der Mehrzahl der Fälle schleichend und bleibt über viele Jahre hinweg oft unbemerkt. Um ihm frühzeitig Einhalt zu gebieten, lohnt es sich Ausschau nach seinen Vorboten zu halten: Dem Prädiabetes und dem metabolischen Syndrom. Zwischen beiden besteht eine enge Beziehung. Lesen Sie hier, was das ist, wie es dazu kommt und wie Sie vorbeugen können.

Was ist Prädiabetes?

Prädiabetes ist die Vorstufe zu Diabetes und geht mit einem erhöhten Nüchternblutzucker, einer gestörten Glukosetoleranz oder einem auffälligen Langzeitzuckerwert einher: Sind diese Werte verändert, rechtfertigt das, nach den gängigen Richtwerten, noch nicht die Diagnose Diabetes. Jedoch zeigen sie an, dass der Zuckerstoffwechsel bereits gestört ist.

Das liegt meist daran, dass die Körperzellen beginnen, zunehmend unempfindlich gegenüber Insulin zu werden, man spricht von Insulinresistenz. Insulin ist ein Hormon, das den Transport von Zucker aus dem Blut in die Zellen ermöglicht, um diese mit Energie zu versorgen. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel reguliert. Werden die Zellen aber unempfindlich für das Insulin, bleibt der Zucker im Blut, sodass der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht sein kann.

Auslöser für diese verringerte Insulinempfindlichkeit sind neben genetischen Faktoren vor allem Übergewicht mit viel Bauch- bzw. Leberfett und Bewegungsmangel. Eine Gewichtsabnahme und sportliche Aktivität können die Insulinwirkung dementsprechend auch wieder verbessern. Auf diese Weise lassen sich die Blutzuckerwerte unter Umständen wieder normalisieren.

Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten spielen eine maßgebliche Rolle, ob sich ein Diabetes entwickelt oder nicht. Wichtig ist, einen Prädiabetes frühzeitig zu erkennen und entgegenzuwirken. Denn selbst leicht erhöhte Blutzuckerwerte schaden auf Dauer der Gesundheit. Prädiabetes gehört neben Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen zu den vier Faktoren, die das metabolische Syndrom bedingen.

Was ist das metabolische Syndrom?

Das metabolische Syndrom ist eine Kombination verschiedener Faktoren, die sich gegenseitig verstärken können. Es liegt vor, wenn mindestens drei von ihnen gemeinsam auftreten. Dazu gehören:

  • Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes

  • Übergewicht mit einem erhöhten Taillenumfang

  • Fettstoffwechselstörungen mit erhöhten Triglyzeridwerten oder vermindertem HDL-Cholesterin

  • Bluthochdruck

    Jeder der genannten Faktoren birgt das Risiko von Gefäßschäden. Je mehr zusammen- kommen, desto größer ist die Gefahr für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Allesamt sind sie eng mit der Fettleber verbunden und begünstigen die Insulinresistenz. Deshalb ist das metabolische Syndrom auch als Insulin-Resistenz-Syndrom bekannt. Es gilt als Vorläufer und Begleiter des Typ-2-Diabetes. Prädiabetes kann also eine Erscheinungsform des Metabolischen Syndroms sein, muss es aber nicht.

    Bauchfett ade: Typ-2-Diabetes vorbeugen

    Prädiabetes kommt selten allein, das metabolische Syndrom lässt sich aber durchaus in den Griff bekommen: Am besten schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe und gehen gegen Übergewicht vor – mit Sport und einer gesunden Ernährung, deren Kalorienmenge dem Energiebedarf angepasst ist.

    Die wichtigsten Schritte, um die Insulinresistenz verbessern, sind:

    • Körperlich aktiv sein: Jegliche Bewegung ist gut! Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug, gehen Sie zu Fuß zum Einkaufen anstatt mit dem Auto zu fahren. Veränderung fängt im Kleinen an! Sie können auch mit regelmäßigen Spaziergängen starten und sich dann im Verlauf steigern. Im Optimalfall schaffen Sie mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche, beispielsweise auf fünf Tage verteilt. Noch wirkungsvoller ist, wenn es anstrengender zugeht: Zum Beispiel 75 Minuten Ballsport oder Joggen an drei Tagen, dazu Kräftigungsübungen an zwei Tagen in der Woche.

    • Auf Nahrungsfette achten: Tauschen Sie gesättigte tierische Fette aus Fleisch, Wurst und Milchprodukten gegen pflanzliche Fettsäuren wie Olivenöl

    • Vollkorn wählen: Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate bevorzugen, an Zucker und künstlich zugesetzter Fruktose dagegen sparen.

      Prädiabetes und metabolisches Syndrom kommen selten von heute auf morgen. Ändern Sie Ihre Lebensgewohnheiten deshalb gerne ebenfalls Schritt für Schritt, ohne sich zu überfordern. Übergewicht bauen Sie dann in der Regel nebenbei ab. Und wer sein Gewicht reduziert, hat schon viel getan, um Typ-2-Diabetes vorzubeugen. Ihr Arzt oder Ihre Krankenkasse können Sie dabei beraten und unterstützen.

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