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Insulinpumpen wie Accu-Chek Insight und Accu-Chek Combo können den Alltag mit Diabetes vereinfachen.

Insulinpumpen: Tragemöglichkeiten und Tipps zur Handhabung

Für Nutzer einer Insulinpumpentherapie (CSII) ist die Pumpe ein liebgewonnener Begleiter. Ähnlich einer intakten Bauchspeicheldrüse gibt sie automatisch Basalrateninsulin und auf Knopfdruck auch den Bolus ab. Der Alltag wird flexibler und – für viele ein Faktor – durch das entfallende Spritzen auch diskreter. Vielfach trägt sie auch durch eine verbesserte Therapie-Einstellung zu mehr Lebensqualität bei.

Wie bei jedem technischen Gerät treten auch bei Insulinpumpen hin und wieder Probleme auf – ob menschlicher oder technischer Natur. Korrekte Handhabung der Insulinpumpe, des Zubehörs und auch des Insulins vermeidet aber viele Schwierigkeiten.

Verstopftes Infusionsset: Wo bleibt das Insulin?

Ein neues Infusionsset ist verstopft oder undicht, wenn beim Füllen kein Insulin an der Nadelspitze austritt. Bei einem bereits eingesetzten Infusionsset können Sie dies überprüfen, indem Sie die Kanüle aus der Haut ziehen und einen Bolus abgeben. Normalerweise meldet die Insulinpumpe einen Verstopfungsalarm.

Wenn der Alarm ausbleibt oder nur sehr wenig Insulin an der Nadelspitze austritt, kann das verschiedene Gründe haben:

  • Das Infusionsset enthält eine Luftblase, die gerade „abgegeben“ wird: Hier kann es mitunter schon helfen, ein paar Mal leicht mit dem Finger gegen die Patrone zu klopfen.

  • Die Verbindung von Kanüle und Schlauch bzw. Luer-Anschluss und Schlauch ist undicht: Verwenden Sie ein neues Infusionsset.

  • Die Verbindung von Infusionsset und Insulinpumpe ist undicht und an dieser Stelle tritt Insulin aus: Schrauben Sie das Infusionsset fest in den Adapter oder verwenden Sie ein neues Infusionsset.

  • Die Insulinampulle ist defekt bzw. undicht: Verwenden Sie eine neue Ampulle.

Die richtige Handhabung: Durchflussstörungen vermeiden

Wenn Sie diese einfachen Handhabungskniffe in Ihre Routine einbauen, können Sie einer Störung des Durchflusses in Ihrem Infusionsset vorbeugen:

  • Immer optisch kontrollieren, ob Luftblasen im Infusionsset vorhanden sind. Luftblasen entstehen beispielsweise, wenn das Insulin zu kalt ist. Bringen Sie die Insulinampulle vor der Benutzung möglichst auf Körpertemperatur.

  • Prüfen Sie die Durchgängigkeit des Infusionssets beim Befüllen mit Insulin, indem Sie das Füllprogramm erst dann abbrechen, wenn einige Flüssigkeitstropfen an der Nadelspitze oder Spitze der Verbindungsnadel erscheinen.

  • Bei einem Teflon-Infusionsset: Vor dem Einführen der Kanüle einen kleinen Bolus (0,5–1 I.E.) abrufen, und die Kanüle während der Bolusabgabe unter die Haut stechen. Das hat einen doppelten Effekt: Zum einen können kleine Hautpartikel die Kanüle nicht verstopfen, zum anderen kann das Insulin wie ein "Schmiermittel" wirken: Der Einstich ist noch sanfter.

  • Die Kanülen nicht zu lange tragen und je nach Packungsbeilage wechseln, in der Regel alle 2-3 Tage.

  • Ändern Sie bei jedem Katheterwechsel die Einstichstelle, weil ansonsten Verhärtungen auftreten können und die Aufnahme des Insulins (Resorption) in das Gewebe beeinträchtigt sein kann. Hier finden Sie weitere Tipps, Tricks und Infos zum Einsetzen und Wechseln des Katheters.

Wohin mit der Pumpe? Tragetipps

Gerade im Winter kann es passieren, dass die Insulinpumpe zu kalt wird. Das kann die Funktionalität der Pumpe an sich beeinträchtigen und zu Luftblasen im Insulin führen – das Insulin kann dann schlimmstenfalls sogar gefrieren. In der Folge verabreicht die Pumpe das Insulin nur noch unzureichend oder gar nicht mehr. Insulinpumpe und Insulin funktionieren am besten bei Körpertemperatur. Die optimale Lösung ist deshalb, vor allem bei kalten Temperaturen: Die Pumpe direkt am Körper tragen. So ist gewährleistet, dass alle Komponenten wunschgemäß funktionieren. Spezielle Insulinpumpen-Kleidung ermöglicht bspw. komfortables und sicheres tragen direkt am Körper.

Wenn Sie allerdings im Zwiebellook auf der Skipiste stehen, könnte das die Bedienung der Pumpe erschweren. Gut, dass die Insulinpumpensysteme Accu-Chek Combo und Accu-Chek Insight per Fernbedienung gesteuert werden können. So sind Basalratenanpassungen und Bolusabgaben schnell erledigt, ohne dass die Pumpe unter vielen Lagen Kleidung hervorgeholt werden muss. Mit knapp über 100 Gramm fällt die Fernbedienung in der Jackentasche kaum ins Gewicht. Hier finden Sie weitere Informationen zum Insulinpumpen-Zubehör.

Insulinpumpe und Strahlung: Handy, MRT, Röntgen und Co.

Insulinpumpen sind grundsätzlich vor elektrostatischen und elektromagnetischen Einflüssen geschützt. In Verbindung mit der Strahlung von Röntgengeräten, MRT oder Handys gelten folgende Hinweise:

  • Die Pumpe sollte sicherheitshalber in mindestens 10 cm Abstand zum Handy getragen werden – ein Einfluss der Handystrahlung auf die Pumpe kann sonst nicht ausgeschlossen werden.

  • Die Pumpe sollte nicht in unmittelbarer Nähe von Röntgengeräten, Magnet- resonanztomografen (MRT), Computertomographen verwendet werden. Deshalb die Pumpe immer vor einer entsprechenden Untersuchung unbedingt ablegen!

  • Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen müssen Sie hingegen bei Sicherheits- kontrollen einplanen: Die Geräte in Flughäfen oder Kaufhäusern sollten die Pumpe normalerweise nicht beeinträchten.

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