Hyperglykämie - Überzuckerung

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Die Blutzuckerwerte steigen und steigen, weil der Körper nicht genügend Insulin produziert. Das Hormon Insulin hat nämlich die Aufgabe, den Blutzucker den Zellen zur Verfügung zu stellen. Das hat wiederum die Senkung des Blutzuckerspiegels zur Folge. Mit steigendem Blutzuckergehalt scheidet der Körper verstärkt Zucker und damit auch Wasser über die Nieren aus - bis zu zwölf Liter Urin am Tag. Damit geht ein fast unlöschbarer Durst einher. Der extreme Flüssigkeitsverlust kann dazu führen, dass der Körper völlig austrocknet.

Beim Typ-1-Diabetes beruht der erhöhte Blutzucker auf einer Autoimmunerkrankung, deren Ursachen nicht geklärt sind. Im Fall von Typ-2-Diabetes sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel zwei Gründe für zu hohen Blutzucker. Auch Spritzfehler können eine Ursache sein, etwa wenn zu wenig Insulin gespritzt wird. Der Blutzucker steigt auch bei jedem Infekt an, besonders bei Fieber. Dieser Anstieg wird durch Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin oder Cortison verursacht. Überhaupt bewirkt jede Form von Stress sowie starke Gefühlsregungen (etwa Trauer) einen Blutzuckeranstieg.

Warnsignale bei erhöhtem Blutzucker
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Gesteigerter Appetit / Übermäßiger Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Sehverschlechterung
  • Trockene, schuppige Haut
  • Juckreiz der Haut
  • Langsame Wundheilung
  • Anfälligkeit für Erkältungen und andere Infektionen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen
  • Ketone sind im Harn nachweisbar und der Atem kann nach Aceton riechen (ähnlich wie Nagellackentferner)
  • Im Extremfall Bewusstlosigkeit (bis hin zum Koma)

Diese Warnsignale werden vom Körper oft kaum wahrnehmbar gesendet. Sobald Sie eines dieser Symptome feststellen, sollten Sie handeln. Ein sicherer Weg festzustellen, ob bereits ein erhöhter Blutzucker vorliegt, ist ein Blutzuckertest. Wenn sich nach einer Wiederholungsmessung Werte über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) bzw. 120 mg/dl (6,7 mmol/l) (Nüchternblutzucker) ergibt, besteht erhöhter Blutzucker.

Bei Typ-2-Diabetikern verhindert zumeist die noch vorhandene geringe Insulinausschüttung, dass das Blut bei steigendem Blutzucker übersäuert. Der Körper trocknet jedoch durch den großen Wasserverlust aus.

Bei Typ-1-Diabetikern hingegen werden bei einer schweren Überzuckerung saure Substanzen - Ketone - gebildet, die über den Urin und den Atem ausgeschieden werden (Ketoazidose). Die Ketone im Urin kann man mit Teststreifen messen. Der Atem riecht nach Azeton (ähnlich wie Nagellackentferner), man atmet schnell und tief ein und aus. Jetzt muss gehandelt werden, bevor es zum Koma kommt.

Hilfe bei erhöhtem Blutzucker
  • Insulin spritzen, um die Blutzuckerwerte zu senken.
  • Viel Wasser trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, selbst bei Übelkeit und Erbrechen sollte schluckweise Flüssigkeit aufgenommen werden. Bei unstillbarem Erbrechen ist eine Infusionsbehandlung im Krankenhaus notwendig.
  • In regelmäßigen Abständen Blutzuckerwert und Azetonausscheidung im Urin überprüfen.
  • Bei erhöhten Werten wieder Normalinsulin spritzen.
  • Den betreuenden Arzt kontaktieren

Sie können erhöhtem Blutzucker vorbeugen, indem Sie:

  • Ihre Blutzucker senkenden Medikamente sachgemäß einnehmen,
  • sorgfältig auf Ihre Ernährung achten,
  • sich genügend bewegen,
  • Ursachen für Stress verringern,
  • schnell auf Krankheiten und Infektionen reagieren,
  • häufig Blutzucker messen

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