Den Stoffwechsel richtig steuern

Den Stoffwechsel richtig steuernObst enthält neben Vitaminen wertvolle
Mikronährstoffe, ältere Menschen
sollten bei der Ernährung mit Diabetes
auf genügend Eiweiß achten.

Die richtige Ernährung kann nicht nur schlank halten, sondern auch das Leben verlängern. Vor allem Ballaststoffe aus Getreide und Hülsenfrüchten sollten reichlich verzehrt werden, empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie*. Aber Achtung: Je nach Alter gelten ganz eigene Empfehlungen.

Wer seine Nahrungsmittel klug auswählt, kann damit viel tun, um gesund zu bleiben. Der Stoffwechsel lässt sich nämlich mit bestimmten Bestandteilen der Nahrungsmittel gezielt steuern: So enthalten beispielsweise Gemüse und Obst nicht nur Vitamine, sondern auch zahlreiche Mikronährstoffe wie Metalle, Polyphenole und Ballaststoffe. Professor Dr. med. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke erklärt: "Während wir Vitamine nur in kleinen Mengen benötigen, sind es vor allem die Mikronährstoffe, die die gesundheitliche Wirkung von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ausmachen."

Das richtige Maß

Doch vielen Menschen fällt es schwer, beim Essen das richtige Maß zu finden, weiß Professor Pfeiffer: "Essen ist ein so grundlegendes Bedürfnis, dass wir uns angesichts des enormen Angebots oft nicht zurückhalten können."

Beim Eiweiß kommt es auf das Alter an

Wie viel Eiweiß gesund ist, scheint eine Frage des Alters zu sein. Während eine eiweißreiche Ernährung das Krebsrisiko bei jungen Erwachsenen erhöht, schützt sie Menschen über 60 Jahre nicht nur vor Krebs, sondern auch vor Muskelabbau und Knochenbrüchen.

In unseren Studien bewirkte eiweißreiche Nahrung aus tierischen oder pflanzlichen Quellen zudem eine erhebliche Stoffwechselverbesserung bei älteren Diabetespatienten mit weniger Leberfett, weniger Entzündungen und eine starke Verbesserung des Fettprofils im Blut", ergänzt Professor Pfeiffer. Gute Eiweißquellen sind neben magerem Fleisch, Fisch, Milch und Ei vor allem auch Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreide wie z.B. Hafer.

Vorsicht bei Zucker und Fett

Vorsicht sollte man im Umgang mit Zucker walten lassen, empfiehlt der Experte auch Menschen, die noch nicht an Diabetes erkrankt sind. "Der Haushaltszucker, von dem jeder Deutsche rund 30 Kilogramm im Jahr isst, erhöht in großen Mengen die Harnsäurewerte, und fördert das Risiko auf Fettleber und Diabetes", mahnt der Ernährungsexperte und Diabetologe. Auch leicht verdauliche Kohlenhydrate wie beispielsweise Weißbrot oder helle Nudeln treiben den Blutzuckerspiegel in die Höhe.

Auch bei Fetten gilt es die richtige Wahl zu treffen. Professor Pfeiffer empfiehlt ungesättigte Fettsäuren aus nicht-tropischen, pflanzlichen Ölen, aufgrund ihrer Eigenschaft die Blutgefäße zu schützen.

*Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen. Hormone sind als Botenstoffe im Körper für die Gesundheit von zentraler Bedeutung.

Quelle: Den Stoffwechsel richtig steuern – das Leben verlängern (http://www.diabetes-online.de/a/1770138, Stand: 31.05.2016)

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