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Abnehmen mit Typ-2-Diabetes: Welche Diät lässt am besten die Pfunde purzeln und stabilisiert den Blutzucker?

Abnehmen mit Typ-2-DiabetesWer mit Typ-2-Diabetes abnehmen
möchte, muss auf Genuss nicht
verzichten: Die Mittelmeerdiät
sorgt mit frischem Gemüse, Fisch
und Olivenöl für lecker gefüllte Teller.

Blitzdiäten bringen ungeliebte Fettpölsterchen allenfalls kurzfristig zum Schmelzen – und was danach folgt, ist gemeinhin als tückischer „Jojo-Effekt“ bekannt. Wer wirklich abnehmen möchte, sollte deshalb seine Ernährung langfristig umstellen – für Menschen mit Typ-2-Diabetes verspricht insbesondere die Mittelmeer-Diät dauerhafte Erfolge, ohne dass dabei der Genuss zu kurz kommt.

Abnehmen ist nicht nur sinnvoll, damit die Lieblingsjeans wieder passt, sondern auch, um die Blutzuckerwerte und den Blutdruck auf ein gesundes Maß zu senken. Allerdings ist es nicht leicht, sich unter den unzähligen Diäten zu orientieren, die im Internet und in Zeitschriften angepriesen werden. Denn nicht jede Diät oder Ernährungsform ist für jeden Abnehmwilligen gleichermaßen geeignet.

Das US-amerikanische Informationsportal U. S. News & World Report hat deshalb unter die Lupe genommen, welche Ernährungsformen für bestimmte Zielgruppen besonders geeignet sind. Hierzu zählen auch Menschen mit Diabetes, die ihr Gewicht gesund und dauerhaft reduzieren möchten. In diesem Jahr wurden 40 verschiedene Diäten bzw. Ernährungsformen in das Ranking einbezogen. Die Vorgaben für die Bewertung stammen von einem Gremium aus Experten, die sich auf die Themen Diabetes sowie die Behandlung von Übergewicht und Herzerkrankungen spezialisiert haben.

Ernährungsmethode an das Diät-Ziel anpassen

In der Kategorie „Diäten, die am besten für Typ-2-Diabetiker geeignet sind“ belegen die Mittelmeer-Diät und die DASH-Diät den ersten Platz. Die DASH-Diät steht für ein Ernährungskonzept zur Blutdrucksenkung (englisch: „Dietary Approach to Stop Hypertension“) und wurde vom US-amerikanischen Institut für Herz, Lunge und Blut (NIH) entwickelt. Bei den „Diäten, die am besten Herz und Kreislauf schützen“ belegte die DASH-Diät den ersten und die Mittelmeer-Diät den zweiten Platz. Bei den „Diäten, die am einfachsten zu befolgen sind“ wiederum lagen eine ganze Reihe von Methoden gleichauf, darunter Mittelmeer-Diät, DASH, und das Weightwatchers-Programm.

In Deutschland sind Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke zu ganz ähnlichen Ergebnissen gekommen. Sie werteten die Daten von knapp 5.000 Studienteilnehmern in 56 Ernährungsstudien aus und verglichen dabei die Effekte von neun verschiedenen Kostformen auf den Nüchtern- und Langzeit-Blutzuckerwert von Menschen mit Typ-2-Diabetes. Zu den untersuchten Ernährungsformen zählen die Mittelmeer- und die Paläo-Diät (oft als „Steinzeit-Diät“ bezeichnet) sowie verschiedene Ernährungsformen mit hohem Proteinanteil (High Protein), mit wenig Kohlenhydraten (Low Carb) und mit fettarmen Nahrungsmitteln (Low Fat).

Mittelmeer- und Low-Carb-Diät senken den Blutzuckerwert

Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass die Mittelmeer-Diät am besten geeignet ist, den Nüchtern-Blutzuckerwert zu senken. Die Low-Carb-Diät wiederum hilft am besten dabei, den Langzeit-Blutzuckerwert (HbA1c-Wert) günstig zu beeinflussen, doch auch Mittelmeer- und Paläo-Diät wirken sich positiv auf den HbA1c-Wert aus. Als wenig hilfreich erwies sich hingegen die Low-Fat-Diät für Menschen mit Diabetes: Sie zeigte die schwächsten Effekte auf den Nüchtern- und den Langzeit-Blutzuckerwert. Ein interessanter Aspekt der Studie: Die Empfehlung, sich zum Abnehmen in erster Linie fettreduziert zu ernähren, ist aus wissenschaftlicher Sicht mittlerweile überholt.

Darum geht es bei den Diäten, die in den Studien als Testsieger abgeschnitten haben:
  • Mittelmeer-Diät: Hiermit ist eine spezielle Auswahl von Lebensmitteln gemeint, die insbesondere im mediterranen Raum häufig Teil des Speiseplans sind. Elementarer Bestandteil ist viel frisches Gemüse, kombiniert mit Hülsenfrüchten, Salat und Obst sowie Fisch, Meeresfrüchten und pflanzlichen Fetten – insbesondere Olivenöl. Rotes Fleisch steht nur selten auf dem Speiseplan. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • DASH-Diät: Der Fokus liegt auf Nahrungsmitteln, die den Blutdruck nicht in die Höhe treiben, sprich: pflanzliche Fette z.B. aus Nüssen und Ölsaaten statt tierischer Fette, viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Fisch, außerdem fettarme Milchprodukte und reduzierte Salzzufuhr. Diese Ernährungsform senkt den Blutdruck und hilft beim Abnehmen.
  • Low-Carb-Diät: Hierbei geht es im Wesentlichen darum, den Anteil von Kohlenhydraten („Carbs“) in der Nahrung zu reduzieren, da diese den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben. Das bedeutet: weniger stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Süßigkeiten und Haushaltszucker, dafür mehr eiweißreiche Lebensmittel und gesunde Fette.
  • Paläo-Diät: Anhänger der Paläo-Diät gehen davon aus, dass der menschliche Körper heute noch ähnlich programmiert ist wie in der Steinzeit, als die Menschen als Jäger und Sammler lebten. Lebensmittel wie Getreide und Milchprodukte waren damals noch unbekannt und standen daher nicht auf dem Speiseplan. Bei der Paläo-Diät gibt es viel Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, gesunde pflanzliche Fette und ausschließlich natürliche Süße wie z. B. Honig.

Nach Einschätzung der Experten ist es wenig sinnvoll, sich an aktuellen Trend-Diäten zu orientieren. Die beste Diät ist vielmehr eine Ernährungsform, die man leicht übernehmen, im Alltag umsetzen und über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten kann. Alle Diäten haben gemeinsam, dass weniger Kalorien zugeführt als verbraucht werden. Nur so wird der Körper gezwungen, auf die ungeliebten Fettreserven zurückzugreifen – und die Waage zeigt endlich ein paar Kilos weniger an.

Quellen:
  • U. S. News & World Report Rankings: Best Diets 2018 https://health.usnews.com/best-diet
  • Schwingshackl L, Chaimani A, Hoffmann G, Schwedhelm C, Boeing H.: A network meta-analysis on the comparative efficacy of different dietary approaches on glycaemic control in patients with type 2 diabetes mellitus. Eur J Epidemiol. 2018; doi: 10.1007/s10654-017-0352-x. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs10654-017-0352-x
  • https://www.hochdruckliga.de/nachrichtendetails/items/277.html
  • https://www.prinzippaleo.de/paleo/paleo-diaet/
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