Insulin richtig spritzen - die Wahl der richtigen Spritzstelle

Accu-Chek Services - Insulin richtig spritzen

Pens und speziell geschliffene Nadel erleichtern die Injektion von Insulin. Dennoch bleibt das Spritzen für insulinpflichtige Diabetiker eine (meist unangenehme) Notwendigkeit. In welcher Körperregion das Insulin am besten wirkt, warum von den immergleichen Spritzstellen abzuraten ist und wie Sie die richtige Spritzstelle finden, lesen Sie hier.

Auch wenn die Lieblingsspritzstelle mit der Zeit beim Einstich weniger schmerzt: Sie sollte auf jeden Fall vermieden werden. Wer den Pen immer an derselben Stelle ansetzt, riskiert auf Dauer nicht nur unschöne Beulen, sondern hat auch häufiger mit schwankenden Blutzuckerwerten zu kämpfen. Die Beulen sind örtliche Ansammlungen von Unterhautfettgewebe, die auch als "Lipohypertrophie" bezeichnet wird. Man nimmt an, dass sie durch die verstärkte Konzentration von zugeführtem Insulin entstehen.

Zum Problem wird das dann, wenn das Gewebe nicht ausreichend Zeit hat, sich zu erholen. Außerdem beginnen die Fettzellen zu wachsen. Weiße Blutkörperchen und so genannte Fresszellen sammeln sich im gereizten Gewebe an, die das Insulin teilweise zerstören können. Das dabei entstehende Narbengewebe wird schlechter durchblutet. Insulin kann in diesem Bereich nur sehr langsam und unregelmäßig absorbiert werden: Die Menge an benötigtem Insulin steigt, während die Blutzuckerwerte schwanken. Dass die Injektionen in diesem Bereich mit der Zeit weniger schmerzhaft werden, liegt ebenfalls am Narbengewebe, das mit weniger Nerven durchsetzt ist.

Spritzstellen bei jeder Injektion wechseln

Jede neue Injektionsstelle sollte mindestens zwei Zentimeter von der vorherigen entfernt sein. Dann können auch Beulen wieder verschwinden, was allerdings mehrere Monaten und bis zu zwei Jahren dauern kann. Das Insulin muss ins Unterhautfettgewebe gelangen, die Nadel darf aber die darunter liegende Muskulatur nicht treffen: Das ist zum einen ziemlich schmerzhaft, zum anderen gelangt das Insulin durch die stärkere Durchblutung des Muskels schneller in den Blutkreislauf. So entsteht die Gefahr einer Hypoglykämie.

Als Injektionsstellen kommen alle Körperregionen in Frage, in denen das Unterhautfettgewebe ausreichend dick ist. Das kann am Bauch, am Gesäß oder am Oberschenkel sein. Die Injektion erfolgt am besten in eine Hautfalte, die von Daumen und Zeigefinger gebildet wird. So ist die Gefahr, den Muskel zu treffen, am geringsten. Wichtig ist, für die Hautfalte nicht die ganze Hand zu benutzen. Denn dann besteht die Möglichkeit, dass auch die unter dem Fettgewebe liegende Muskulatur angehoben und getroffen wird.

Nach der Injektion sollte die Nadel nicht zu früh wieder entfernt werden, sondern noch einige Sekunden in der gewählten Stelle verbleiben. Dann kann der Pen sein Insulin vollständig abgeben und das Insulin läuft nicht durch den Einstichkanal wieder zurück. Ansonsten könnte eine zu geringe Dosis zu erhöhten Blutzuckerwerten führen.

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