Diabetes klingt erst einmal nach einer körperlichen Erkrankung. Warum leidet auch die Seele?
Auch wenn man es von außen oft nicht sieht: Menschen mit Diabetes sind täglich damit beschäftigt, ihre Werte zu kontrollieren oder auf ihre Ernährung und Therapie zu achten. Allein diese ständige Verantwortung kann eine enorme Last sein. Dazu kommen Vorurteile wie: „Du hast bestimmt zu viel Zucker als Kind gegessen.“ Das verletzt und zwingt Menschen mit Diabetes oft in die Rolle von Aufklärern, auch wenn sie sich gerade gar nicht danach fühlen. So entsteht ein doppelter Druck: körperlich durch die Erkrankung selbst – und seelisch durch die ständige Auseinandersetzung damit.
Welche psychischen Belastungen erleben Betroffene im Alltag?
Ein großes Thema ist der sogenannte Diabetes-Distress. Dieser Begriff beschreibt die anhaltende seelische Belastung durch den Alltag mit der Krankheit. Typische Begleiterscheinungen sind Überforderung, das Gefühl von Hilflosigkeit oder Sorgen wegen möglicher Unterzuckerungen. Viele meiner Patient:innen, die einmal eine starke Unterzuckerung erlebt haben, befürchten, es könnte wieder passieren – vielleicht sogar, wenn sie allein sind. Die Folge: Manche halten ihren Zucker absichtlich hoch oder verlassen das Haus nur noch in Begleitung. Dieses Verhalten hat nicht nur negative Folgen für die Gesundheit, sondern auch für die persönliche Freiheit und die Lebensqualität.
Laut einer aktuellen Umfrage kämpft fast jeder zweite Mensch mit Typ-2-Diabetes mit stark schwankenden Zuckerwerten.1 Was macht das mit der Psyche?
Menschen mit Diabetes beschäftigen sich zwangsläufig sehr häufig mit ihren Zuckerwerten – oft mehrmals am Tag. Dies kann zu psychischem Stress und einem ständigen Gedankenkarussell führen: „Wie entwickelt sich mein Wert in den nächsten Stunden? Was passiert, wenn er weiter fällt oder steigt?” Hinzu kommt, dass stark schwankende Werte häufig als körperlich anstrengend und auslaugend empfunden werden. Hohe Zuckerwerte führen bei vielen Betroffenen zu Energielosigkeit und können sich negativ auf die Stimmung auswirken. Sinkt der Wert hingegen sehr stark ab, kann das Sorgen auslösen – vor einer Unterzuckerung und davor, hilflos oder auf andere angewiesen zu sein. Dieses Auf und Ab wird deshalb nicht nur als körperlich, sondern auch als seelisch zermürbend empfunden.
Accu-Chek SmartGuide
Die Accu-Chek SmartGuide CGM-Lösung mit KI-gestützten Vorhersagen kann Menschen mit Diabetes dabei unterstützen, frühzeitig zu reagieren, bevor hohe oder niedrige Zuckerwerte auftreten.2,3

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Die Accu-Chek SmartGuide CGM-Lösung mit KI-gestützten Vorhersagen kann Menschen mit Diabetes dabei unterstützen, frühzeitig zu reagieren, bevor hohe oder niedrige Zuckerwerte auftreten.2,3
Können neue CGM-Systeme mit KI-gestützten Vorhersagen wie Accu-Chek SmartGuide hier für Entlastung sorgen?
Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) können dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern, indem sie das Messen leichter machen. Mit Accu-Chek SmartGuide kommen nun KI-gestützte Vorhersagen der Zuckerwerte für die nächsten Stunden hinzu, sodass man frühzeitig etwas unternehmen kann. Gerade die Sorge vor nächtlichen Unterzuckerungen ist oft groß – hier kann die Vorhersagefunktion unterstützen. Gleichzeitig profitieren auch Betroffene, die sich häufig Gedanken wegen zu hohen Werten und möglichen Folgeerkrankungen machen. Denn wenn klar ist, dass die Zuckerwerte nicht unbemerkt eine kritische Schwelle überschreiten, gibt ihnen das auch Gelassenheit im Alltag. Entscheidend ist das Gefühl, wieder vertrauen zu können.
Was kann man selbst tun, um die seelische Gesundheit zu stärken?
Der wichtigste Schritt ist: die eigenen Belastungen wahrnehmen und anerkennen. Viele wollen stark sein und verdrängen Sorgen. Aber es ist normal, dass Diabetes belastet. Hilfreich ist Selbstfürsorge – und die sieht für jeden anders aus. Für manche bedeutet das regelmäßige Treffen mit Freunden, für andere Ruhe, Achtsamkeitsübungen oder Spaziergänge. Dazu kommen wichtige Basics wie: genug Schlaf, ausgewogene Ernährung und Bewegung. Ganz entscheidend ist auch die Beziehung zum Behandlerteam. Dort sollten sich Patient:innen mit all ihren Sorgen – körperlich wie seelisch – gut aufgehoben fühlen. Denn Diabetes betrifft nicht nur den Körper, sondern immer auch die Seele.
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