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Durch regelmäßiges Messen haben Sie ihren Blutzuckerspiegel immer im Blick.

Blutzucker messen – wie und warum eigentlich?

Wer die Wechselwirkungen zwischen Bewegung, Ernährung und seinen Blutzuckerwerten versteht, ist in der Lage, seinen Stoffwechsel auch positiv zu beeinflussen. Das klingt eigentlich ganz logisch – ist aber gar nicht so selbstverständlich. Denn die Hürde ist oft höher, als man zunächst denkt.

Aber warum sollte man eigentlich den Blutzucker messen?

Diese Frage stellen sich tatsächlich viele Menschen mit Diabetes – und fast die Hälfte antworten erst einmal mit: „Weil der Arzt die Werte sehen will“, wie auch eine Umfrage der GfK ergab*. Zufriedene Diabetologen sind zwar schön und gut, aber viel wichtiger ist doch: Selbst das Heft in der Hand zu behalten! Wenn Sie Ihren Zuckerstoffwechsel kennen, ist es leichter, Bewegung und Ernährung an die Ziele Ihrer individuellen Diabetes-Therapie anzupassen. Es kann außerdem helfen, Ihren Körper besser kennenzulernen: Wie reagiere ich auf bestimmte Mahlzeiten zu bestimmten Uhrzeiten? Wie wirkt sich der Spaziergang nach dem Essen auf den Blutzuckerspiegel aus? So behalten Sie selbst die Kontrolle über Ihre Diabetestherapie und unterstützen nicht nur Ihren Diabetologen, sondern vor allem sich selbst.

Unabhängig von Diabetologen gilt: Fast alle Alltagssituationen wirken sich direkt oder indirekt auf Ihren Blutzuckerspiegel aus: Wenn die Pizza beim Italiener doch mal etwas größer ausgefallen ist oder das Wetter so schön war, dass Sie den Spaziergang spontan verlängert haben.

Welche exakte Auswirkung z.B. Bewegung auf den Blutzuckerspiegel hat, lässt sich leicht erkennen: Eine Messung vor einem Spaziergang und eine danach können zeigen, wie stark schon moderate Bewegung den Blutzucker senken kann. Übrigens ist dieses Beispiel auch eine gute psychologische Stütze, um sich an regelmäßiges Blutzuckermessen zu gewöhnen und zu motivieren: Denn hier stehen bessere Werte in direkter Verbindung mit einer eigenen angenehmen Aktivität. Blutzuckermessen kann so positiv besetzt werden und steht dann für kleine Erfolge, statt frustrierende Erlebnisse durch schlechte Werte.

Wie oft Blutzuckermessen?

Für einen guten Überblick kann eine strukturierte Blutzuckerselbstkontrolle mit Tagesprofilen sorgen. Das gilt auch für Menschen mit Typ-2-Diabetes ohne Insulintherapie. Ein Blutzuckertagesprofil veranschaulicht die Entwicklungen über den Tag und den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Einflussfaktoren, wie Ernährung, Bewegung oder Stress und Ihren Blutzuckerwerten. Die Blutzuckerwerte des Tages werden in dem Profil festgehalten: Nüchtern am Morgen, vor und nach Mahlzeiten abends, bevor Sie ins Bett gehen sowie beim Sport. Das Tagesprofil kann Ihnen dabei helfen, die Auswirkungen dieser Aktivitäten und Mahlzeiten auf Ihren Blutzuckerspiegel besser zu verstehen und oft schon einen sehr guten Überblick geben.

Ein übersichtliches, gut geführtes Tagesprofil ist der erste Schritt zu einem erfolgreichen Diabetes Management. Dabei gilt: Je umfangreicher die Werte aufgezeichnet werden, desto besser lassen sich Ableitungen treffen und die individuelle Diabetestherapie optimieren. Einen noch umfangreicheren Überblick kann ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) schaffen.

Gehört zusammen: Blutzucker messen bei einer Insulintherapie

Im Rahmen einer Insulintherapie ist es ohnehin notwendig, umfangreich über die eigenen Blutzuckerwerte Bescheid zu wissen, um Insulin zu dosieren und Über- oder Unterzuckerungen möglichst zu vermeiden.

Bei der intensivierten konventionellen Therapie (ICT) und der Insulinpumpentherapie (CSII) wird neben dem Grundbedarf, der sog. Basalrate, auch der Bolus berechnet: Das ist die Insulinabgabe, die nach dem Essen dafür sorgt, dass die Mahlzeit den Blutzuckerspiegel nicht in kritische Höhen schnellen lässt. Der nötige Bolus wird anhand der Kohlenhydrate der Mahlzeit und des aktuellen Blutzuckerwertes berechnet.

Blutzucker messen – Vorurteile und Lösungen

Dennoch bleibt das Messen für viele eine Überwindung. Die Gründe, wieso man die Blutzuckerselbstkontrolle auf die lange Bank schiebt, sind dabei so vielfältig wie Menschen mit Diabetes selbst. Für die einen ist es schwierig, sich an die regelmäßigen Messungen zu erinnern. Andere fürchten sich vor dem Piks. Wieder andere gehen davon aus, dass die die quartalsweise Blutzuckermessung beim Diabetologen ausreicht oder finden die Dokumentation der Werte zu mühsam.

Dabei ist das Angebot in der heutigen Diabetestherapie so umfangreich, dass sich eigentlich alle Bedenken zerstreuen lassen. Blutzuckermessgeräte wie Accu-Chek Guide oder Accu-Chek Mobile haben etwa eine eingebaute Erinnerungsfunktion, die an die nächste Messung erinnert. Feinschliff und die spezielle Gleitbeschichtung der Accu-Fine Pen-Nadeln machen die Insulinabgabe schmerzarm.

Digitale Helferlein wie die mySugr-App ermöglichen einen möglichst umfangreichen und einfachen Überblick über den eigenen Zuckerstoffwechsel. Blutzuckerwerte können automatisch von einem kompatiblen Messgerät an Ihr Smartphone geschickt werden. Und im digitalen Diabetestagebuch lassen sich spielend leicht Aktivitäten, Mahlzeiten, Emotionen und sonstige außergewöhnliche Ereignisse festhalten. Die Ergebnisse von Tagesprofilen lassen sich so ideal für gemeinsame therapeutische Ableitungen mit dem Diabetologen nutzen.

Neben der klassischen Blutzuckerselbstkontrolle gibt es mittlerweile auch Lösungen zur kontinuierlichen Glukosemessung: CGM-Systeme. Hier wird die Glukosekonzentration im Unterhautfettgewebe gemessen und an ein Empfangsgerät z.B. ein Smartphone weitergegeben – ein Blick darauf genügt dann, um über den aktuellen Wert informiert zu sein. Unterschiede zwischen den Systemen bestehen hinsichtlich der Alarmfunktionen. Das Eversense XL CGM System verfügt im Vergleich mit anderen verfügbaren Lösungen zusätzlich über eine Warn-Funktion am Körper: Bei fallenden oder steigenden Werten vibriert der am Arm getragene Transmitter, um eine drohende Unter- oder Überzuckerung zu vermeiden.

*Repräsentative GFK-Befragung im Auftrag von Roche Diagnostics Deutschland GMBH

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