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Damit Insulin optimal wirken kann, ist es wesentlich, richtig zu spritzen.

Richtig Insulin spritzen: Tipps zu Spritzstelle, Pen & Co

Wo spritze ich und wie geht das?

Insulin wird in das Unterhautfettgewebe gespritzt, damit es optimal wirken kann. Geeignete Stellen, an denen das Fettgewebe ausreichend dick ist, sind der Bauch, das Gesäß und die Oberschenkel. Je nachdem, welches Insulin Sie spritzen, eignen sich diese unterschiedliche Körperregionen: Am schnellsten geht Insulin ins Blut, wenn Sie es in den Bauch spritzen. Etwas länger dauert es am Gesäß, am längsten dauert die Aufnahme ins Blut über die Injektion am Oberschenkel.

Für die Injektion können Sie eine Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger bilden – es ist aber kein Muss, sondern hängt auch von der Statur ab: Je schlanker, umso geringer ist auch das Fettgewebe – dann ist die Bildung einer Hautfalte hilfreich. Alternativ kann auch eine kürzere Nadellänge für den Pen gewählt werden – bei 4 mm können die meisten auf eine Hautfalte verzichten. Damit der Pen das Insulin vollständig abgeben kann, sollte die Nadel nicht zu früh von der Einstichstelle entfernt werden, sondern noch einige Sekunden verbleiben. Ansonsten könnte eine zu geringe Dosis zu erhöhten Blutzuckerwerten führen. Tipp für den Alltag: Zählen Sie einfach bis zehn, bevor Sie die Nadel herausziehen.

Was geht gar nicht

Blaue Flecken, Leberflecken, Schwangerschaftsstreifen und Narbengewebe sind generell keine geeigneten Einstichstellen und sollten vermieden werden.

Einstichstelle wechseln

Ihre liebste Spritzstelle würden Sie auch im Schlaf finden? Gerade dann ist es wichtig, genau dieser Lieblingsstelle ausreichend Erholung zu gönnen: Wenn Sie den Pen immer an derselben Stelle ansetzen, riskieren Sie auf Dauer unschöne Beulen (Lipohypertrophie, eine Vermehrung des Unterhautfettgewebes). Wahrscheinlich entstehen sie durch die erhöhte Konzentration von zugeführtem Insulin. Langfristig können diese Veränderungen im Unterhautfettgewebe die Insulinaufnahme in den Blutkreislauf verzögern und in der Folge auch schwankende Blutzuckerwerte hervorrufen. Wechseln Sie zur Vorbeugung also mit jeder Injektion die Einstichstelle, am besten mit einem „Sicherheitsabstand“ von 2-4 cm zur vorherigen Stelle. Eine praktische Orientierung bietet dafür ein Rotationsschema. Der Bereich um den Bauchnabel wird in vier Quadranten geteilt – jede Woche wird der Quadrant dann im Uhrzeigersinn gewechselt. Diese Einteilung funktioniert natürlich auch am Oberschenkel.

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