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  Typ-1-Diabetes: Ursache, Anzeichen und Behandlung  Configure Typ-1-Diabetes: Ursache, Anzeichen und Behandlung

Typ-1-Diabetes: Ursache, Anzeichen und Behandlung

Bei etwa fünf Prozent aller Menschen mit Diabetes in Deutschland liegt ein Typ-1-Diabetes vor auf. Es handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die häufig bereits im Kindesalter auftritt, meist zwischen 10 und 15 Jahren. Hier erfahren Sie, wie sich der Typ-1-Diabetes auf den Stoffwechsel auswirkt, welche Symptome auftreten können und wie er behandelt wird.

Auswirkungen auf die Insulinproduktion

Beim Typ-1-Diabetes produziert der Körper nur noch wenig oder gar kein Insulin mehr. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, da das Immunsystem die insulinproduzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse nicht mehr als körpereigen erkennt. Daher stufen die körpereigenen Abwehrkräfte die Beta-Zellen als „Eindringlinge“ ein und zerstören sie nach und nach. Auf diese Weise entsteht nach einiger Zeit ein „absoluter Insulinmangel“.

Ohne Insulin keine Zuckerverwertung

Ist zu wenig oder gar kein Insulin mehr vorhanden, können die Körperzellen keinen Zucker aufnehmen und in Energie umwandeln. Der Zucker verbleibt im Blut und sammelt sich dort an. Der Körper versucht, den Blutzucker wieder zu senken, indem er ihn mit dem Urin ausscheidet und verliert dadurch sehr viel Wasser. Um bei Kräften zu bleiben, werden Fettreserven abgebaut und in Energie umgewandelt. Ohne Behandlung steigt der Blutzuckerspiegel beständig an, es kann - bedingt durch Spaltprodukte beim Abbau der Fettreserven - zu einer gefährlichen Stoffwechselentgleisung kommen.

Wer bekommt einen Typ-1-Diabetes?

Der Typ-1-Diabetes entwickelt sich zu 90 Prozent der Fälle im Kindes- und Jugendalter. Bei Erwachsenen, die über 35 Jahre alt sind, findet sich dagegen häufiger die Typ-1-Form LADA.

Was genau Typ-1-Diabetes auslöst, ist bislang ungeklärt. Wissenschaftler vermuten, dass ein unbekanntes Ereignis wie bestimmte Viren oder Umweltgifte die Entstehung eines Typ-1-Diabetes fördern. Auch der genetischen Veranlagung wird eine gewisse Rolle zugeschrieben.

Mögliche Anzeichen für einen Typ-1-Diabetes

Bemerkbar macht sich der Insulinmangel meist erst, wenn etwa 80 Prozent der Beta-Zellen zerstört sind. Das kann binnen weniger Tage oder Wochen geschehen, aber auch Monate und Jahre dauern. Dabei können folgende Beschwerden auftreten:

  • häufiger Harndrang
  • ständiges Durstgefühl
  • gesteigerter Appetit
  • rapider Gewichtsverlust
  • ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung
  • Kopfschmerzen
  • Seh- und Konzentrationsstörung

    Die Symptome sind relativ vage, es können sich auch viele andere Ursachen dahinter verbergen. Bestätigen lässt sich der Verdacht auf Diabetes mithilfe der Blutzuckertests, die der Arzt zur Diagnose nutzt. Ob ein Typ-1-Diabetes oder ein anderer Diabetes Typ vorliegt, kann sicher nur durch einen Antikörper-Tests ermittelt werden.

    Insulin von außen

    Damit der Blutzucker trotz Insulinmangels reguliert werden und der Stoffwechsel normal funktionieren kann, ist es sofort ab der Diagnose notwendig, den Körper mit Insulin von außen zu versorgen. Ein Typ-1-Diabetes lässt sich heute gut behandeln: Die Insulintherapie kann mit Insulin-Pens oder einer Insulinpumpe selbstständig umgesetzt werden, Blutzucker- messgeräte, Apps und CGM-Systeme den Alltag mit Diabetes erleichtern und die Therapie verbessern.

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